Amur-Tiger-Drillinge in Ströhen geboren – zwei Kater, eine Katze
Bild: KI-generiert
Artenschutz

Amur-Tiger-Drillinge in Ströhen geboren – zwei Kater, eine Katze

Amur-Tiger gelten als stark gefährdet, im Tierpark Ströhen sind nun drei Junge zur Welt gekommen: zwei Kater und eine Katze. Für das Zuchtpaar Amara und Antaris ist es der erste Drillingswurf – öffentlich wird er erst zwei Monate nach der Geburt.

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Drei Amur-Tiger sind im Tierpark Ströhen zur Welt gekommen: zwei Kater und eine Katze. Die Geburt gelang bereits am 20. August. Für die stark gefährdete Art ist der Wurf ein seltener Erfolg.

Für das Zuchtpaar Amara und Antaris ist es der dritte gemeinsame Wurf. Zweimal brachte Tigerin Amara Zwillinge zur Welt, ein Drillingswurf ist für das Paar eine Premiere. Großkatzen-Tierpfleger Jürgen Grimberg hat die Tigerin schon zweimal als Mutter erlebt; ihn beeindruckt die Ruhe, mit der sie diesmal drei Jungen annimmt.

„Amara hat bereits zweimal Zwillinge großgezogen, diese Erfahrung merkt man ihr an. Dass es diesmal eins mehr ist, bringt sie nicht aus der Ruhe.“
Jürgen Grimberg, Großkatzen-Tierpfleger im Tierpark Ströhen

Die Geburt blieb zwei Monate geheim

Bekannt wurde der Wurf erst am 2. Oktober – über zwei Monate nach der Geburt. In dieser Zeit hielt sich die Familie in der Wurfbox und in unterirdischen Bauten auf, ungestört. Der Tierpark informierte die Öffentlichkeit über eine dpa-Meldung; Regionalmedien griffen sie auf, darunter die NDR-Meldung über die Ströhener Tiger-Drillinge.

Anfang Oktober verlassen die drei Jungtiere die Wurfbox auf eigenen Pfoten und erkunden die Umgebung in der Nähe der Mutter. Amara trägt ihren Nachwuchs zunehmend auch in Bereiche, die für Besucher einsehbar sind. Wer in diesen Tagen nach Ströhen kommt, kann die Drillinge womöglich schon sehen.

Die größte Tigerart der Erde

Amur-Tiger sind laut WWF die größten Tiger der Erde: bis zu 2,9 Meter lang und bis zu 1,1 Meter hoch an der Schulter. Männchen bringen bis zu 325 Kilogramm auf die Waage, Weibchen rund 100 bis 168 Kilogramm. Ihr Lebensraum liegt im Fernen Osten Russlands und im Nordosten Chinas.

Die Art gilt als stark gefährdet. Der Tierpark versteht die Geburt deshalb als Beitrag zum Artenschutz und verweist auf den Sommer 2026: Im kasachischen Ile-Balkhash-Naturreservat wurde erstmals seit mehr als 70 Jahren wieder ein Tiger ausgewildert. Genetische Untersuchungen zeigen eine enge Verwandtschaft des Amur-Tigers mit dem dort einst heimischen, ausgestorbenen Kaspischen Tiger.

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Warum der Tierpark den Wurf als Erfolg wertet

Der Inhaber des Tierparks, Nils Ismer, ordnet den Wurf in die Artenschutzstrategie des Hauses ein. Für ihn sind die drei Jungtiere mehr als Nachwuchs: Sie sollen die Verbindung zwischen der Anlage in Wagenfeld und dem Schutz der Art in freier Wildbahn sichtbar machen.

„Unsere drei Jungtiere sind kleine Botschafter einer großen Artenschutzgeschichte.“
Nils Ismer, Inhaber des Tierparks Ströhen

Familienbetrieb in dritter Generation

Der Tierpark Ströhen liegt in Wagenfeld im Landkreis Diepholz. Nach eigener Darstellung ist er ein Familienunternehmen in dritter Generation, an der Tierparkstraße 43 in 49419 Ströhen, zwischen Hannover, Osnabrück und Bremen. Die Selbstdarstellung des Tierparks Ströhen nennt 30 Hektar Fläche und mehr als 800 Tiere.

Ob der Ströhener Wurf mehr ist als ein Tierpark-Erfolg, entscheidet sich nicht im Gehege: Für den Artenschutz verweist der Tierpark auf das kasachische Reservat, in dem seit dem Sommer wieder ein Tiger lebt. Die drei Jungen folgen ihrer Mutter inzwischen auf eigenen Pfoten in die einsehbaren Bereiche der Anlage – wie regelmäßig Besucher sie dort sehen werden, hat der Park noch nicht mitgeteilt.