Haakon Lorentzen bleibt von Norwegens Krone ausgeschlossen
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Thronfolge

Haakon Lorentzen bleibt von Norwegens Krone ausgeschlossen

Norwegens Thron ging an Haakon VIII. – doch Prinzessin Ragnhilds Linie wäre in einer anderen Erbfolge zum Zug gekommen. Ihr Sohn Haakon Lorentzen steht außerhalb der Thronfolge, sein Sohn Olav Alexander wäre der nächste Anwärter gewesen. Die Reform von 1990 kam zu spät.

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Ein Cousin hätte auf Norwegens Thron landen können – doch die Erbfolge schließt ihn aus. Haakon Lorentzen ist der älteste Sohn von Prinzessin Ragnhild und ein Cousin von Haakon VIII., der seit dem 28. August 2026 König von Norwegen ist. Die Reform, die seiner Linie den Weg geöffnet hätte, kam zu spät.

König Harald V. starb am 28. August 2026 mit 89 Jahren im Rikshospitalet in Oslo, sein Sohn wurde als Haakon VIII. König. Haralds Tod mit 89 Jahren und Haakons Thronfolge beschäftigen Norwegen seitdem.

Haakon Lorentzen wurde am 23. August 1954 geboren und nach König Haakon VII. benannt. Seine Mutter Ragnhild hatte ein Jahr zuvor den bürgerlichen Erling Lorentzen in der Asker Church geheiratet und war mit ihm nach Rio de Janeiro gezogen.

Die Reform von 1990 kam zu spät

Erst am 29. Mai 1990 änderte das Storting Artikel 6 der norwegischen Verfassung. Seither erben Frauen und Männer gleichberechtigt – die norwegischen Thronfolgeregeln von 1990 gelten aber nicht rückwirkend.

Für alle, die vor 1971 geboren wurden, blieb die Reform ohne Wirkung. Haakon Lorentzen, Jahrgang 1954, ist damit von der Thronfolge ausgeschlossen – obwohl seine Mutter Ragnhild das erste Kind des späteren Königs Olav V. und seiner Frau Märtha war.

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1937 endete Ragnhilds Thronanspruch

Ragnhild kam am 9. Juni 1930 in Oslo als erstes Kind des späteren Königs Olav V. und seiner Frau Märtha zur Welt. Nach der damaligen Ordnung stand sie ganz vorn in der Thronfolge – bis am 21. Februar 1937 ihr Bruder Harald geboren wurde. Mit seiner Geburt entfiel ihre mögliche Thronfolge endgültig.

1953 heiratete sie den bürgerlichen Erling Sven Lorentzen in der Asker Church; das Paar zog nach Rio de Janeiro. 1991 starb Olav V., Harald wurde als Harald V. König von Norwegen. Ragnhild starb am 16. September 2012 mit 82 Jahren in ihrem Haus in Rio.

In Rio heiratete ihr Sohn Haakon 1982 die Brasilianerin Martha Carvalho de Freitas. 1985 kam dort sein ältester Sohn Olav Alexander zur Welt – in einer alternativen Thronfolge wäre er nach seinem Vater der nächste Anwärter auf die Krone gewesen.

Von Ragnhilds Geburt bis zum Thronwechsel 2026

  1. 9. Juni 1930
    Prinzessin Ragnhild wird geboren

    Sie ist das erste Kind des späteren Königs Olav V. und seiner Frau Märtha und steht der Thronfolge am nächsten.

  2. 21. Februar 1937
    Prinz Harald kommt zur Welt

    Mit der Geburt ihres Bruders entfällt Ragnhilds mögliche Thronfolge endgültig.

  3. 15. Mai 1953
    Hochzeit mit Erling Lorentzen

    Ragnhild heiratet den bürgerlichen Erling Sven Lorentzen in der Asker Church; das Paar zieht nach Rio de Janeiro.

  4. 23. August 1954
    Haakon Lorentzen wird geboren

    Er wird nach König Haakon VII. benannt.

  5. 29. Mai 1990
    Das Storting ändert Artikel 6

    Frauen erben nun gleichberechtigt – nicht rückwirkend für vor 1971 Geborene.

  6. 16. September 2012
    Ragnhild stirbt in Rio

    Sie wird 82 Jahre alt.

  7. 28. August 2026
    König Harald V. stirbt

    Sein Sohn übernimmt den Thron als Haakon VIII.

Ein Trauergast aus Rio

Im September 2026 reiste Haakon Lorentzen mit seiner Frau nach Oslo. Dort nahm er an der Beerdigung seiner Tante Prinzessin Astrid teil, die am 11. September 2026 im Alter von 94 Jahren gestorben war – zwei Tage nach dem Staatsbegräbnis ihres Bruders Harald.

Ende September 2026 meldete sich der neue König nach Wochen der Trauer erstmals öffentlich zu Wort. König Haakons erste Worte nach Wochen der Trauer fielen knapp aus. Über den Zustand der Familie sagte er nur:

„Den Umständen entsprechend geht es uns gut.“
Haakon VIII., König von Norwegen

Über die Thronfolge entscheidet in Norwegen nicht das Königshaus, sondern das Storting – dort fiel 1990 auch die Entscheidung zu Artikel 6. In Oslo ist die Erbfolge weiter in Bewegung: Eine geplante Verfassungsänderung soll Ingrid Alexandra zur Regentin machen.

Für Haakon Lorentzen und seinen Sohn ändert das nichts. Solange das Storting die Reform von 1990 nicht rückwirkend in Kraft setzt, bleibt Olav Alexander aus Rio ein Anwärter, den Norwegens offizielle Erbfolge nicht kennt – und sein Vater der Cousin, der nie zum Zug kam.