18 Handtaschen an einem einzigen Tag – für Tom Kaulitz (37) ist das kein Shopping-Erlebnis, sondern ein Fall fürs Podcast-Mikrofon. In der 259. Folge von „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ rechnet der Tokio-Hotel-Gitarrist mit dem Konsum seines Zwillingsbruders Bill (37) ab.
Die Folge heißt „Stress bis in die Eier“, läuft rund 71 Minuten und erschien am 14. Oktober 2026. Auslöser ist ein gemeinsamer Einkaufsbummel während der Proben für die Arena-Tour. Bill eröffnet das Gespräch mit der Frage, ob Einkaufen nicht gute Laune mache. Tom antwortet knapp: „Nein, ganz im Gegenteil.“
Dann fällt die Zahl, um die sich alles dreht. Tom hält Bill vor, sich an nur einem Tag 18 Handtaschen zugelegt zu haben. Bill bestreitet das nicht – er verteidigt es.
„Nee, du hast gestern 18 Taschen gekauft.“
17 Looks und ein volles Auto
Für Bill ist ein Einkaufsbummel erst dann ein Erfolg, wenn das Auto bis obenhin mit Tüten gefüllt ist. „Mir gibt das ganz viel“, sagt er in der Folge. Zu Hause packt er die Einkäufe aus und freut sich: „Was habe ich hier wieder schön geshoppt.“ Die Folgenbeschreibung nennt 17 Looks, zu denen die Taschen passen müssten.
Seine Rechtfertigung ist der Beruf. „Das ist auch mein Beruf. Ich muss gewisse Dinge haben, um arbeiten zu können“, sagt Bill. Pro Tourtag brauche es eben eine Handtasche und das nötige Bling-Bling, um „wie ein gefährlicher Rockstar“ auszusehen.
Tom lässt das nicht gelten. „Mir tut das weh, so viel Geld auszugeben“, sagt er, die Summe sei „wirklich krankhaft viel“, die Anschaffungen seien „so unnötig“. Alles lande irgendwann im Müll, selbst eine teure Tasche sei irgendwann „ausgebeult“ und „abgefetzt“.
In Richtung Bill fällt die Frage, ob Louis Vuitton überhaupt noch eine Tasche habe, die sein Bruder nicht besitze. Bill kontert mit der Gegenfrage, ob Tom sich denn nicht freue – und erntet ein klares Nein.
Panikattacke am Morgen
Der Streit um die Taschen ist eingebettet in den Druck der Tourvorbereitung. „Stress ist ein ganz, ganz unnötiges Gefühl. Es ist wie Angst“, sagt Bill in derselben Folge. Dann folgt der Satz, der den Shopping-Konsum mit dem Stress verbindet.
„Ich bin heute mit einer Panikattacke aufgewacht. Und ich hasse es, wenn ich das habe.“
Bill träumte nach eigener Schilderung von der Tour, einem Umzug und einem neuen Haus. Tom geht es nicht besser: „Mehr geht nicht. Ich falle jeden Abend ins Bett, bin völlig fertig.“ Die Panikattacke vor dem Start der Tokio-Hotel-Tour ist bei Bill kein neues Thema.
Fachleute beschreiben Kaufen bei Kaufsucht als typischen, oft unbewussten Mechanismus zur Emotionsregulation und Stressbewältigung. Bill selbst berichtet in der Folge von Tourstress und einer Panikattacke; ob und wie sein Kaufverhalten damit zusammenhängt, lässt sich daraus nicht ableiten.
Lager, Archiv und die Idee Kaulitz Closet
Die Dimension zeigt sich im Alltag. Viele von Bills Stücken werden nach seinen Worten direkt eingelagert oder in ein Archiv aufgenommen, weil der Kleiderschrank längst keinen Platz mehr bietet. Bei den Tourproben machen sich Beteiligte inzwischen über seine Einkäufe lustig.
Daraus ist eine Geschäftsidee geworden: Die Zwillinge überlegen, aussortierte Kleidung selbst zu verkaufen – mit den Kardashians als Vorbild, möglicherweise unter dem Namen „Kaulitz Closet“. Tom kann sich vorstellen, einen Teil der Erlöse zu spenden. Ganz neu wäre das nicht: Bills Assistent bietet bereits einzelne Stücke weitgehend anonym an.
Für Tom steht das Thema inzwischen auf dem Zettel, den er sich für die Sendung schreibt – er wolle es „wirklich ernsthaft“ besprechen. Ob aus der Verkaufsidee ein gemeinsames Projekt wird, ist offen.
Vorgeschichte: „Bill, es ist aber krank!“
Der Streit ist nicht neu. Anfang Juli 2026 schilderte Bill in einer in München aufgezeichneten Folge einen Einkaufsbummel mit Freunden, bei dem er sich bei Hermès eine Tasche zulegte und von einer Verkäuferin sogar eine à-la-carte-Anfertigung angeboten bekam – „ein absoluter Traum“, wie er sagte.
Tom rechnete damals vor, eine Tasche sei „200 Euro wert“, Bill zahle dafür aber „200.000 Euro“. In der Sendung sagte er: „Bill, es ist aber krank! Mittlerweile hat dein Geldausgeben Formen angenommen, die sind absolut irre. Und ich muss mich davon langsam lossagen. Es ist nicht mehr normal.“ Bill konterte: „Du hörst jetzt sofort auf, du hast keine Ahnung!“
Von Hermès bis zum Tourstart
- 1. Juli 2026Hermès-Besuch und Toms erstes Alarmzeichen
Bill schildert in München einen Shopping-Tag mit Hermès-Tasche und à-la-carte-Anfertigung. Tom nennt das Ausmaß „absolut irre“.
- 14. Oktober 2026Folge 259 erscheint
In „Stress bis in die Eier“ fallen die 18 Taschen, Bills Panikattacke und Toms Satz „Mir tut das weh, so viel Geld auszugeben“.
- 24. Oktober 2026OK! Magazin greift den Streit auf
Der Beitrag „Bruder Tom schlägt Alarm“ fragt, ob Bills Verhalten krankhaft ist, und schätzt sein Vermögen auf 25 Millionen Euro.
- 28. Oktober 2026Tourstart in London
Die Arena-Tour beginnt in der OVO Arena Wembley.
- 23. November 2026Tourfinale in Madrid
Letztes Konzert der Europa-Tour.
- 5. Dezember 2026„Wetten, dass..?“ aus Halle
Die Zwillinge moderieren live aus Halle (Saale).
Tourstart in London, Finale in Madrid
Der Zeitpunkt des Berichts ist kein Zufall. Die Europa-Tour startet am 28. Oktober 2026 in der OVO Arena Wembley in London, führt unter anderem nach Paris, Hamburg, Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Leipzig, Wien, Zürich, München und Düsseldorf und endet am 23. November 2026 in Madrid. Mit dabei sind Gustav Schäfer und Georg Listing.
Das Album „Encore“ ist bereits erschienen. Kurz nach dem Tourfinale moderieren die Zwillinge am 5. Dezember 2026 „Wetten, dass..?“ live aus Halle (Saale). Am 24. Oktober 2026 hatte das OK! Magazin über Toms Alarmruf berichtet und die Frage gestellt, ob Bills Verhalten krankhaft ist.
Das Blatt schätzt Bills Vermögen auf rund 25 Millionen Euro und riet ihm, einen Teil davon lieber einer Wellnesseinrichtung zu überweisen, statt die Freizeit bei Fendi & Co. zu verbringen. Autorin des Beitrags ist Meike Rhoden. Ob Bill seinen Konsum vor dem ersten Konzert in London drosselt und ob „Kaulitz Closet“ wirklich kommt, bleibt offen.
