Papst Leo XIV. muss sich an der Lunge operieren lassen. Beim Angelusgebet auf dem Petersplatz kündigte der 71-Jährige am Sonntag an, dass Ärzte bei ihm einen Knoten entdeckt haben. Der Eingriff soll schon in den nächsten Tagen erfolgen – an seiner Südamerikareise im November will er festhalten.
Über den Befund sprach der Papst selbst, vor den Gläubigen auf dem Platz.
„Die Ärzte haben bei mir einen Knoten in der Lunge entdeckt, der sich im Anfangsstadium befindet und gut lokalisiert ist.“
Noch am Sonntag bestätigte der Vatikan die Ankündigung und nannte erste Eckdaten. Wie aus dem Bericht der Tagesschau zur geplanten Operation hervorgeht, ist der Eingriff für Anfang der kommenden Woche angesetzt. Danach ist rund eine Woche Genesung vorgesehen.
Eingriff Anfang der Woche im Gemelli-Krankenhaus
Als Ort gilt das Gemelli-Krankenhaus in Rom, das traditionell als „Krankenhaus der Päpste“ gilt. Dort soll der Knoten entfernt werden, den die Ärzte nach Angaben des Papstes bei einer Untersuchung gefunden haben.
Die Entscheidung für den Eingriff traf der Papst nach eigener Darstellung auf den Rat der Ärzte hin. Er sagte:
„Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht. Und daher habe ich mich auf ihren Rat hin entschlossen, mich operieren zu lassen, um ihn entfernen zu lassen. Der Eingriff ist bereits für die nächsten Tage geplant.“
An der Südamerikareise hält der Papst fest
Die Operation ändert nichts an dem Reiseplan. Vom 6. bis 17. November 2026 will der Papst nach Uruguay, Argentinien und Peru reisen. Der Vatikan bereitet den Pastoralbesuch vor.
In seiner Ansprache bekräftigte der Papst die Reise und bezog die Gläubigen in Peru ausdrücklich ein. Er sagte:
„Danke für euer Gebet für meinen bevorstehenden Pastoralbesuch in Peru.“
Zwischen dem geplanten Klinikaufenthalt und dem Abflug liegen nur gut drei Wochen. Ob der Papst die Reise wie geplant antreten kann, ließ der Vatikan am Sonntag offen.
Meloni drückt Verbundenheit aus
Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni äußerte sich am Sonntag und drückte dem Papst ihre Verbundenheit aus.
Der Papst führt die katholische Kirche seit Mai 2025. Er ist der erste Pontifex aus den USA und der Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus.
Wie es nach dem Eingriff weitergeht
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Leo XIV. international stark präsent war. Im September und Oktober 2026 reiste er nach Frankreich, feierte in Paris eine große Messe mit hunderttausenden Teilnehmern und besuchte Lourdes.
Mit der Operation fällt der Papst für rund eine Woche aus dem öffentlichen Programm. Nach dem Klinikaufenthalt will er die Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru antreten.
Von der Papstwahl bis zur geplanten Südamerikareise
- Mai 2025Robert Francis Prevost wird als Leo XIV. zum Papst gewählt
Er ist der erste Pontifex aus den USA und Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus.
- September/Oktober 2026Reise nach Frankreich
Der Papst feiert in Paris eine große Messe mit hunderttausenden Teilnehmern und besucht Lourdes.
- 11. Oktober 2026Ankündigung beim Angelusgebet
Auf dem Petersplatz sagt der Papst, bei ihm sei ein Knoten in der Lunge entdeckt worden. Der Eingriff sei für die nächsten Tage geplant.
- 11. Oktober 2026Der Vatikan präzisiert
Sprecher Matteo Bruni nennt für den Eingriff den Anfang der kommenden Woche; als Ort gilt das Gemelli-Krankenhaus in Rom, nach dem Eingriff ist rund eine Woche Genesung vorgesehen.
- 11. Oktober 2026Reaktion aus der italienischen Regierung
Regierungschefin Giorgia Meloni drückt dem Papst ihre Verbundenheit aus.
- ab 12. Oktober 2026Geplanter Operationstermin
Im Anschluss an den Eingriff ist ein rund einwöchiger Klinikaufenthalt vorgesehen.
- 6. bis 17. November 2026Geplante Pastoralreise
Der Papst will nach Uruguay, Argentinien und Peru reisen; die Ausführung ist nach der Operation offen.
Offen bleibt, ob die Ärzte dem Papst die Reise im November freigeben und wie sich der Terminkalender des Vatikans nach dem Eingriff verschiebt. Antworten darauf wird es frühestens nach der Operation geben.
