Meghans Schmuck für 102.250 Dollar bewirbt 148-Dollar-Kalender
Herzogin Meghan bewirbt mit Diamantschmuck für mindestens 102.250 Dollar einen Adventskalender für 148 Dollar. Der Gegensatz zwischen Luxusinszenierung und Produktpreis treibt die Kritik an ihrer Marke As Ever an.
Ein Schmuckstück für mindestens 32.550 Dollar, beworben wird Schokolade für 148 Dollar – die neuen As-Ever-Fotos von Herzogin Meghan (45) haben eine Rechnung ausgelöst, die das Produkt zur Nebensache macht. Vier identifizierte Stücke, die sie in der Kampagne trägt, summieren sich auf mindestens 102.250 US-Dollar (rund 90.822 Euro). Der Adventskalender, für den sie wirbt, kostet 148 Dollar – etwa 112 Pfund.
Beworben wird der As Ever Holiday Advent Calendar 2026 – die erste Weihnachtsproduktion der Marke, entstanden mit dem Los-Angeles-Schokoladenhersteller Compartés. Die limitierte Box enthält 24 handgefertigte Pralinen; der Deckel zeigt Meghans Montecito-Anwesen (rund 11 Millionen Pfund), dazu Palmen und Hühner, die Countdown-Zahlen sollen aus ihrer eigenen Handschrift stammen. Der Vorverkauf auf asever.com startete am 1. Oktober 2026 um 17 Uhr britischer Zeit, die Lieferung war für Anfang November angekündigt.
Der Look wirkt auf den ersten Blick wie ein Zuhause-Outfit: ein cremefarbener Kaschmirpullover („Crew Sweater in Cashmere in Wheat“ von Co, 695 Dollar) und ein olivgrüner Seidenrock („Bias Midi Skirt in Silk Charmeuse in Basil“ von Argent, 250 Dollar), der in dieser Version nicht mehr erhältlich ist und den Meghan bereits im Oktober 2025 in As-Ever-Werbefotos getragen hatte. Dazu Ballerinas aus Satin-Mesh von Aquazzura („Voile Ballet“, 1.369 Dollar).
Die vier Diamantstücke und ihre Preise
Teuerstes Stück ist die Halskette „Large Double Dome Tennis Necklace with 1/3 Diamond Pavé“ von Jennifer Meyer: 61.250 Dollar, 18-karätiges Gelbgold mit Pavé-Diamanten von insgesamt 6,46 Karat. Die Zuordnung geht auf die Identifizierung von Meghans Diamantschmuck zurück. Dazu kommen Ohrstecker von Logan Hollowell („Reverse Water Drop Martini Studs“, 5.575 Dollar).
Ebenfalls von Logan Hollowell: das „Diana Diamond Bracelet“ aus recyceltem 18-karätigem Gold mit über sieben Karat Diamanten, das ab 32.550 Dollar kostet, sowie die „Aura Sleeve: Gen 4 & Gen 5“ für Meghans Oura-Ring – eine Hülle aus 14-karätigem Gold mit Diamanten für 2.875 Dollar. Der Fitness-Tracker selbst (Oura Ring 5, 499 Dollar) ist in dieser Summe nicht enthalten.
Meghans Schmuckstücke im Vergleich zum beworbenen Kalender
Preise der identifizierten Stücke in US-Dollar
Quelle: GALA, RTL, Promiflash, 3./4. Oktober 2026
Was fehlt – und was Diana wirklich gehörte
Nicht in diese Summe eingerechnet sind weitere Stücke: der klassische Cartier-LOVE-Armreif in Gelbgold (in Deutschland derzeit 8.050 Euro), Meghans Verlobungsring, dessen Wert auf 260.000 bis 350.000 Dollar geschätzt wird, sowie ein birnenförmiger Diamantring an der rechten Hand, den Diana-Experten dem Daily Mail zufolge als Symbol für Unabhängigkeit und Selbstliebe deuten.
Entscheidend ist die Herkunft eines Stücks: Die goldene Cartier Tank Française gehörte tatsächlich Prinzessin Diana und ist laut Harper’s Bazaar der Begleiter, den Meghan am häufigsten aus sentimentalen Gründen trägt. Das „Diana Diamond Bracelet“ dagegen wurde nur nach Diana benannt und von ihr inspiriert – es gehörte ihr nie, wie die Marke selbst einräumt.
Kritik am Kalenderpreis von 6,17 Dollar pro Praline
Die Kritik am Kalender begann schon vor der Schmuckrechnung: Kommentatoren nannten ihn eine „teure Pappschachtel mit ein paar Schokoladen“ und rechneten rund 6,17 Dollar pro Praline aus. Englische Medien übersetzen den Look in Gesamtsummen: Der Express beziffert ihn auf 97.456 Pfund, die Daily Mail auf einen „£75.000 (100.000 Dollar) Look“.
Dazu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt: Laut Daily Mail wird Meghans Look parallel über ihre OneOff-Fashion-Seite zum Nachkauf angeboten; als Investorin des KI-Modeunternehmens erhält sie laut Bericht 10 bis 25 Prozent Verkaufsprovision pro verkauftem Stück. Dieselbe Vermarktung hatte schon nach dem Terroranschlag am Bondi Beach mit 15 Toten für Kritik gesorgt. Die Fanreaktionen blieben gemischt – der Express zitiert überwiegend positive Stimmen, Promiflash greift in einer Umfrage die ablehnende Sicht auf.
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Was As Ever jetzt riskiert
Der Kalender ist das erste Weihnachtsprodukt der Marke überhaupt und fällt in die Zeit nach Meghans und Harrys Rückkehr nach Großbritannien im August 2026: Die Sussexes gelten dort als Privatpersonen und warten auf eine Entscheidung über steuerfinanzierten Personenschutz. Für As Ever plant Meghan künftig zwischen England und den USA zu pendeln. Offen bleibt, ob ein Schmuckwert vom 690-Fachen des Produktpreises die Glaubwürdigkeit der „Quiet Luxury“-Marke stärkt – und wie viele Kunden den Kalender bis zur Lieferung im November tatsächlich bestellen.