Max Giermann zeigt rund 100 eigene Bilder in Borken
Seinen 51. Geburtstag verbringt Max Giermann zwischen eigenen Werken: Die Ausstellung „Endstation Leinwand“ im FARB Borken läuft noch bis 22. November. Die Kinski- und Raab-Nummern, die Fremde auf der Straße verlangen, verweigert er.
Max Giermann (51) wird an diesem 24. Oktober 51 Jahre alt – und steht an seinem Geburtstag nicht als Klaus Kinski auf der Bühne, sondern zwischen eigenen Bildern. Im FARB Borken ist die Ausstellung „Endstation Leinwand“ mit rund 100 Werken von ihm an diesem Tag noch zu sehen, sie läuft bis zum 22. November.
Wer Giermann auf der Straße trifft, will meist den Parodisten sehen, nicht den Maler. Er verweigert das – und sagt selbst, warum.
„Auf der Straße passiert es oft, dass man zu mir sagt ´Komm mach mal den Raab oder Kinski´. Aber das mache ich nicht. Dann komme ich mir vor wie ein Witze-Automat.“
Die Malerei ist kein Nebenprodukt einer Laune. 2024 zeigte Giermann Arbeiten im Kunstverein Ulm, 2025 in der Galerie Holger John in Dresden. Im April 2026 kam die Schau „Figuring Out“ in der janinebeangallery Berlin dazu, parallel erschien sein Bildband „Punchlines“. Seinen Zugang erklärt er selbst ohne Ehrfurcht:
„Die Kunstgeschichte ist wie ein Requisitenfundus, aus dem man sich angstfrei und spielerisch bedienen darf.“
Max Giermann, Komiker, Schauspieler und Maler
Vom Parodisten zum Kinderfernseh-Moderator
Der Fernsehbetrieb läuft parallel weiter. Der Kölner „Tatort: Showtime“ lief am 12. April 2026 im Ersten; Giermann spielte darin den Kinderfernseh-Moderator Frank Anders. Regisseurin Isabell Šuba begründet die Besetzung mit einer Eigenschaft, die man ihm im Komischen selten zutraut:
„Ich wollte schon lange einmal mit Max Giermann arbeiten. Man kennt ihn vor allem aus dem Humoristischen, allerdings bringt er eine große Tiefe mit, somit passte es perfekt auf die Rolle des Kinderfernseh-Moderators.“
Isabell Šuba, Regisseurin
Comedy bleibt trotzdem sein Hauptgeschäft: Seit dem 14. Mai 2026 ist er als Kandidat in der siebten Staffel von „LOL: Last One Laughing“ zu sehen, 2021 hatte er die zweite Staffel gewonnen. Bekannt wurde er ab 2007 mit „Switch reloaded“, 2013 gab es den Grimme-Preis für das „Wetten, dass..?“-Special.
Dass ihm die Bühne nicht zufliegt, sagt er selbst: „Ich bin eigentlich nicht der Typ, der dafür gemacht ist, auf die Bühne zu gehen.“ Er habe eine riesige Scheu davor und sei trotzdem in diesem Beruf gelandet – vielleicht genau deswegen.
Zurück in die Geburtsstadt Freiburg
2024 zog Giermann mit seiner Familie zurück nach Freiburg, wo er 1975 geboren wurde; zuvor hatte er mehr als zehn Jahre in Köln gewohnt. Was ihn an der Rückkehr überzeugt, hat er in dem Bericht über seine Rückkehr nach Freiburg erzählt.
Sein Weg dorthin: Schauspielstudium von 1997 bis 2001 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, dazu eine Ausbildung zum Clown bei Georgo Peugot. 2009 kam der Deutsche Comedypreis als bester Schauspieler, 2020 das Buch „Ich bin was, was du nicht siehst“, 2012 heiratete er.
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Am 22. November endet „Endstation Leinwand“ in Borken. Ob danach die nächste Ausstellung folgt oder wieder eine Fernsehrolle, ist offen. Bis dahin bleibt Zeit, die rund 100 Werke des Jubilars in Borken zu sehen.