AfD-Landeschef Springer ruft in Brandenburg 50-Prozent-Ziel aus
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Landtagswahl 2029

AfD-Landeschef Springer ruft in Brandenburg 50-Prozent-Ziel aus

Die AfD in Brandenburg will 2029 die absolute Mehrheit. Landeschef René Springer sagte in Fürstenwalde: „44 Prozent reicht eben nicht.„ Hauptredner Björn Höcke sprach von einer Wendestimmung – begleitet wurde die Kundgebung von Gegenprotest und einem „Fest für Vielfalt“.

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Die AfD in Brandenburg will 2029 die absolute Mehrheit. Landeschef René Springer rief am Tag der Deutschen Einheit in Fürstenwalde das 50-Prozent-Ziel für die Landtagswahl 2029 aus. Es liegt über allem, was die Partei bislang bei einer Landtagswahl erreicht hat.

Die Kundgebung mit anschließendem Aufzug durch die Stadt war als Selbstvergewisserung nach zwei ostdeutschen Landtagswahlen angelegt. In beiden Ländern war die AfD stark geworden, hatte aber die absolute Mehrheit verpasst. Als Hauptredner trat Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke auf.

Parallel zur AfD-Veranstaltung liefen in Fürstenwalde eine Gegenversammlung und ein „Fest für Vielfalt“. Die Polizei hatte für den Einheitstag einen großen Einsatz angekündigt. Springer begründete sein Ziel mit den Worten:

„44 Prozent reicht eben nicht. Lasst uns 2029 50 holen.“
René Springer, AfD-Landesvorsitzender Brandenburg

Zwei Wahlen, zwei verpasste Mehrheiten

In Sachsen-Anhalt wurde die AfD am 6. September 2026 mit 43,8 Prozent stärkste Kraft — der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent ließ die absolute Mehrheit aber außer Reichweite.

Am 20. September 2026 folgte Mecklenburg-Vorpommern. Dort gewann die AfD 38,2 Prozent und verpasste die absolute Mehrheit ebenfalls.

Für Brandenburg, wo 2029 gewählt wird, liegen die Werte niedriger. Ende Juni 2026 kam die AfD in einer Umfrage auf 37 Prozent. Das Umfrageergebnis für die AfD in Brandenburg lag damit deutlich unter dem neuen Ziel von 50 Prozent.

AfD-Ergebnisse im Osten: Wie weit die absolute Mehrheit entfernt ist

Landtagswahlen im September 2026 und Umfragewert in Brandenburg

Quelle: Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern; Umfragewert Brandenburg Juni 2026

Höcke sieht eine Wendestimmung

Björn Höcke war der Hauptredner des Tages. Der 54-jährige Thüringer AfD-Landeschef sprach von einer Wendestimmung nach den ostdeutschen Landtagswahlen und griff die Debatte über den Umgang mit seiner Partei auf.

„Wir wollen endlich wieder ein normales Volk sein.“
Björn Höcke, AfD-Landesvorsitzender Thüringen

Höcke führt den Thüringer Landesverband der AfD. In Fürstenwalde sprach er vor Anhängern des Brandenburger Verbands um Springer; mit dem Satz vom „normalen Volk" setzte er den Ton für die Veranstaltung nach zwei verpassten Mehrheiten.

Gegen den Druck auf seine Partei setzte Höcke eine scharfe Formulierung: Was im Augenblick gegen die AfD aufgefahren werde, sei „durchaus in die Kategorie Psychoterror einzuordnen", sagte er in Fürstenwalde.

Proteste begleiten den Aufzug

Schon am 2. Oktober berichteten Medien über den geplanten Höcke-Auftritt. Gegen die AfD formierte sich Protest, die Polizei kündigte für den Einheitstag einen großen Einsatz an.

Am 3. Oktober zog die AfD nach der Kundgebung durch Fürstenwalde. Begleitet wurde der Aufzug von einer Gegenversammlung und dem Protest gegen die AfD-Kundgebung in Fürstenwalde; parallel lief ein „Fest für Vielfalt".

Bereits im September hatte die Polizei in Fürstenwalde ein Plakat der Linken sichergestellt, auf dem „Björn Höcke ist ein Nazi" zu lesen war. Die Staatsanwaltschaft bewertete die Aufschrift nicht als strafbar.

Vom Wahlergebnis zur Kundgebung in Fürstenwalde

  1. 6. September 2026
    AfD wird in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft

    43,8 Prozent, aber keine absolute Mehrheit.

  2. 20. September 2026
    38,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern

    Auch dort reicht es nicht für die absolute Mehrheit.

  3. September 2026
    Polizei stellt Plakat in Fürstenwalde sicher

    Ein Plakat der Linken mit der Aufschrift „Björn Höcke ist ein Nazi"; die Staatsanwaltschaft hält es nicht für strafbar.

  4. 2. Oktober 2026
    Proteste gegen Höcke-Auftritt angekündigt

    Vorabberichte über den geplanten Auftritt lösen Anti-AfD-Proteste aus, die Polizei kündigt einen großen Einsatz an.

  5. 3. Oktober 2026
    Kundgebung und Aufzug am Tag der Deutschen Einheit

    Springer ruft das 50-Prozent-Ziel für 2029 aus, Höcke ist Hauptredner; parallel Gegenversammlung und „Fest für Vielfalt".

50 Prozent als Messlatte für 2029

Springer hat mit der 50-Prozent-Ansage die Messlatte für seine Partei hoch gelegt. Zwischen dem Umfragewert von 37 Prozent aus dem Juni und dem angepeilten Ziel liegen 13 Prozentpunkte.

Die Ergebnisse der beiden Septemberwahlen zeigen den Abstand. Sachsen-Anhalt brachte 43,8 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern 38,2 Prozent — beide Werte bleiben unter der Marke von 50 Prozent.

Die Landtagswahl in Brandenburg findet 2029 statt. Ob die AfD dort die absolute Mehrheit erreicht, entscheidet sich an diesem Wahltag; Springer hat seine Partei zuvor auf 50 Prozent festgelegt.

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