Goman-Clan in Leverkusen steht nach Anschlägen unter Polizeischutz
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Personenschutz

Goman-Clan in Leverkusen steht nach Anschlägen unter Polizeischutz

Nach einem Brandanschlag auf die Leverkusener Türmchenvilla und einer abgelegten Granate stehen Clanchef Jan Goman (72) und mehrere Angehörige unter Polizeischutz. Goman bestätigt den Schutz – und droht möglichen Angreifern offen.

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Nach zwei Anschlägen auf sein Anwesen in Leverkusen-Schlebusch steht Jan „Moro“ Goman (72) unter Polizeischutz. Die Drohung an die unbekannten Täter hat der Clanchef bereits ausgesprochen.

Erst standen uniformierte Beamte vor dem Haus, später übernahmen Polizisten in einem Zivilfahrzeug den Schutz – so schildert es der Bericht über den Polizeischutz für den Goman-Clan vom 15. Oktober. Geschützt werden nach diesen Angaben auch mehrere Angehörige des 72-Jährigen.

„Sollen die kommen, ich knall’ die ab!“
Jan Goman, Clanchef der Großfamilie Goman

Feuer um zwei Uhr, Granate Anfang Oktober

Ein Unbekannter legte in der Nacht zum 24. September 2026 gegen kurz vor 2 Uhr Feuer im Eingangsbereich der rund 500 Quadratmeter großen „Türmchenvilla“ in der Haydnstraße 29. Die Bewohner löschten die Flammen selbst, mit einem Gartenschlauch – so steht es im Bericht zur Brandstiftung an der Türmchenvilla.

In der Nacht zum 4. Oktober legte jemand eine Handgranate vor dem Haus ab. Sie erwies sich als nicht zündfähige Übungshandgranate; eine Gefahr für die Bewohner bestand nicht.

Die Täter sind bis heute flüchtig. Die Polizei fahndet weiter nach den Tätern.

Polizei Köln lässt Motiv und Zusammenhang offen

Die Polizei Köln machte weder Angaben zu möglichen Motiven noch zu einem Zusammenhang der beiden Anschläge. Auch zu den Schutzmaßnahmen äußerte sie sich nicht: Sie wollte sie weder bestätigen noch dementieren.

Damit schützt der Staat eine Familie, gegen die er selbst ermittelt. Im Mai 2026 ordnete das Landgericht Köln die Einziehung von vier Immobilien und zwei Fahrzeugen an, die mit gewaschenem Geld bezahlt worden sein sollen.

Anfang Juni 2026 durchsuchten Kripo und Bereitschaftspolizei drei Wohnungen in Opladen und Küppersteg, sicherten Mobiltelefone und verbotene Waffen. Die Razzia richtete sich gegen mutmaßliche Rädelsführer nach dem brutalen Angriff auf Polizisten in der Nacht zum Ostermontag.

Am 6. April 2026 war in der Shisha-Bar „Views“ in Leverkusen-Opladen die Feier zur Haftentlassung von Michael Goman eskaliert. Drei Polizisten wurden verletzt, eine 29 Jahre alte Kommissarin verlor durch einen Flaschenwurf mehrere Zähne.

Von der Fehde 2011 bis zum Polizeischutz 2026

  1. Juli 2011
    Brandanschlag in der Carl-Leverkus-Straße

    Molotow-Cocktails treffen ein von der Großfamilie bewohntes Haus. Das Landgericht verurteilt den Haupttäter später zu elf Jahren und neun Monaten Haft.

  2. 6. April 2026
    Eskalation in der Shisha-Bar „Views“

    In der Nacht zum Ostermontag eskaliert in Leverkusen-Opladen die Feier zur Haftentlassung von Michael Goman. Drei Polizisten werden verletzt, eine 29-jährige Kommissarin verliert durch einen Flaschenwurf mehrere Zähne.

  3. Mai 2026
    Landgericht ordnet Einziehung an

    Das Landgericht Köln ordnet die Einziehung von vier Immobilien und zwei Fahrzeugen der Familie an, die mit gewaschenem Geld bezahlt worden sein sollen.

  4. 5. Juni 2026
    Razzia in Opladen und Küppersteg

    Kripo und Bereitschaftspolizei durchsuchen drei Wohnungen und stellen Mobiltelefone sowie verbotene Waffen sicher.

  5. 24. September 2026
    Feuer in der Türmchenvilla

    Ein Unbekannter legt im Eingangsbereich des Hauses in der Haydnstraße 29 Feuer. Die Bewohner löschen die Flammen mit einem Gartenschlauch.

  6. 4. Oktober 2026
    Granate vor dem Haus

    Vor dem Anwesen wird eine Handgranate abgelegt. Sie stellt sich als nicht zündfähige Übungshandgranate heraus, eine Gefahr bestand nicht.

  7. 15. Oktober 2026
    Polizeischutz bestätigt

    Die Bild-Zeitung berichtet, dass Jan Goman und Angehörige unter Polizeischutz stehen. Goman bestätigt den Schutz.

Waffenschein, Belohnung, deutliche Worte

Goman bestätigt den Polizeischutz selbst – und bedankt sich dafür.

„Nicht ich, die Polizei hat den Schutz für uns angeordnet, wofür wir sehr dankbar sind.“
Jan Goman, Clanchef der Großfamilie Goman

Angst vor weiteren Angriffen will der Clanchef nicht haben. „Ich habe vor gar keinem Angst, nur vor Gott“, sagte er der Bild-Zeitung. Nach eigenen Angaben besitzt er einen Waffenschein und mehrere Schusswaffen.

Wie lange der Schutz bleibt

Für Hinweise auf die Täter setzt Goman 10.000 Euro Belohnung aus. Beim ersten Anschlag Ende September hatte die Polizei noch betont, nicht dauerhaft vor der Villa postiert zu sein – drei Wochen später steht die Familie unter Personenschutz.

Wie lange die Beamten bleiben und ob sie weitere Anschläge erwarten, hat die Polizei nicht mitgeteilt. Offen ist damit auch, ob es zu einem dritten Angriff auf das Anwesen kommt.

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