Sarah Kuttner nennt Brustkrebsdiagnose nach Lesungsabsage
Bei Sarah Kuttner (47) wurde Brustkrebs festgestellt. Die Diagnose machte sie in ihrem Podcast publik – zwei Tage, nachdem sie ihre komplette Lesereise zu „Mama & Sam“ ersatzlos abgesagt hatte.
Sarah Kuttner (47) hat Brustkrebs. Die Diagnose machte die Moderatorin und Autorin am 14. Oktober in einer neuen Folge ihres Podcasts „Das kleine Fernsehballett“ publik – zwei Tage, nachdem sie ihre komplette Lesereise zu ihrem Roman „Mama & Sam“ ersatzlos abgesagt hatte.
Der Tumor sitzt in ihrer rechten Brust und misst drei Zentimeter, wie der Bericht zur Brustkrebsdiagnose nach der Vorsorge beschreibt. Kuttner nennt den Befund einen „mittelschweren“ Krebs. Körperliche Beschwerden verspürt sie nach eigenen Angaben derzeit nicht.
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Zwischen Absage und Offenlegung lagen zwei Tage voller Spekulation. Am 12. Oktober strich Kuttner alle anstehenden Lesungen „aus gesundheitlichen Gründen“ – ohne Begründung. Am 13. Oktober berichteten zahlreiche Medien über einen Krebsverdacht; Kuttner selbst schwieg weiter und löste das erst am 14. Oktober im Podcast auf.
Zufallsbefund bei der Routine-Vorsorge
Auslöser war eine Routine-Krebsvorsorge bei ihrer Frauenärztin Ende September 2026. Auf den auffälligen Befund folgten eine Mammografie und eine Biopsie mit fünf Gewebeproben. Beim Warten auf den Befund nach der Biopsie rechnete sie am 5. Oktober mit Gewissheit bis zum Freitag.
Die Reaktion ihrer Frauenärztin gibt Kuttner mit einem einzigen Wort wieder: „Um es mit den Worten meiner Frauenärztin zu sagen: ‚Scheiße!‘“ Operationen, weitere Untersuchungen und eine mögliche Chemotherapie werden jetzt geplant – ein konkreter Behandlungsplan steht noch nicht.
„Ich habe mir einen kleinen Brustkrebs eingefangen. Es ist ein mittelschwerer. Es ist ein richtig schönes Mittelmaß.“
Sarah Kuttner, Moderatorin und Autorin
Alle Lesungen ersatzlos gestrichen
Öffentlich sichtbar wurde die Krise zuerst als Absagewelle: Am 12. Oktober teilte Kuttner mit, sie müsse alle anstehenden Lesungen zu „Mama & Sam“ ersatzlos ausfallen lassen. „Bitte verzeiht!“, schrieb sie. Betroffen waren Termine in Hamburg, Dortmund, Potsdam, Düsseldorf und Erlangen; Tickets werden erstattet.
Nur fünf Tage zuvor hatte sie in Osterburg noch gelesen – wie geplant, allerdings ohne anschließendes Signieren. Eine Lesung beim Göttinger Literaturherbst am 4. Oktober hatte sie dagegen schon abgesagt.
Von der Vorsorge zur Diagnose
29./30. September 2026
Auffälligkeit bei der Krebsvorsorge
Bei einer Routine-Vorsorge bei ihrer Frauenärztin wird bei Kuttner eine Auffälligkeit entdeckt. Eine Lesung beim Göttinger Literaturherbst am 4. Oktober sagt sie ab.
5./6. Oktober 2026
Mammografie und Biopsie
Kuttner berichtet von einer Mammografie und einer Biopsie mit fünf Gewebeproben und wartet auf das Laborergebnis.
7. Oktober 2026
Lesung in Osterburg findet statt
Ihr Auftritt bei den Osterburger Literaturtagen aus „Mama & Sam“ läuft wie geplant; auf das anschließende Signieren verzichtet sie.
12. Oktober 2026
Alle Lesungen abgesagt
Kuttner sagt alle anstehenden Termine zu „Mama & Sam“ „aus gesundheitlichen Gründen“ ersatzlos ab. Tickets werden erstattet.
13. Oktober 2026
Medien berichten über Krebsverdacht
Zahlreiche Medien greifen die abgesagte Lesetour und den offenen Krebsverdacht auf.
14. Oktober 2026
Diagnose im Podcast publik
Im Podcast „Das kleine Fernsehballett“ nennt Kuttner den Befund: einen drei Zentimeter großen Tumor in ihrer rechten Brust.
Podcast läuft trotzdem weiter
Den Podcast „Das kleine Fernsehballett“, den sie mit dem Journalisten Stefan Niggemeier aufnimmt, will Kuttner trotz der Erkrankung fortsetzen. Die Diagnose machte sie dort am 14. Oktober selbst publik – nicht über eine Agentur, sondern in eigener Stimme.
Offen ist vor allem, wann die Behandlung beginnt. Derzeit fühlt sich Kuttner nach eigener Aussage beschwerdefrei; der Behandlungsplan entsteht erst. Ob und wann sie wieder auf der Bühne steht, hängt davon ab – und ob die abgesagten Lesungen zu „Mama & Sam“ irgendwann nachgeholt werden.