Joachim Llambi vergibt laut RTL die wenigsten Jury-Punkte
Joachim Llambi behauptet, er habe in der 19. „Let's Dance“-Staffel die zweitmeisten Jury-Punkte vergeben – nicht Motsi Mabuse. RTL lässt die Wertungen nachrechnen und macht den Juror zum Schlusslicht: 1053 Punkte gegen 1144 für Mabuse und 1169 für Jorge González.
Joachim Llambi (62) behauptet, in der vergangenen „Let's Dance“-Staffel die zweitmeisten Jury-Punkte vergeben zu haben – nicht Motsi Mabuse (45). RTL hat die Wertungen der 19. Staffel nachrechnen lassen, und das Ergebnis widerspricht dem Juror deutlich: Nicht Rang zwei, sondern der letzte Platz in der eigenen Jury steht für ihn zu Buche.
Ausgelöst hat die Überprüfung ein Interview, das Llambi dem Magazin „Die Aktuelle“ gegeben hat. Darin stellte er seine Bilanz ausdrücklich über die seiner Jurykollegin Mabuse. Beide sitzen seit Jahren neben Jorge González am Jurypult der RTL-Tanzshow; Motsi Mabuse gehört der Jury seit 2011 an.
„Wenn Sie mal die Punkte von uns dreien in der letzten Staffel addieren, dann hat Jorge zwar die meisten Punkte gegeben. Aber, Sie wundern sich – ich die zweitmeisten! Nicht Motsi Mabuse.“
Joachim Llambi, Juror bei „Let's Dance“
Die Nachrechnung geht auf eine Anfrage der Abendzeitung München zurück. RTL ließ die Wertungen der abgelaufenen Staffel auswerten und legte die Summen am 15. Oktober vor. Der Widerspruch gegen Llambis Aussage über Motsi Mabuse fällt nach Angaben des Senders eindeutig aus.
RTL zählt González vorn, Llambi hinten
Nach den von RTL nachgeprüften Gesamtpunkten der Jury vergab Jorge González in der 19. Staffel 1169 Punkte, Motsi Mabuse 1144 und Joachim Llambi 1053. Der Juror, der die zweitmeisten Punkte für sich reklamiert hatte, bildet damit nicht nur hinter González, sondern auch hinter Mabuse das Schlusslicht.
Jury-Punkte in der 19. „Let's Dance“-Staffel
So viele Punkte vergaben die drei Juroren über die ganze Staffel
Quelle: RTL, nach einer Anfrage der Abendzeitung München
Wie deutlich der Abstand ausfällt, zeigen die Differenzen: Auf Mabuse fehlen Llambi 91 Punkte, auf González sogar 116. Zwischen den beiden Führenden liegen dagegen nur 25 Punkte.
Die Zahlen betreffen die komplette 19. Staffel, die am 29. Mai 2026 mit dem Finale im Kölner Coloneum endete. Siegerin wurde Anna-Carina Woitschack mit Profitänzer Evgeny Vinokurov. Llambis Interview-Aussage bezog sich auf genau diese Wertungen.
Beim Publikum liegt Mabuse deutlich vorn
Auch das Publikum sah Mabuse vorn. In einer nicht repräsentativen WhatsApp-Umfrage des TV-Magazins TV Spielfilm während der Staffel entfielen 320 von 430 Stimmen (74,4 Prozent) auf sie. Auf Llambi kamen 63 Stimmen (14,7 Prozent), auf González 47 Stimmen (10,9 Prozent).
Llambi lässt die Zahlen nicht gelten und verweist auf die Arbeit der Jury. Der Juror erklärt den Unterschied zum Publikum damit, dass die drei das Geschehen im Studio live und dreidimensional sehen – und deshalb weniger nach Sympathie urteilen als der Zuschauer:
„Die Jury geht schon fachlich vor. Wie ist das Tanzen? Darüber hinaus sieht die Jury das Geschehen im Studio live und dreidimensional. Der Zuschauer sieht ja nicht immer alles. Deshalb urteilt der Zuschauer mehr aus Sympathie als wir in der Jury.“
Joachim Llambi, Juror bei „Let's Dance“
Auf der Live-Tour fällt die Wertung weg
Ab November 2026 ändert sich die Rolle der Jury ohnehin: Auf der „Let's Dance“-Live-Tour kommentieren die Juroren nur noch, Punkte werden nicht mehr vergeben. Motsi Mabuse fehlt bei sechs Terminen der Tour – dort übernimmt Isabel Edvardssons Vertretung für Motsi Mabuse.
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Offen ist, ob Llambi die nachgerechneten Zahlen anerkennt oder bei seiner Version aus dem Interview bleibt. RTL hat seine Auszählung vorgelegt, die Antwort liegt beim Juror. Auf der Live-Tour ab November fällt die Wertung ohnehin weg: Dort kommentiert die Jury nur, statt Punkte zu vergeben.