Twenty4tim bekommt Radiofrequenz und Ultraschall statt Laser
Bild: KI-generiert
Schönheitsmedizin

Twenty4tim bekommt Radiofrequenz und Ultraschall statt Laser

35 Kilo weniger, jetzt soll die Haut nachziehen: Twenty4tim lässt Wangen, Kiefer und Hals behandeln – und die als „Laserbehandlung“ beworbene Methode kommt ohne einen einzigen Laserstrahl aus.

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35 Kilogramm weniger auf der Waage – jetzt soll die Haut nachziehen. Twenty4tim hat sich am 22. Oktober Wangen, Kiefer und Hals behandeln lassen, in einer Kette für ästhetische Medizin.

Der Influencer und Sänger, bürgerlich Tim Maximilian Kampmann, dokumentierte den Termin in seiner Instagram-Story. Die Praxiskette „Lieb Dein Gesicht“ der Ärztinnen Dascha Berek und Merita Schojai-Schultz bewarb den Fall als „KOREAN GLOW für @twenty4tim“.

Der Name führt in die Irre. Die Behandlung läuft unter „Laserbehandlung“, ein Laser kommt dabei aber nicht zum Einsatz – die Geräte arbeiten mit Radiofrequenz und fokussiertem Ultraschall.

Wärme statt Schnitt

Zum Einsatz kamen 10THERMA und 10THERA. Behandelt wurden drei Zonen: Wangen, Kiefer und Hals.

10THERMA arbeitet mit monopolarer Radiofrequenz von 6,78 MHz, bringt die Energie bis in tiefere Hautschichten und kontrahiert dort vorhandene Kollagenfasern.

Ein Kühlsystem hält die Hautoberfläche kühl, eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig. Twenty4tim spürte vor allem Wärme und bezifferte das Schmerzlevel mit drei bis sechs von zehn.

„Ich hab ein bisschen Angst“
Tim Maximilian Kampmann, Influencer und Sänger (Twenty4tim)

Der Satz fiel vor dem ersten Gerät, und er passt zur Technik: Betäubt wird bei 10THERMA in der Regel nicht, der Eingriff wird bei vollem Bewusstsein durchgehalten. Vor dem Start sagte er zudem: „Cool. Geil. Ich bin sehr gespannt.“

Radiofrequenz statt Laserstrahl

Die Verwirrung um den Namen hat einen technischen Hintergrund. Wie 10Therma mit Radiofrequenz die Haut strafft, beschreibt eine auf Ästhetik spezialisierte Klinikseite den Mechanismus – von einem Laserstrahl ist dort keine Rede.

Das zweite Gerät, 10THERA, setzt auf High Intensity Focused Ultrasound, also gebündelten Ultraschall. Beide Verfahren zielen auf straffere Konturen an Wangen, Kinnlinie und Hals, ohne Operation und ohne Injektionen.

Auch die Berichterstattung übernahm den Begriff: Der Bericht über Twenty4tims koreanische Laserbehandlung trägt „Laser“ im Titel, obwohl keiner zum Einsatz kam.

35 Kilo, eine Brust-OP und viel Vorgeschichte

Von der Abnahme zur Straffung

  1. 2024 bis 2026
    Über 35 Kilogramm abgenommen

    Twenty4tim nennt Ernährungsumstellung, selbst gekochte Mahlzeiten und regelmäßiges Training als Grundlage – ohne Abnehmspritze.

  2. 2025
    Gynäkomastie-Operation an der Brust

    Milchdrüsen wurden entfernt, Fett abgesaugt und als Eigenfett zurückinjiziert; der Gewichtsverlust lag damals bei 32 Kilogramm.

  3. 8. August 2026
    Klarstellung in einem Reel

    Er betont die zwei Jahre seines Tempos und stellt klar, die Brust-OP habe nichts mit dem Gewichtsverlust zu tun.

  4. 22. Oktober 2026
    Praxis bewirbt den Fall als „KOREAN GLOW“

    Dr. med. Dascha Berek veröffentlicht den Beitrag mit den Geräten 10THERMA und 10THERA.

  5. 22./23. Oktober 2026
    Story und Berichte

    Twenty4tim dokumentiert die Behandlung an Wangen, Kiefer und Hals; Medien greifen den Termin als Laserbehandlung auf.

Die Vorgeschichte reicht weiter zurück als der Termin vom 22. Oktober. Bereits 2025 ließ er sich die Milchdrüsen entfernen und Fett absaugen, das anschließend wieder eingespritzt wurde – eine medizinisch begründete Gynäkomastie-Operation.

Zu diesem Zeitpunkt lag sein Gewichtsverlust bei 32 Kilogramm. In dem Reel vom August 2026 stellte er klar, der Eingriff an der Brust habe nichts mit dem Abnehmen zu tun.

Die 35 Kilogramm, sagt er, kamen über Ernährungsumstellung, selbst gekochte Mahlzeiten und regelmäßiges Training zustande – ohne Abnehmspritze.

Ob eine Sitzung reicht, sagt niemand

Die Praxiskette „Lieb Dein Gesicht“ betreibt Standorte in Bochum, Frankfurt, Köln und Hamburg und führt den Fall als öffentlich beworbenes Beispiel. In seiner Story zeigte Twenty4tim einen Vorher-Nachher-Zugtest seiner Haut – ein Beleg für den Moment, nicht für die Haltbarkeit.

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Offen bleibt, ob weitere Sitzungen folgen und wie das Ergebnis nach einigen Wochen aussieht. Twenty4tim hat den ersten Vergleich selbst veröffentlicht – ob ein zweiter kommt, ist die eigentliche Frage dieses Falls.