Marco Cerullo führt seine Depressionen auf die Box-Niederlage zurück
Bild: KI-generiert
Reality-TV

Marco Cerullo führt seine Depressionen auf die Box-Niederlage zurück

Nach seiner Niederlage bei Fame Fighting 3 fiel Marco Cerullo (37) in ein Loch: Depressionen, viel Alkohol. Jetzt spricht er über die ADHS-Diagnose, die er im Januar 2026 bekam – und darüber, dass Funktionieren nicht Gesundheit bedeutet.

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Marco Cerullo (37) hat auf dem roten Teppich von Fame Fighting 4 ausgesprochen, was er zuvor nur angedeutet hatte: Nach seinem Boxkampf kamen die Depressionen, der Alkohol wurde mehr. Der Reality-Star und Ballermann-Sänger macht die Zeit nach der Niederlage zum Auslöser.

Der Anlass ist ein Interview am roten Teppich von Fame Fighting 4 in der Grugahalle Essen am 17. Oktober 2026, veröffentlicht zwei Tage später. Bei derselben Veranstaltung steigt auch Eric Sindermanns Kampf gegen Diogo Sangre.

Ein Jahr zuvor stand Cerullo in derselben Halle selbst im Ring. Rund 17 Tage vor Fame Fighting 3 war er für den verletzten Kevin Njie eingesprungen. Am 18. Oktober 2025 verlor er gegen Daymian Weiß und gab nach 50 Sekunden in der zweiten Runde auf. Wie sein Weg nach der Niederlage in die Depression aussah, beschreibt er selbst so:

„Aber dann nach dem Boxkampf, kam halt dieses Winterloch. Da fingen die Depression ein bisschen an. Und ja, da war halt viel Trinkerei im letzten Jahr.“
Marco Cerullo, Reality-Star und Ballermann-Sänger

Diagnose ADHS mit 37 Jahren

Cerullo nennt für das Loch einen konkreten Grund: Mit dem Kampf fiel die Beschäftigung weg, auf die er hingearbeitet hatte. „Und dann hab ich gemerkt, so geht's irgendwie nicht weiter. Und ich muss da was machen“, sagt er im Rückblick.

Im Januar 2026 bekam er mit 37 Jahren eine ADHS-Diagnose. Der Verdacht habe schon länger bestanden, sagt Cerullo, er habe sich aber nie genauer damit befasst. Die Diagnose fällt in dieselbe Zeit, in der er nach eigener Schilderung viel trank und sich zeitweise zurückzog.

Von der Ersatzrolle in das Winterloch

  1. 14. Oktober 2025
    Cerullo springt als Ersatzmann ein

    Rund 17 Tage vor Fame Fighting 3 übernimmt er den Kampf für den verletzten Kevin Njie.

  2. 18. Oktober 2025
    Niederlage nach 50 Sekunden in Runde zwei

    In der Grugahalle Essen verliert Cerullo gegen Daymian Weiß und gibt auf.

  3. Winter 2025/26
    Das Winterloch beginnt

    Nach seiner Schilderung setzen Depressionen ein, im Alltag trinkt er viel.

  4. Januar 2026
    ADHS-Diagnose mit 37 Jahren

    Der Verdacht habe länger bestanden, er habe sich aber nie genauer damit befasst.

  5. 16. August 2026
    Andeutung in einer Instagram-Story

    Cerullo spricht von einer belastenden Phase, Rückzug und fehlender Leichtigkeit.

  6. 17. Oktober 2026
    Interview am roten Teppich von Fame Fighting 4

    In der Grugahalle benennt er Depressionen, Alkohol und die ADHS-Diagnose.

Die Warnung kam schon im August

Ganz neu ist das Thema nicht. Am 16. August 2026 sprach Cerullo in einer Instagram-Story von einer belastenden Phase, von zeitweiligem Rückzug und fehlender Leichtigkeit. Er sei noch nicht vollständig über den Berg, wie der Bericht über seine Instagram-Story festhält.

Damals blieb es bei Andeutungen, einen Zeitpunkt für eine Rückkehr nannte er nicht. Im Interview am roten Teppich wird er deutlicher – und beschreibt die Monate vor der Diagnose mit eigenen Worten:

„Die letzten Monate ist einiges passiert. Beruflich, privat und vor allem auch mit mir selbst. Dinge, die mich beschäftigt haben, Entscheidungen, an denen ich gezweifelt habe, und Momente, in denen ich mich selbst irgendwie ein Stück weit verloren habe.“
Marco Cerullo, Reality-Star und Ballermann-Sänger

Funktionieren heißt nicht, dass alles läuft

Beruflich lief es derweil weiter. Cerullo ist aus Formaten wie „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, „Prominent getrennt“, „Love Island VIP“ und „Sommerhaus der Stars“ bekannt und arbeitet als Ballermann-Sänger. Öffentliche Auftritte gehören zu seinem Alltag.

Genau diesen Widerspruch benennt er selbst: „Aber nur weil jemand funktioniert, bedeutet das nicht automatisch, dass im Kopf auch alles gerade läuft“, sagt Cerullo. Er widerspricht damit dem Bild des Entertainers, der nach außen alles wegsteckt.

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Einen Zeitplan, wann er wieder ganz bei sich sein will, gibt es in dem Gespräch nicht. Ob Cerullo aus dem einen Interview eine dauerhafte Erzählung macht oder ob es bei diesem Auftritt bleibt, ist offen.