Martina Reuter muss nach Bühnenauftritt erstmals zum Dopingtest
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Bodybuilding

Martina Reuter muss nach Bühnenauftritt erstmals zum Dopingtest

Eine Moderatorin, die ihre Muskeln auf natürlichem Weg aufgebaut hat, wird direkt nach ihrer Bühnenleistung zwei Stunden kontrolliert – und verteidigt genau diese Strenge.

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Kaum war der letzte Applaus verklungen, wurde Martina Reuter (46) von der Bühne abgeführt. Direkt nach ihrem Auftritt bei der Herbstmeisterschaft der Austrian Natural Bodybuilding & Fitness Federation (ANBF) in der Linzer TipsArena musste sie zum Dopingtest – nach eigener Aussage zum ersten Mal in ihrer Wettkampfkarriere.

Der Wettkampf am Samstag, dem 3. Oktober 2026, war laut Reuter bereits ihr fünfter Bühnenauftritt. Sie rechnete damit, gegen 10.30 Uhr auf der Bühne zu stehen, und bat ihre Community vorab: „Bitte ALLE Daumen drücken!“ Die letzten Stunden davor standen für sie unter dem Motto: „Jetzt zählen die nächsten 24 Stunden. Fokus. Ruhe. Vertrauen.“

Instagram · @reuter_martina_official

Reuter ist das Gesicht einer Karriere ohne Hilfsmittel. Genau deshalb traf die Kontrolle sie zwiespältig: als strenger, unangekündigter Eingriff – und als Beweis, dass der naturale Sport seine Regeln ernst nimmt. Die Athletin befürwortet den Test ausdrücklich, empfindet die Härte des Ablaufs aber als neu.

„Ich bin von der Bühne runter und bin sofort abgezogen worden zum Doping-Test. Das war für mich eine neue Erfahrung, das hat zwei Stunden gedauert.“
Martina Reuter, Moderatorin und Bodybuilderin

Erst rausgezogen, dann geschmeichelt

Reuter schildert, dass sie direkt nach dem Auftritt zur Kontrolle gebeten wurde und der Test für sie eine neue Erfahrung war. Geschmeichelt war sie trotzdem – sie deutet die Auswahl als Zutrauen in ihr Niveau. „Mich haben sie rausgezogen, was ich irgendwie auch ganz cool finde, weil sie mir das zutrauen“, sagte sie.

Ihren Humor verlor sie dabei nicht. Was sie in diesen zwei Stunden erlebte, hat die Kronen Zeitung am 3. Oktober in ihrem Bericht über den Doping-Schock nach dem Auftritt festgehalten. Für ihre Verhältnisse klingt die Beschreibung wie eine Mischung aus Ironie und Stolz:

„Grad, dass ich keine Handschellen draufbekommen habe!“
Martina Reuter, Moderatorin und Bodybuilderin

Positiv überrascht von der Konsequenz

Über die Kontrolle selbst beschwert sich Reuter nicht. Im Gegenteil: Sie nennt die Konsequenz des Verbands ein Qualitätsmerkmal. „Ich war aber wirklich positiv überrascht, wie konsequent bei einer Natural-Competition in Österreich kontrolliert wird. Ich finde das absolut richtig und wichtig“, sagte sie.

Zweifel an ihrem Weg weist sie zurück. „Natürlich lasse ich mich jederzeit testen, denn ich habe mich auf natürlichem Weg zur Bodybuilderin trainiert“, sagte die Moderatorin, die unter anderem im SAT.1-Frühstücksfernsehen arbeitet. Der Test in Linz war nach ihren Angaben ein Urin-Test.

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Von 125 Kilogramm auf rund 65

Reuters Körpergeschichte ist eine der meistbeachteten Transformationen im deutschsprachigen Raum. Sie startete nach eigener Darstellung bei 125 Kilogramm und hat inzwischen rund 60 Kilo abgenommen. Ihr Ausgangsgewicht lag bei 125 Kilogramm.

Bei ihrem ersten Wettkampf in Linz vor einem Jahr brachte sie 78 Kilogramm auf die Waage und belegte in der Kategorie „Figur Master 40+“ Platz vier. Zu ihrem Auftritt am 3. Oktober kehrte sie nach BILD-Angaben mit rund 65 Kilogramm zurück – 13 Kilo leichter als zwölf Monate zuvor.

Martina Reuters Gewicht in Kilogramm

Vom Ausgangsgewicht über den ersten Wettkampf bis zum Auftritt 2026

Quelle: BILD, weekend.at, kurier.at

Ein Jahr zurück zum Debüt

Der 3. Oktober war für Reuter eine Rückkehr an den Ort ihres Debüts. „Morgen stehe ich wieder auf der ANBF-Bühne in Linz. Genau dort, wo vor einem Jahr alles begonnen hat: mein allererstes Bodybuilding-Wettkampf“, schrieb sie einen Tag vorher. Rückblickend sprach sie von „einem Jahr harte Arbeit. Ein Jahr Disziplin. Ein Jahr durchgezogen.“

Kurz vor dem Wettkampf machte die bestätigte Trennung von Trainer Vladi Pavlic Schlagzeilen. Am 22. August 2026 hatte Reuter in Wien in der Klasse „Master Bikini 45+“ den ersten Platz belegt. Nach dem Auftritt in Linz jubelte sie: „Ich habe es geschafft, Leute“ – und sprach von ihrer nächsten Medaille.

Der Weg nach Linz

  1. 1. November 2025
    Erster Bodybuilding-Wettkampf in Linz

    Martina Reuter belegt in der Kategorie „Figur Master 40+“ Platz vier – bei einem Wettkampfgewicht von 78 Kilogramm.

  2. 22. August 2026
    Erster Platz in Wien

    In der Klasse „Master Bikini 45+“ gewinnt Reuter den ersten Platz, nach eigener Angabe ein Doppel-Gold.

  3. 29. September 2026
    Zuspruch nach rund 60 Kilo Gewichtsverlust

    Der Kurier berichtet über öffentlichen Zuspruch, unter anderem äußert sich „Bergdoktor“-Darsteller Mark Keller lobend.

  4. 2. Oktober 2026
    Vorbereitung auf den fünften Wettkampf

    weekend.at berichtet über Reuters Rückkehr an den Ort ihres Debüts und ihren geplanten Bühnenauftritt gegen 10.30 Uhr.

  5. 3. Oktober 2026
    Bühnenauftritt und erste Dopingkontrolle

    Nach der ANBF-Herbstmeisterschaft in der TipsArena wird Reuter erstmals zum Dopingtest gebeten; der Urin-Test dauert zwei Stunden.

  6. 4. Oktober 2026
    BILD greift den Fall auf

    BILD berichtet über den Dopingtest nach dem Bühnenauftritt und den Hinweis, dass Ergebnisse erst nach Stunden bis Tagen vorliegen.

Das Ergebnis steht noch aus

Ein Ergebnis des Dopingtests ist bislang nicht bekannt. Laut dem BILD-Bericht über den Dopingtest nach dem Auftritt dauert es bei Natural-Wettkämpfen in der Regel mehrere Stunden bis wenige Tage, bis Ergebnisse vorliegen. Starten dürfen dort ohnehin nur geprüfte, natural trainierende Athletinnen und Athleten.

Offen ist auch die Platzierung: Eine exakte Kategorie oder Rangfolge für den 3. Oktober 2026 nennt die Berichterstattung bislang nicht. Ebenso unbekannt ist, wann die Auswertung des Urin-Tests vorliegt. Bis dahin stehen zwei Antworten aus – das Testergebnis und der Platz auf der Ergebnisliste.