Steffen Henssler nennt Medienkonsum „die härteste Droge von allen“
Bild: KI-generiert
Kinder und Smartphones

Steffen Henssler nennt Medienkonsum „die härteste Droge von allen“

TV-Koch Steffen Henssler rechnet in seinem Podcast mit Eltern ab, die ihre Kinder früh vor Bildschirme setzen – und nennt den Medienkonsum „die härteste Droge von allen“. Sein Argument: Langeweile macht Kinder erst kreativ.

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Steffen Henssler (54) rechnet mit Eltern ab, die ihre Kinder früh ans Handy lassen – und nennt den Medienkonsum „die härteste Droge von allen“. Auslöser ist die neue Folge seines Podcasts „Runde Nummer“: Darin wettert der TV-Koch gegen Tablets im Auto, Handys am Kinderwagen und Mütter und Väter, die ihrer Aufsicht mit einem Bildschirm nachhelfen.

Zu hören ist die Kritik in der Podcast-Folge „Der Fluch von Instagram“, die am 14. Oktober 2026 als siebte Ausgabe von „Runde Nummer“ erschien. Das Format betreiben die Brüder Steffen und Peter Henssler seit September – wöchentlich donnerstags, eine Stunde, zwei Brüder. An die Öffentlichkeit kamen die Sätze erst sechs Tage später.

Eltern haben Verantwortung

Seine Kernaussage in der Folge: „Eltern haben Verantwortung dafür.“ Über das Standardargument vieler Eltern, sie müssten jederzeit wissen, wo ihr Kind steckt, kann er nur den Kopf schütteln. Er kontert mit einer Frage, die in der Aufnahme wie ein Ausruf klingt:

„Alter, du hast es in die Schule gebracht, wo soll es denn sein?“
Steffen Henssler, TV-Koch und Podcast-Host

Und er legt nach: „Ich kriege schon Puls!“ Der Ton ist Programm. Henssler sagt über sich selbst, er könne sich bei diesem Thema „richtig ein bisschen in Rage reden, auch mit Eltern“ – genau das passiert in der Folge. Wer sein Kind mit einem Handy ausstatte, um es ständig zu orten, habe das Problem selbst geschaffen.

Sachlich bleibt ein Satz, der wie ein Erziehungsratschlag klingt: „Langeweile bringt erst die Kreativität“. Kinder müssten lernen, sich selbst zu beschäftigen, sagt Henssler – wer jede freie Minute mit einem Bildschirm fülle, nehme ihnen genau diese Erfahrung.

Tablet statt Fenster im Auto

Konkret wird der Koch bei Autofahrten: Wer Kinder auf dem Rücksitz mit Tablet oder Monitor ruhigstellt, nimmt ihnen aus seiner Sicht das Gespür für den Straßenverkehr. Auch Eltern, die beim Kinderwagenschieben aufs Handy schauen, bekommen sein Unverständnis ab. Beide Beispiele zielen in dieselbe Richtung: Das Gerät übernimmt eine Aufgabe, die Eltern und Kinder eigentlich selbst leisten müssten.

Die Berichte über die Folge liefen seit dem 20. Oktober durch mehrere Redaktionen, Hensslers Wutrede über Handys bei Kindern wurde von BUNTE.de bis tz.de aufgegriffen. Sein Bruder Peter, sonst der ruhigere Teil des Duos, räumt in derselben Folge ein, das Smartphone beeinflusse „einen jetzt schon“.

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Rückendeckung von Kolleginnen

Henssler steht mit seiner Haltung nicht allein da: Schauspielerin Stephanie Stumph hält ihre beiden Söhne konsequent von Handy und Tablet fern und macht daraus Stephanie Stumphs „Bildschirmfrei bis drei“. Der Unterschied: Sie beschreibt die eigene Praxis, er redet sich über fremde Eltern in Rage.

Noch einen Schritt weiter geht Barbara Schöneberger: Sie würde Internet und Social Media am liebsten streichen, wie sie in Barbara Schönebergers Plädoyer gegen Social Media erklärt. Henssler fordert kein Verbot, sondern verlangt von Müttern und Vätern, das eigene Handy am Kinderwagen wegzulegen. Ob dieser Appell ankommt, entscheidet sich nicht im Podcast.