Rock- und Blues-Sängerin Sass Jordan stirbt mit 63 Jahren
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Nachruf

Rock- und Blues-Sängerin Sass Jordan stirbt mit 63 Jahren

Ihr Debüt brachte ihr den Juno Award, sechs Staffeln lang saß sie in der Jury von „Canadian Idol“. Jetzt ist Sass Jordan mit 63 Jahren gestorben – über ihre Krankheit aber schwieg die Familie: Eine Todesursache wurde nicht genannt.

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Die kanadische Rock- und Blues-Sängerin Sass Jordan (63) ist am 2. Oktober 2026 im Kreis ihrer Familie gestorben.

Über ihre Erkrankung war bis zuletzt kaum etwas bekannt: Im September hatte ihr Team nur mitgeteilt, sie ziehe sich wegen einer schweren Erkrankung von ihren restlichen Konzerten zurück. Eine Todesursache nannte die Familie auch nach der Todesmitteilung nicht.

Die Familie machte den Tod am 3. Oktober öffentlich, die kanadische Nachrichtenagentur Canadian Press verbreitete die Mitteilung. Am 4. Oktober berichteten Medien in Kanada und Europa; in Kanada gilt Jordan als Rockikone aus Montreal, die Meldung der CBC über ihren Tod nennt sie eine Juno-Preisträgerin.

Vom Debütalbum zum Juno-Award

Geboren wurde sie als Sarah Jordan am 23. Dezember 1962 in Birmingham in England. Mit drei Jahren kam sie nach Montreal, wo sie aufwuchs und später zu einer der bekanntesten Rocksängerinnen Kanadas wurde.

Ihr Debütalbum „Tell Somebody“ erschien am 18. November 1988, der Titelsong erreichte Platz 11 der kanadischen RPM-Charts. 1989 gewann Jordan den Juno Award als „Most Promising Female Vocalist of the Year“.

Sass Jordans Karriere in Daten

  1. 23. Dezember 1962
    Geburt in England

    Sarah Jordan wird in Birmingham geboren und wächst ab ihrem dritten Lebensjahr in Montreal auf.

  2. 18. November 1988
    Debütalbum „Tell Somebody“

    Der Titelsong erreicht Platz 11 der kanadischen RPM-Charts.

  3. 1989
    Juno Award

    Jordan wird als „Most Promising Female Vocalist of the Year“ ausgezeichnet.

  4. 31. Mai 1992
    Album „Racine“

    „Make You a Believer“ erreicht Platz 11 der Billboard Mainstream Rock Charts.

  5. 1994
    Album „Rats“

    Am Schlagzeug sitzt der junge Taylor Hawkins, später Drummer der Foo Fighters.

  6. 2003 – 2008
    Jury bei „Canadian Idol“

    Jordan ist in allen sechs Staffeln der CTV-Castingshow Jurorin.

  7. 3. Juni 2022
    Album „Bitches Blues“

    Das Blues-Album erreicht Platz 15 der Billboard Blues Albums Charts.

Racine und der Ruf als Rockstimme

1992 erschien das Album „Racine“. Die Auskopplung „Make You a Believer“ erreichte Platz 11 der Billboard Mainstream Rock Charts, und Billboard kürte Jordan zur Top-Female-Rock-Künstlerin des Jahres.

1994 folgte „Rats“ – am Schlagzeug saß der junge Taylor Hawkins, der später als Drummer der Foo Fighters weltbekannt wurde. Hawkins hat Jordan zugeschrieben, ihn ins Rockgeschäft gebracht zu haben.

„Sass hat mir beigebracht, was es heißt, in einer Rock-’n’-Roll-Band zu spielen, und mir meinen ersten Rock-’n’-Roll-Scheck verschafft.“
Taylor Hawkins, Schlagzeuger der Foo Fighters

Blues-Alben und die Jury bei „Canadian Idol“

Zwischen 2003 und 2008 war Jordan in allen sechs Staffeln der CTV-Castingshow „Canadian Idol“ Jurorin – als einziges weibliches Jurymitglied, das durchgehend dabei war.

Geoff Kulawick, früherer Präsident des Labels Stony Plain Records, sagte über ihre Wirkung: „Ihre Stimme fiel wirklich auf, und die Art, wie sie emotional berührte, brachte ihr Unmengen von Fans.“

Später kehrte sie zum Blues zurück: „Rebel Moon Blues“ erreichte am 13. März 2020 Platz 5 der Billboard Blues Albums Charts, „Bitches Blues“ kam am 3. Juni 2022 auf Platz 15.

Sass Jordans beste Chartplatzierungen

Platzierungen in unterschiedlichen Charts; ein kleinerer Wert bedeutet einen besseren Platz.

Quelle: RPM, Billboard

Ein Lichtstrahl und die offenen Fragen

Aus der kanadischen Musikszene kam persönliche Trauer. Der Produzent und Songwriter Derek Downham nannte sie „einen Lichtstrahl und einen wirklich lustigen Menschen“. Der größte Schmerz für ihn sei, dass er dieses Lachen nie wieder sehen werde.

Downham ordnete Jordans Weg auch ein: Sie sei in einer Zeit groß geworden, in der es nicht einfach gewesen sei. „Es ist schön zu sehen, wie eine starke Frau sich durchsetzt und den Leuten zeigt, wie es gemacht wird.“

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Eine Todesursache wurde nicht veröffentlicht – der Nachruf des Magazins GuitarPlayer auf Sass Jordan nennt keine. Erst im September hatte ihr Team den Rückzug von der Bühne mit einer schweren Erkrankung begründet; was ihr fehlte, sagte es nicht. Offen bleibt, ob die Familie die Umstände später genauer erklärt.