Charlotte Crosby (36) hat zum zweiten Mal in fünf Monaten ein Kind verloren. Am Freitag, dem 16. Oktober 2026, machte die frühere „Geordie Shore“-Darstellerin öffentlich, dass ihre Schwangerschaft in der achten Woche ohne Herzschlag endete – eine stille Fehlgeburt, die nur der Ultraschall zeigte.
Der positive Test lag da erst wenige Wochen zurück. „Letzten Monat bekamen wir die Nachricht, auf die wir gehofft hatten“, schrieb Crosby. Die Schwangerschaft sei von Beginn an von Angst überschattet gewesen, weil sie im Frühjahr 2026 bereits ein Kind verloren hatte.
Mit ihrem Verlobten Jake Ankers und den gemeinsamen Töchtern habe sie die Wochen zwischen den Arztterminen mit Ausflügen gefüllt, schrieb sie. Das Paar habe bereits „das Leben als Familie zu fünft“ vor sich gesehen, Pläne für die Ansage an die Mädchen gemacht und über Namen nachgedacht.
Ein Herzschlag in Woche sechs, Stille in Woche acht
Beim ersten Scan in der sechsten Schwangerschaftswoche – „das waren unsere sechs Wochen und fünf Tage“ – war der Herzschlag zu sehen. Für das Paar war das ein Markstein, weil die vorangegangene Schwangerschaft dieses Stadium nie erreicht hatte: „In unserer letzten Schwangerschaft haben wir diese Phase nicht erreicht, deshalb war dieser Scan eine große Erleichterung, und wir haben uns beide ein wenig entspannt.“
Wie die Independent über die zweite Fehlgeburt berichtet, sagte das Personal beim Acht-Wochen-Scan den Satz, den Crosby zitiert: „Es tut mir so leid, das Herz des Babys hat aufgehört zu schlagen.“ Sie beschreibt den Moment so: „Es fühlte sich an, als hätte uns jemand die Herzen aus der Brust gerissen. Wir haben ein weiteres Baby verloren, eine weitere stille Fehlgeburt.“
Eine stille Fehlgeburt verläuft laut NHS ohne äußere Symptome und fällt nur beim Ultraschall auf. Die Wohltätigkeitsorganisation Tommy’s schätzt rund 250.000 Fehlgeburten pro Jahr in Großbritannien; etwa jede fünfte Schwangerschaft endet so.
Der zweite Verlust binnen fünf Monaten
Im März 2026 hatte Crosby erfahren, dass sie mit ihrem dritten Kind schwanger war; im Mai machte sie die Fehlgeburt öffentlich. Ihr Körper habe die nicht intakte Schwangerschaft nicht von selbst losgelassen, berichtete sie damals. Nach einer Ausschabung entwickelte sie eine Infektion mit starken Schmerzen, die mit Antibiotika behandelt werden musste – wie GB News berichtet.
Crosby und Ankers sind seit 2022 ein Paar und seit Oktober 2023 verlobt. Tochter Alba kam im Oktober 2022 zur Welt, Pixi Anfang 2025. 2016 hatte Crosby eine lebensbedrohliche Eileiterschwangerschaft erlitten; ihr wurden der rechte Eileiter und ein Eierstock entfernt, laut Ärzten hätte sie sterben können.
Von der Eileiterschwangerschaft zur zweiten stillen Fehlgeburt
- 2016Lebensbedrohliche Eileiterschwangerschaft
Crosby verliert ihren rechten Eileiter und einen Eierstock.
- Oktober 2022Tochter Alba wird geboren
Es ist das erste Kind von Crosby und Jake Ankers.
- Anfang 2025Tochter Pixi kommt zur Welt
Das Paar hat nun zwei Töchter.
- März 2026Dritte Schwangerschaft bestätigt
Crosby erfährt, dass sie erneut schwanger ist.
- Mai 2026Erste stille Fehlgeburt wird öffentlich
Crosby spricht über Ausschabung und eine anschließende Infektion.
- 15. Oktober 2026Wave of Light
Am Abend des Gedenktermins schreibt Crosby, alles habe sich so schwer angefühlt.
- 16. Oktober 2026Zweite stille Fehlgeburt öffentlich
Crosby berichtet, das Herz des Babys habe in der achten Woche aufgehört zu schlagen.
Kinderwunsch gegen die Angst
Den Kern ihres Textes bildet ein Dilemma, das Crosby offen benennt: „Wir würden unsere Familie absolut gerne vergrößern.“ Zugleich steht die Furcht davor, den Schmerz ein drittes Mal zu erleben: „Die Angst, diesen Herzschmerz noch einmal zu fühlen, ist furchteinflößend.“ Ihre Zukunft beschreibt sie als ungewiss.
Auslöser der Veröffentlichung war die „Wave of Light“, der weltweite Gedenktermin zum Abschluss der Baby Loss Awareness Week, am Abend zuvor. „Gestern Abend war alles einfach nur schwer. Die Traurigkeit war schwer. Der Herzschmerz war schwer“, schrieb sie. Sie habe sich bis dahin die Verarbeitung nicht zugestanden.
Ihren Töchtern widmet Crosby einen eigenen Abschnitt. Alba, drei Jahre alt, und die rund 20 Monate alte Pixi seien „das größte Geschenk“, das sie je bekommen habe; sie habe beide „diese letzte Woche so fest gehalten, wie ich es nicht erklären kann“. Die beiden wären „die besten, fürsorglichsten großen Schwestern“ geworden.
Solidarität aus dem Show-Umfeld
Crosby begründet ihre Offenheit damit, dass sie seit 16 Jahren ihr ganzes Leben mit ihren Followern teile; das Formulieren ihrer Gefühle helfe ihr, sie nicht in sich hineinzufressen. Andere Prominente machen Ähnliches öffentlich: Im August wurde Emmas Babyverlust und ihre Bitte um Respekt bekannt, ebenfalls in diesem Jahr Sarah Richmonds Weg zum dritten Kind.
Unter Crosbys Beitrag sammelten sich Solidaritätsbekundungen aus dem Umfeld der Show, über die auch Yahoo News UK berichtet. Die „Geordie Shore“-Kolleginnen Sophie Kasaei und Holly Hagan-Blyth schrieben, Crosby sei „so stark und die beste Mama für diese wunderschönen Mädchen“. Auch Paris Fury, Ehefrau des Boxers Tyson Fury, äußerte sich unterstützend.
Wie es für die Familie weitergeht, ist damit offen. Crosby schließt einen dritten Versuch nicht aus, einen Zeitplan nennt sie nicht. „Ich bin nicht sicher, wo wir von hier aus hingehen, und die Zukunft fühlt sich ein wenig unsicher an“, schreibt sie – und richtet sich an Betroffene: „Und wenn du etwas Ähnliches durchmachst: Du bist nicht allein.“
