Telefonjoker bei „Wer wird Millionär?“ sagt nur „Ciao!“ und legt auf
Bei der 2.000-Euro-Frage über Schwerte zieht Marco Schwarz den Telefonjoker – sein Vater antwortet korrekt, mag aber nicht plaudern und legt mit einem „Ciao!“ auf. Im Studio bricht Gelächter aus, auch Günther Jauch schmunzelt. Am Ende steigt Schwarz mit 20.000 Euro aus.
Ein einziges Wort beendete das Gespräch: Im Finale der „3-Millionen-Euro-Woche“ bei „Wer wird Millionär?“ wollte Kandidat Marco Schwarz am Telefon noch ein paar private Sätze mit seinem Vater wechseln. Der sagte nur „Ciao!“ – und im Studio brach Gelächter aus.
Es war die 2.000-Euro-Frage am Abend des 8. Oktober, für die Schwarz den Telefonjoker zog. Gefragt war nach den Einwohnern der Stadt Schwerte. Sein Vater lieferte die Vorlage: „Da gibt es einen Ort namens Schwerte.“ Danach wollte der Sohn plaudern: „Klar und deutlich. Und sonst? Wie läuft es zu Hause?“
Eine Antwort darauf gab es nicht. Der Vater legte auf. Auch Moderator Günther Jauch (70) schmunzelte über den abrupten Abschied – Jauchs Reaktion auf das Joker-Telefonat fiel milde aus. Seine Erklärung hatte er sofort parat:
„Solche Dialoge kenne ich ...“
Günther Jauch, Moderator von „Wer wird Millionär?“
Von 64.000 auf 16.000 Euro
Für Schwarz war das Finale der Abschluss einer holprigen Woche. Schon in der Vorrunde am 5. Oktober lag er bei der 1.000-Euro-Frage zum Parkettwischen falsch – Jauch griff ein und half ihm auf die richtige Spur. Sein Gewinn fiel danach von 64.000 auf 16.000 Euro.
Über die Sicherheitsvariante mit drei Jokern kam er trotzdem ins Finale. Die Themenwoche hatte RTL nach Altersgruppen sortiert: Am 6. Oktober spielten Kandidaten der Generation Ü30, am 7. Oktober Rentnerinnen und Rentner – an diesem Abend erspielte Heidi Aster 32.000 Euro.
Marco Schwarz' Gewinn in der 3-Millionen-Euro-Woche
Höchststand in der Vorrunde, Stand nach der Sicherheitsvariante, Ausstieg im Finale
Vier Joker, dann Schluss bei 20.000 Euro
Im Finale setzte Schwarz alles ein, was ihm geblieben war: Er verbrauchte alle vier Joker. Als 20.000 Euro auf dem Tableau standen, stieg er aus, statt weiter zu riskieren. Der Telefonjoker, an dem sein Vater so kurz angebunden war, war da längst verbraucht.
Wie riskant das Spiel in dieser Woche war, zeigte einen Tag später ein anderer Joker: Gabriele Schmickls Absturz durch einen falschen Zusatzjoker-Tipp kostete 15.500 Euro. Ein Zuschauer aus dem Publikum war sich sicher, es seien die Toten Hosen – richtig gewesen wären Die Prinzen.
Umfrage
Lädt
Schwerte reagiert auf die Quizfrage
In Schwerte blieb die Quizfrage nicht unbeachtet. Bürgermeister Dimitrios Axourgos postete sie auf Instagram, der städtische Kanal teilte den Beitrag in einer Story. Wie die Ruhr Nachrichten zur Quizfrage aus Schwerte berichteten, rückte die Stadt dadurch unerwartet in den Fokus.
Für Schwarz endete der Abend bei 20.000 Euro, für Schwerte blieb eine Quizfrage, über die danach überregional berichtet wurde. Ob die Stadt daraus mehr Besucher zieht, kann niemand garantieren – und ob Schwarz' Vater beim nächsten Anruf länger am Telefon bleibt, weiß der Sohn bis heute nicht.