Jimi Blue Ochsenknecht (34) hat sich vor Besuchen bei seiner Tochter unwohl gefühlt – nicht wegen des Kindes, sondern wegen der Mutter. Nach Streit mit Yeliz Koc (32) sei ihm die Fahrt zu Snow (5) schwergefallen, räumt der Schauspieler in einem neuen Interview ein.
Erschienen ist das Gespräch am 8. Oktober bei OKmag.de, dem Portal des OK! Magazins. Darin spricht Ochsenknecht über das Verhältnis zu seiner Ex-Partnerin Yeliz Koc und über die zweite Staffel der Sky-Doku „Yeliz & Jimi – We Are Family?!“, die seit dem 22. September läuft.
Die Angst, von der er spricht, gilt nicht dem Kind, sondern der Lage, in der er es trifft. Wie oft das vorkam, sagt er in aller Deutlichkeit:
„Ja, diese Angst hatte ich tatsächlich öfter. Wenn Yeliz und ich uns gestritten hatten, fühlte ich mich manchmal unwohl dabei, dorthin zu fahren. Nicht, weil ich mich bei meiner Tochter unwohl fühle – mit ihr fühle ich mich immer wohl –, sondern wegen der angespannten Situation zwischen uns Erwachsenen.“
Ein Vorwurf, den er heute gelten lässt
Der schwerste Vorwurf steht in der Doku selbst: Yeliz Koc nennt Jimi Blue Ochsenknecht dort einen schlechten Vater. Nach Angaben des OK! Magazins mussten die Dreharbeiten zeitweise pausiert werden, weil es zwischen den beiden eine Auseinandersetzung gab.
Ochsenknecht wehrt sich nicht gegen den Vorwurf. Er räumt ihn ein:
„Dass ich mich nicht gut genug um Snow gekümmert habe. Diesen Vorwurf kann ich inzwischen auf jeden Fall nachvollziehen.“
Damit die beiden überhaupt wieder miteinander reden, hilft offenbar professionelle Begleitung. Ochsenknecht berichtet von einer Mediatorin: „Wir haben auch eine Mediatorin, die zwischen uns vermittelt hat. Wir sind da nicht immer auf einem Nenner, aber am Ende des Tages kommen wir immer wieder zusammen, verstehen uns auch wieder gut, lachen auch miteinander.“
Eigene Fehler statt Schuldzuweisungen
Auffällig ist, dass Ochsenknecht die Verantwortung bei sich sucht, statt sie zu verteilen. Berichte über verpasste Termine gibt es schon länger – etwa über den verpassten Flug und die kranke Tochter. Im Interview zählt er auf, was er anders machen würde:
„Ich hätte vieles anders gemacht. Vor allem wäre ich gerne durchgehend für Snow da gewesen, anstatt vor bestimmten Situationen und meinen eigenen Problemen zu flüchten.“
Als Konsequenz nennt er einen Schritt, den er sonst eher verschweigt: Er arbeitet mit einer Psychologin. „Rückblickend hätte ich mich viel früher um meine mentale Gesundheit kümmern müssen, anstatt mich zu verstecken“, sagt er. Fertig sei er damit nicht, er falle „hier und da in alte Muster zurück“, gebe aber sein Bestes.
Der Konflikt reicht über die Eltern hinaus
Die angespannte Lage hat eine öffentliche Vorgeschichte. In dem gemeinsamen Interview über Sorgerecht und Natascha Ochsenknecht verweigerte Yeliz Koc am 21. September jede Harmonie-Rhetorik: Sie äußerte Angst um Snow und nannte den Streit um das geteilte Sorgerecht sowie das zerrüttete Verhältnis zu Natascha Ochsenknecht als Kernkonflikte.
Bereits im April hatte Ochsenknecht öffentlich gemacht, dass er das geteilte Sorgerecht für seine Tochter beantragen will. Ausgetragen wird der Streit auch jenseits der Elternrolle, bis hinein in den Schlagabtausch zwischen Yeliz Koc und Natascha Ochsenknecht. Offen ist, ob der Streit nach so vielen Monaten dauerhaft befriedet ist.
Die Vorgeschichte seit Frühjahr 2026
- April 2026Antrag auf geteiltes Sorgerecht
Ochsenknecht macht öffentlich, dass er das geteilte Sorgerecht für Tochter Snow beantragen will.
- 16. September 2026Roter Teppich in München
Beide präsentieren gemeinsam die zweite Staffel von „Yeliz & Jimi – We Are Family?!“.
- 21. September 2026Eisiges gemeinsames Interview
Im GALA-Gespräch geht es um das Sorgerecht, die Instagram-Öffentlichkeit und Natascha Ochsenknecht.
- 22. September 2026Start der zweiten Staffel
Sechs wöchentliche Folgen laufen auf Sky, WOW, RTL+ und Sky One.
- 2. Oktober 2026Snows fünfter Geburtstag
Gemeinsame Feier im Disney-Motto: Ochsenknecht als Aladdin, Koc als Pocahontas.
- 8. Oktober 2026Interview bei OKmag.de
Ochsenknecht spricht über Angst vor Besuchen, eigene Fehler und die Mediatorin.
Ein Geburtstag als Gegenbeweis
Am 2. Oktober, wenige Tage vor der Veröffentlichung des Interviews, haben beide den fünften Geburtstag ihrer Tochter gemeinsam gefeiert – unter Disney-Motto, Ochsenknecht als Aladdin, Koc als Pocahontas. Für zwei Eltern, die über das Sorgerecht streiten, ist das ein bemerkenswertes Bild.
Ochsenknecht selbst sieht Fortschritte. Er sagt: „Das hat mich emotional manchmal zurückgeworfen. Mittlerweile bekommen wir das aber deutlich besser hin.“ Der Satz bezieht sich auf die Zeit nach den Streitigkeiten – und er lässt offen, wie viel davon schon Alltag ist.
Wie belastbar die Annäherung ist, entscheidet sich nicht in einem Interview, sondern im Alltag mit Snow – und an der Frage, wie das geteilte Sorgerecht künftig geregelt wird. Die zweite Staffel der Doku läuft derweil wöchentlich weiter; eine Entscheidung im Sorgerechtsstreit gibt es bislang nicht.
