Susanne Daubner narrt das Netz – Ragebait ist Jugendwort 2026
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Wort des Jahres

Susanne Daubner narrt das Netz – Ragebait ist Jugendwort 2026

Die Tagesschau-Sprecherin brach am 9. Oktober die erwartete Verkündung ab und verwies auf den nächsten Tag. Am 10. Oktober führte sie das Siegerwort selbst vor: Ragebait setzte sich mit 36,5 Prozent gegen Peak und Crashout durch.

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Susanne Daubner (65) ließ das Netz am 9. Oktober mit einem Clip über das Jugendwort rätseln – die Auflösung folgte am nächsten Tag. Das Ergebnis der Jugendwort-Wahl 2026 heißt „Ragebait“.

Der Langenscheidt-Verlag verkündete das Ergebnis am Samstag, 10. Oktober 2026, auf der Frankfurter Buchmesse. In der Endabstimmung kam „Ragebait“ auf 36,5 Prozent der Stimmen, „Peak“ auf 33,8 und „Crashout“ auf 29,7 Prozent — die Abstimmungsergebnisse beim Spiegel.

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„Ragebait“ heißt wörtlich übersetzt „Wutköder“. Gemeint sind Online-Inhalte, die absichtlich Empörung, Polemik und Aufregung auslösen, um Kommentare, Shares und Reichweite zu erzeugen. Bereits 2025 hatte die Oxford University Press „ragebait“ zu ihrem englischen Wort des Jahres gekürt.

Stimmenanteile der Top 3 beim Jugendwort 2026

Endabstimmung der Onlinewahl von Langenscheidt

Quelle: Langenscheidt/PONS, Oktober 2026

Die Verkündung, die keine war

Am Freitag, 9. Oktober, veröffentlichte die „Tagesschau“ auf Instagram einen Clip, in dem Daubner die erwartete Verkündung abbricht. Statt des Siegerworts liest sie ihren Kalender vor und verweist auf das erst für den 10. Oktober geplante Datum. Der Clip wirkte wie ein Hinweis auf das Siegerwort — aufgelöst wurde er erst am nächsten Tag.

„In meinem Kalender steht es auch weiterhin richtig: 9. Oktober Gundula-Gause-Cosplay. 10. Oktober Jugendwort. 11. Oktober GTA-VI-Überraschungsrelease“, sagt sie in dem Clip. Zum Schluss kündigt sie an: „Ich komme morgen noch mal. Aber vielleicht wisst ihr es ja jetzt schon.“

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Ragebait, selbst vorgeführt

Einen Tag später löste Daubner in einem zweiten Video auf — und führte die Bedeutung ihres Wortes gleich selbst vor. Mit Sätzen über Skinny Jeans, Pumpkin Spice Latte, Anime und die Jugendwort-Wahl erzeugte sie genau die Empörung, die „Ragebait“ beschreibt.

„Wer immer noch Skinny Jeans trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
Susanne Daubner, Tagesschau-Sprecherin

Auch die eigene Zunft nahm sie aufs Korn: „Jugendwörter sind übrigens völliger Quatsch, niemand redet so“, sagte Daubner, die das Jugendwort seit 2021 verkündet. Die Verkündung war damit selbst zu dem geworden, was das Wort beschreibt — ein Köder für Empörung.

Eine Million Jugendliche stimmten ab

Die Entscheidung fiel über Monate. Ende Juli 2026 stellte Langenscheidt die Top 10 der Jugendwort-Kandidaten 2026 vor, Ende August blieb die Top 3 übrig: „Crashout“, „Ragebait“ und „Peak“.

Der Weg zum Jugendwort 2026

  1. Mai 2026
    Vorschläge gesucht

    Jugendliche können ab Ende Mai eigene Begriffe für das Jugendwort des Jahres 2026 einreichen.

  2. 28. Juli 2026
    Top 10 vorgestellt

    Langenscheidt veröffentlicht die zehn Kandidaten für das Jugendwort 2026.

  3. Ende August 2026
    Top 3 steht fest

    Übrig bleiben „Crashout“, „Ragebait“ und „Peak“.

  4. 9. Oktober 2026
    Verkündung abgebrochen

    Susanne Daubner bricht die erwartete Verkündung ab und verweist auf den nächsten Tag.

  5. 10. Oktober 2026
    Ragebait gewinnt

    Auf der Frankfurter Buchmesse wird „Ragebait“ zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt.

Seit dem Kampagnenstart beteiligten sich rund eine Million Jugendliche zwischen elf und 20 Jahren. Wie viele Stimmen in der Endrunde zusammenkamen, veröffentlichte der Verlag nicht — wie breit die 36,5 Prozent für „Ragebait“ wirklich tragen, lässt sich an den Zahlen deshalb nicht ablesen.