„Der perfekte Urlaub“ startet – Kritiker sprechen von Armutszeugnis
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Kinokomödie

„Der perfekte Urlaub“ startet – Kritiker sprechen von Armutszeugnis

Constantin Film bringt die Fortsetzung des 5,3-Millionen-Hits „Das perfekte Geheimnis“ ins Kino. Die Rezensionen fallen überwiegend negativ aus – kino-zeit.de und critic.de widersprechen.

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Am Donnerstag startet „Der perfekte Urlaub“ in den deutschen Kinos – und die Filmkritik hat ihr Urteil schon gefällt: ein „humoristisches Armutszeugnis“. Was als sichere Publikumsgarantie gedacht ist, kommt bei einem Teil der Rezensenten als „nervtötende Hektik“ an.

Constantin Film setzt an diesem 22. Oktober auf die Fortsetzung von „Das perfekte Geheimnis“. Der Vorgänger kam 2019 auf mehr als 5,3 Millionen Kinotickets und war damit der erfolgreichste deutsche Film des Jahres. Nun soll dieselbe Clique das Publikum ein zweites Mal locken – gegen den Trend der Rezensionen.

Ein Erfolg, der nach einer Fortsetzung rief

Constantin Film und Bora Dagtekin vereinbarten Anfang 2026 einen Output-Deal über drei weitere Kinofilme. Als das Papier unterschrieben wurde, war „Der perfekte Urlaub“ bereits abgedreht. Der erste Trailer zur Fortsetzung lief ab dem 22. Mai 2026.

Dagtekin schrieb erneut das Drehbuch und führte Regie, Produzentin ist Lena Schömann, Executive Producer Oliver Berben. Gefördert wurde der Film von FFF Bayern, FFA und DFFF, er trägt das Green Motion Label. Schömann sagte, manche Geschichten seien nach einem Film noch nicht zu Ende erzählt.

Von der Rekordkomödie zur Fortsetzung

  1. 2019
    Rekord für „Das perfekte Geheimnis“

    Der erste Teil kommt in die Kinos und wird mit mehr als 5,3 Millionen Tickets erfolgreichster deutscher Film des Jahres.

  2. Anfang 2026
    Output-Deal über drei Filme

    Constantin Film und Bora Dagtekin vereinbaren drei weitere Kinofilme; „Der perfekte Urlaub“ ist zu diesem Zeitpunkt abgedreht.

  3. 22. Mai 2026
    Erster Trailer erscheint

    Der erste Vorgeschmack auf die Fortsetzung wird veröffentlicht.

  4. 19. Oktober 2026
    Weltpremiere in München

    Rund 2000 Gäste feiern den Film im Mathäser Filmpalast in sieben Kinosälen.

  5. 20. Oktober 2026
    Wien-Premiere und erste Verrisse

    In Österreich läuft die Premiere, NDR und weitere Medien veröffentlichen ihre Kritiken.

  6. 21. Oktober 2026
    Pressekonferenz und weitere Kritiken

    In Wien stellt sich das Team der Presse, weitere Verrisse erscheinen, in Köln wird Premiere gefeiert.

  7. 22. Oktober 2026
    Bundesweiter Kinostart

    Der Film startet in den deutschen Kinos, am Abend folgt die Berlin-Premiere.

Vier Freunde, eine Finca und der Ballermann

Leo, Pepe, Rocco und Simon wollen auf Mallorca Abstand gewinnen. Dort treffen sie auf Carlotta, Eva und Maus. Nach einem Brand in der Finca zieht die Clique ins „Club Hotel Playa Romantica“ am Ballermann – der Urlaub gerät zum Beziehungschaos.

Dagtekin selbst verkauft den Film als Freundschaftsgeschichte mit Starbesetzung und liefert damit die Steilvorlage für den Streit um Anspruch und Qualität. Auch Schlagerstar Vincent Gross ist dabei – zwei Drehtage für 15 Sekunden Kinorolle.

„Der zweite Teil ist vor allem ein Film über Freundschaft – und das mit einem der wohl großartigsten Ensembles.“
Bora Dagtekin, Regisseur und Drehbuchautor

Weltpremiere vor 2000 Gästen in sieben Sälen

Am 19. Oktober feierte der Film im Münchner Mathäser Filmpalast Weltpremiere, vor rund 2000 Gästen in sieben Kinosälen. Der Bericht zur Weltpremiere mit 2000 Gästen zeigt die Dimension: Es folgten die Österreich-Premiere in Wien am 20. Oktober, eine Pressekonferenz dort und eine Premiere in Köln am 21. Oktober. Am Starttag kommt Berlin dazu.

Als offizieller Titelsong fungiert „A Perfect Kind of Us“ der No Angels, die auch zur Premiere auftraten. Die FSK gab den Film ab 12 Jahren frei. Getragen wird der Auftritt von einem Ensemble, das die Zeitungen seit Tagen durch die Premierenhäuser begleitet.

Verrisse von NDR bis zur Augsburger Allgemeinen

Die Urteile liegen weit auseinander. Ein Verriss der NDR-Filmredaktion nennt den Film ein „humoristisches Armutszeugnis“, radioeins beklagt „nervtötende Hektik“, die Augsburger Allgemeine eine „hanebüchene Erzählkonstruktion“. kino-zeit.de und critic.de sehen dagegen eine „sehr vergnügliche Komödie“.

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Ab Donnerstag entscheidet das Kinopublikum, wem es glaubt. Für Constantin Film steht mehr auf dem Spiel als ein Wochenende: Der Output-Deal mit Dagtekin umfasst drei weitere Filme, die noch nicht gedreht sind. Ob die Fortsetzung an die 5,3 Millionen Tickets von 2019 anknüpft, entscheidet sich in den kommenden Wochen an den Kinokassen.