Tommy Pedroni wird Sekunden nach seinem K.o.-Sieg angegriffen
Bild: KI-generiert
Fame Fighting 4

Tommy Pedroni wird Sekunden nach seinem K.o.-Sieg angegriffen

Bei Fame Fighting 4 in Essen schlägt Tommy Pedroni Lorik Bunjaku in der zweiten Runde k.o. – kurz darauf stürmt der Bruder des Verlierers in den Ring und geht Pedronis Team an.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Tommy Pedroni (31) gewinnt in Essen durch K.o. in der zweiten Runde – und wird Sekunden später selbst angegriffen. Der Bruder seines Gegners Lorik Bunjaku (30) stürmte nach dem Kampf in den Ring und ging Pedronis Ecke an.

Es war der siebte von neun Kämpfen bei „Fame Fighting 4“ in der ausverkauften Grugahalle am 17. Oktober, kurz vor 22 Uhr. Rund 6.000 Zuschauer sahen das Duell zweier Reality-Stars, die sich seit Monaten öffentlich befehdeten. Der Abend endete nicht mit dem Niederschlag, sondern mit einer Rangelei.

Der Mann, der da in den Ring rannte, trug ein weißes T-Shirt. Sein Name ist nicht öffentlich bekannt – er trat an diesem Abend ausschließlich als Bruder des Verlierers in Erscheinung.

Ein einziger Treffer beendet den Kampf

Bunjaku begann offensiv und holte in der ersten Runde zu einem wilden Schwinger aus. Pedroni suchte mit Beinarbeit und einer Rechts-links-Kombination die Kontrolle, immer wieder musste der Ringrichter die beiden aus Clinches trennen.

In der zweiten Runde traf Bunjaku zunächst hart, als Pedroni sich nach vorn duckte. Kurz darauf kam die Rechte des Franzosen durch – Bunjaku ging völlig benommen zu Boden, der Kampf war vorbei.

Für seinen Einlauf hatte Pedroni den „Sandmann“ gewählt, nach dem K.o. machte er in seiner Ecke das Gute-Nacht-Zeichen. Es war sein vierter Sieg im vierten Fame-Fighting-Kampf, alle vier vorzeitig. Veranstalter Eugen Lopez überreichte ihm dafür einen Gürtel.

Der Verlierer nahm die Niederlage ungewöhnlich gefasst. „Ich hatte vor sechs Wochen das erste Mal einen Boxhandschuh in der Hand gehabt – dafür habe ich es gut gemacht“, sagte Bunjaku, der an diesem Abend seinen ersten Boxkampf überhaupt bestritt.

Wilde Schläge, dann wird der Bruder gestellt

Was folgte, schilderte die Bild-Zeitung als Prügel-Skandal: Es kam zu wilden Schlägen und einer Rudelbildung mehrerer Beteiligter, wie BILD über den Prügel-Skandal berichtet. Erst nach einigen Sekunden konnte der völlig aufgebrachte Mann gestellt werden, dann wurde er des Rings verwiesen.

Der Liveticker von TAG24 protokollierte die Szene um 21.52 Uhr unter der Überschrift „Beef nach dem Kampf im Ring“. Der Bruder sei in Richtung von Pedronis Ecke gerannt, „sodass die Situation kurzzeitig zu eskalieren drohte“ – so beschreibt es SOL.DE.

Umfrage
Lädt

Der Streit begann bei einer Premiere in Köln

Der Konflikt reicht ins Frühjahr 2026 zurück. Auslöser war nach Darstellung beider Seiten die Premiere von „Kampf der RealityAllstars“ im April in Köln. Pedroni sagte, Bunjaku habe danach Storys gepostet und so getan, als wolle Pedronis Freundin Paulina etwas von ihm: „Komplett aus der Luft gegriffen!“

Bunjaku schildert es umgekehrt: Paulina Ljubas habe sich neben ihn gesetzt, während seine damalige Freundin Denise Hersing kurz abwesend war, und den Platz bei deren Rückkehr nicht freigeräumt. Danach soll es böse Chats und Sprachnachrichten gegeben haben. Wenige Wochen später erfuhr Hersing in einer Trash-Sendung, dass Bunjaku sie betrogen haben soll, und machte Schluss.

Pedroni nutzte die Trennung für öffentlichen Spott und warf Bunjaku vor, „Lügen zu erfinden, um Aufmerksamkeit zu generieren“. Rückendeckung bekam Bunjaku von Pedronis Ex-Freundin Sandra Sicora, mit der sich Paulina Ljubas später einen öffentlichen Schlagabtausch lieferte. Auch über die Kampfansetzung stritten sie: Pedroni nannte Bunjaku einen Lückenbüßer, Bunjaku erklärte, er habe Lopez zu einer geänderten Ansetzung bewegt.

Vom Streit zum Ringsturm

  1. April 2026
    Premiere von „Kampf der RealityAllstars“ in Köln

    Die Begegnung von Bunjaku mit Pedronis Freundin Paulina Ljubas wird zum Auslöser des öffentlichen Streits.

  2. Mai 2026
    Trennung von Denise Hersing

    Nach der Trennung lacht Pedroni Bunjaku öffentlich auf Social Media aus; Bunjaku soll sie betrogen haben.

  3. 10. September 2026
    Kampfansetzung offiziell verkündet

    Fame Fighting bestätigt das Duell Pedroni gegen Bunjaku für den 17. Oktober.

  4. 17. Oktober 2026, 21.48 Uhr
    Pedroni gewinnt durch K.o. in Runde zwei

    Vierter K.o.-Sieg im vierten Kampf, danach Gürtelübergabe durch Eugen Lopez.

  5. 17. Oktober 2026, 21.52 Uhr
    Bunjakus Bruder stürmt in den Ring

    Es kommt zu wilden Schlägen und einer Rudelbildung; der Angreifer wird gestellt und des Rings verwiesen.

„Dein Gesicht!“ – der Schlagabtausch vor dem Kampf

Schon bei der Pressekonferenz und beim Wiegen am Kampftag fielen die Sätze hart. Bunjaku nannte Pedroni einen „kleinen Fanboy“ und bot ihm an, Fotos zu schicken, damit dieser sein Profilbild ändern könne. Pedroni konterte:

„Weißt du, was sich ändern wird? Dein Gesicht!“
Tommy Pedroni, Reality-Star und Boxer

Bunjaku stichelte außerdem, Pedroni habe es bisher nur mit Sandsäcken zu tun gehabt, und betonte: „Ich bin kein Ersatzgegner. Das weiß er selber.“ Pedroni hatte angekündigt, er trainiere, „als würden wir in den Krieg ziehen“ – und auf Instagram: „Ihr habt mich noch nie so gut gesehen im Ring. Macht euch auf was gefasst, weil das wird mein bester K.O.“

Neun Kämpfe und ein Hauptkampf

Fame Fighting 4 war die vierte Ausgabe des von Eugen Lopez gegründeten Promi-Boxevents, moderiert von Valentina Maceri und Carsten Spengemann. 18 Realitystars und Content Creators bestritten neun Kämpfe; im Hauptkampf besiegte Laurenz Pesch Gigi Birofio durch K.o. in der dritten Runde – zuvor war es Eklat zwischen den beiden beim Wiegen.

Welche Kämpfer an dem Abend sonst noch gewannen, hat SOL.DE in einer Übersicht aller Ergebnisse der neun Kämpfe zusammengetragen. Pedronis K.o. war der siebte Kampf und der Moment, der den Abend in die Schlagzeilen brachte – nicht wegen des Treffers, sondern wegen der Rangelei danach.

Das komplette Event lief am Sonntag als Replay. Ob Fame Fighting nach dem Ringsturm gegen Bunjakus Bruder Konsequenzen zieht, ist offen: Eine Erklärung des Veranstalters zu dem Vorfall liegt bislang nicht vor.