Matthias Reim (68) hat ausgesprochen, was viele späte Väter nur denken: Er fürchtet, seine Tochter nicht lange genug begleiten zu können. Beim Anblick seiner vierjährigen Tochter Zoe rechnet der Schlagersänger in Jahrzehnten – und landet bei einem Ergebnis, das ihm selbst nicht gefällt.
Die Aussagen fielen in der SWR-4-Sendung „Assenheimers Promitalk“ mit Moderator Jörg Assenheimer. Die Episode trägt den Titel „Matthias Reim: Vom Millionenrausch in die Pleite und zurück“. Sie lief am 27. September 2026 zwischen 10 und 12 Uhr; in der Nacht auf den 29. September folgte die Ausstrahlung im SWR-Fernsehen und in der ARD Mediathek.
Der Auftritt löste eine Welle der Berichterstattung aus. Zwischen dem 28. September und dem 3. Oktober 2026 griffen MDR, ka-news, promiflash, oe24, Südkurier und ok-magazin dieselben Sätze auf. Kern der Berichte ist überall derselbe Wortlaut Reims aus dem Talk.
Die Frage nach den gemeinsamen Jahren
Wie nah ihm das Kind ist, macht Reim an einer kurzen Beobachtung fest: „Wenn ich meine kleine Vierjährige angucke, für sie bin ich das Allergrößte auf der Welt.“ Zugleich holt ihn beim Anblick der Vierjährigen die eigene Lebenszeit ein. Schon im Juli 2026 hatte er sich mit einem Appell an seine Tochter Zoe zur Berufswahl an die Öffentlichkeit gewandt.
„Und ich denke mir: „Ich werde 70. Schaffen wir noch 20 Jahre?“ Dann sehe ich sie wenigstens noch irgendwie ihr Studium fertigmachen. Oder bin ich dann schon weg?“
Reim verdrängt die Gedanken nicht, er benennt sie. „Das sind Gedanken, die mag ich nicht“, sagt er – die Sorge, den Studienabschluss der Tochter zu verpassen, beschäftigt ihn nach eigener Aussage sehr. Für die Berichterstattung wurde die Frage nach den 20 gemeinsamen Jahren zur Kernzeile; sie steht im Titel des Berichts über Reims späte Vaterschaft.
Ein Risiko, das er bewusst trägt
Reim stellt sich der Kehrseite seiner Entscheidung. Ein Kind im fortgeschrittenen Alter bringe keine Garantie mit sich, sagt er: „Das Risiko musst du eingehen, wenn du so alt Vater wirst.“ In den Berichten liest sich der Satz nicht als Klage, sondern als Selbstverpflichtung.
Zugleich zeigt sich Reim überzeugt, dass Zoe auch dann klarkommen werde, wenn er irgendwann nicht mehr da ist. Südkurier und ka-news zitieren diese Einschätzung ausdrücklich. Sie bildet das Gegenstück zu den Grübelfragen, die Reim im selben Gespräch offenlegt.
Warum der Altersunterschied so groß ist
Zoe kam im März 2022 zur Welt, als Reim bereits Mitte 60 war. Sie ist sein siebtes Kind und das erste gemeinsame mit der Schlagersängerin Christin Stark (36), die er 2020 heiratete. Das Paar lebt in Stockach am Bodensee und zählt zu den bekanntesten der deutschsprachigen Schlagerszene.
Von Korbach bis zur Frage nach den 20 Jahren
- 26. November 1957Geburt in Korbach
Matthias Reim wird in Korbach in Hessen geboren.
- 2020Hochzeit mit Christin Stark
Reim heiratet die Schlagersängerin Christin Stark, mit der er seit 2015 liiert ist.
- März 2022Tochter Zoe kommt zur Welt
Zoe ist Reims siebtes Kind und das erste gemeinsame mit Christin Stark.
- 19. September 2026Ein Song für die Tochter
In der „Giovanni Zarrella Show“ singt Reim „Willkommen in meiner Zukunft“, inspiriert von Zoe.
- 27. September 2026Der Talk bei SWR 4
In „Assenheimers Promitalk“ äußert Reim seine Gedanken zur späten Vaterschaft.
- 28. September bis 3. Oktober 2026Welle der Berichte
MDR, ka-news, Südkurier, promiflash und ok-magazin greifen dieselben Aussagen auf.
- 26. November 2027Reim wird 70 Jahre alt
Der runde Geburtstag ist der Bezugspunkt seiner Frage „Schaffen wir noch 20 Jahre?“
Kein Ruhestand, sondern zehn Jahre Tour
Trotz der Grübelfragen denkt Reim nicht ans Aufhören. Am 26. November 2026 wird er 69 Jahre alt, ein Jahr später steht der 70. Geburtstag an – jener Termin, den er im Talk selbst zur Rechengröße gemacht hat.
„Wie war denn mein Großvater mit 70? Ein alter Mann! Und ich plane noch zehn Jahre Tour!“
Sein Argument: Die 60- und 70-Jährigen von damals lassen sich mit denen von heute nicht vergleichen. Die medizinische Versorgung sei deutlich besser, man bleibe lange fit – ein großes Privileg, wie der MDR-Bericht über Reims späte Vaterschaft festhält.
Ein Lied für die Tochter
Die Bindung an Zoe hat Reim auch musikalisch verarbeitet. In der „Giovanni Zarrella Show“ vom 19. September 2026 unter dem Motto „Kleine Stars ganz groß“ widmete er seiner jüngsten Tochter den Song „Willkommen in meiner Zukunft“.
Die Idee dazu sei ihm gekommen, als er Zoe das erste Mal sah. Im Lied heißt es, sie mache seine Zukunft „perfekt“ und sei ein „Geschenk des Himmels“. Moderiert wurde die Show von Giovanni Zarrella.
Reim hat seine Rolle als spätberufener Vater schon vor dem Talk eingeordnet. Im MDR-Magazin „Briant“ fand er dafür einen Satz, der die ganze Debatte zusammenfasst.
„Ich bin ein alter Vater, macht aber nichts – wo die Liebe hinfällt.“
Am 26. November 2027 wird Reim 70 Jahre alt. Bis dahin will er zehn weitere Tourjahre planen und die gemeinsame Zeit mit Zoe so lang wie möglich strecken. Wie viele davon die Tochter bewusst erlebt, kann Reim nicht planen – er hat im Talk nur die Frage gestellt, nicht die Antwort geliefert.
