Monica Lewinsky bietet Verlagen ein Buchprojekt zur Affäre an
Monica Lewinsky will offenbar selbst erzählen: Sie bietet Verlagen ein Buchprojekt über die Clinton-Affäre an. Ihre Sprecher schweigen – und offen ist, ob sie Bill Clinton darin direkt konfrontiert.
Monica Lewinsky (53) will offenbar selbst erzählen und bietet Verlagen ein Buchprojekt an, das sich mit der Affäre um Bill Clinton (80) befasst. Das meldet Page Six am 21. Oktober 2026 – wie Page Six exklusiv über das Buchprojekt berichtet.
Eine mit Lewinsky vertraute Person bestätigte gegenüber Page Six, dass das Buch tatsächlich angeboten wird – Details nannte sie nicht. Lewinskys Sprecher äußerten sich nicht. Offiziell bestätigt ist bislang nichts.
Für Lewinsky wäre es die erste Autobiografie aus eigener Feder. 1999 war mit „Monica's Story“ des Diana-Biografen Andrew Morton lediglich eine autorisierte Biografie erschienen, an der sie mitgearbeitet hatte.
Ein Projekt, das niemand angekündigt hat
Titel, Verlag, Umfang, Honorar und Erscheinungsdatum sind bis zum 27. Oktober 2026 nicht bekannt. Branchenkenner werten allein die Vermarktung über die Agentur William Morris Endeavor (WME) als Signal für weit fortgeschrittene Gespräche.
Lewinsky ist seit Jahren als Podcasterin und Aktivistin präsent. Ihr Podcast „Reclaiming with Monica Lewinsky“ (Wondery) erreichte im September 2026 rund zehn Millionen Downloads; für die Moderation erhielt sie einen Gracie Award.
Von der Praktikantin zur Autorin
1995
Praktikum im Weißen Haus
Lewinsky beginnt mit 21 als unbezahlte Praktikantin; laut mehreren Berichten beginnt im November die sexuelle Beziehung zu Präsident Bill Clinton.
1998
Die Affäre wird öffentlich
Heimlich von Linda Tripp aufgenommene Gespräche machen den Fall publik; Lewinsky wird weltweit bekannt.
1999
Autorisierte Biografie erscheint
Andrew Mortons „Monica's Story“ kommt heraus – ein Buch, an dem Lewinsky mitgearbeitet hat.
2025
Eigener Podcast startet
„Reclaiming with Monica Lewinsky“ geht bei Wondery an den Start.
September 2026
Zehn Millionen Downloads
Der Podcast erreicht rund zehn Millionen Abrufe; Lewinsky bekommt einen Gracie Award.
2. Oktober 2026
Buchidee im TED-Podcast
Im Gespräch „How to Be a Better Human“ sagt sie, das „Reclaiming“-Konzept sei ursprünglich als Buchidee geplant gewesen.
21. Oktober 2026
Page Six meldet das Buchprojekt
Die Branchenseite berichtet exklusiv, Lewinsky biete über WME ein Buch bei Verlagen an.
Was Lewinsky selbst über Clinton sagt
In einem Interview im Januar 2026 sagte Lewinsky, sie habe seit fast 30 Jahren nicht mit Clinton gesprochen. Der Kern der Affäre sei „ein massiver Machtmissbrauch“ gewesen.
„Das heißt nicht, dass ich keine Fehler gemacht habe, dass ich keine falschen Entscheidungen getroffen habe, dass mein Verhalten anderen nicht wehgetan hat. Aber im Kern war es ein grober Machtmissbrauch.“
Monica Lewinsky, Podcasterin und Aktivistin
Die Sätze zeigen, wie Lewinsky die Affäre heute deutet: als Machtgefälle zwischen einem Präsidenten und einer 21-jährigen Praktikantin. Ob das Buch diese Lesart übernimmt, ist offen – ein Verlag müsste damit rechnen.
Auch ihr Geschlecht habe ihre Behandlung geprägt, sagte Lewinsky im April 2026 bei einer Podiumsdiskussion zur Vermögenslücke von Frauen. Sie habe nicht dem Bild entsprochen, das man von einer Person in ihrer Lage erwarte.
Enthüllung oder Marketing?
Konkrete neue Enthüllungen sind bislang unbestätigt. Fest steht nur, dass Lewinsky ein Projekt anbietet – nicht, was darin steht. Vor allem bleibt offen, ob sie Clinton namentlich und inhaltlich direkt angreift.
Am 2. Oktober 2026 sagte sie im TED-Podcast „How to Be a Better Human“, das „Reclaiming“-Konzept sei ursprünglich als Buchidee geplant gewesen. Am 21. Oktober berichtete Page Six, dass dieses Buchprojekt Verlagen angeboten werde.
Deutsche und österreichische Medien griffen den Bericht am 22. Oktober auf, darunter Gala, oe24 und die Meldung von n-tv über das geplante Buch. Am 26. Oktober folgte ein deutschsprachiger Überblicksartikel, der die Clinton-Zitate und die Chronologie des Skandals zusammenführte.
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Bis zum 27. Oktober 2026 bleibt offen, welcher Verlag zugreift, wie hoch das Honorar ausfällt und ob Lewinsky Clinton in dem Buch konfrontiert. Eine offizielle Ankündigung gibt es nicht.