Bestattungen verteuern sich 2025 um 3,2 Prozent – mehr als die Inflation
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Bestattungen verteuern sich 2025 um 3,2 Prozent – mehr als die Inflation

Bestattungen und Friedhofsgebühren wurden 2025 um 3,2 Prozent teurer – schneller als die Inflation. Gleichzeitig meldet das Statistische Bundesamt einen Rekord: 900 Auszubildende zur Bestattungsfachkraft, mehr als doppelt so viele wie 2015.

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Wer einen Angehörigen beerdigen muss, zahlt dafür kräftiger drauf als beim Wocheneinkauf: Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren verteuerten sich 2025 um 3,2 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise nur um 2,2 Prozent.

Das Statistische Bundesamt weist den Aufschlag in seiner neuen Auswertung der Bestattungsbranche aus. Särge, Urnen und Grabsteine wurden um 1,9 Prozent teurer und blieben damit unter der Inflationsrate. Dienstleistung und kommunale Gebühr schlugen dagegen deutlich darüber hinaus.

Preise 2025: Bestattungen liegen über der Inflation

Veränderung der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N073

900 Auszubildende – so viele wie nie zuvor

Zum Jahresende 2025 befanden sich 900 Menschen in einer dualen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, ein Höchststand, wie der Bericht über den Ausbildungsrekord bei Bestattern festhält. 2015 waren es 430; die Zahl hat sich in zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Der Frauenanteil unter den Auszubildenden stieg von 46 Prozent im Jahr 2015 auf 61 Prozent im Jahr 2025. Der Bedarf ist da: 2025 starben in Deutschland rund 1,0 Millionen Menschen, 9 Prozent mehr als 2015 mit rund 925.000 Sterbefällen.

Was die 900 Azubis lernen sollen, beschreibt Ralf Michal, Präsident des Bundesverbands Deutscher Bestatter. Sein Verband vertritt die Betriebe, in denen die meisten von ihnen später arbeiten:

„Sie begleiten Angehörige im Trauerfall und organisieren professionell alle Abläufe bis zur Beisetzung und darüber hinaus.“
Ralf Michal, Präsident des Bundesverbands Deutscher Bestatter

41,9 Prozent der Stellen sind Minijobs

Wirtschaftlich bleibt die Branche überschaubar: 2024 waren rund 32.000 Menschen in etwa 4.200 Unternehmen des Bestattungshandwerks tätig, der Umsatz lag bei 2,37 Milliarden Euro.

Auffällig ist die Beschäftigungsstruktur: 41,9 Prozent der Beschäftigten sind geringfügig entlohnt, im Handwerk insgesamt gilt das nur für 21,1 Prozent. Für die 900 Auszubildenden ist damit offen, wie viele später in ein regulär entlohntes Arbeitsverhältnis wechseln.

Die Bestattungsbranche seit 2014

  1. 2014
    710,1 Millionen Euro Friedhofsgebühren

    Städte und Gemeinden in den Flächenländern nehmen so viel aus Gebühren im Friedhofs- und Bestattungswesen ein.

  2. 2015
    430 Auszubildende, 925.000 Sterbefälle

    Der Frauenanteil liegt bei 46 Prozent. Sozialhilfeträger geben 61,7 Millionen Euro für knapp 23.400 Sozialbestattungen aus.

  3. 2024
    32.000 Beschäftigte, 951,9 Millionen Euro

    In etwa 4.200 Betrieben werden 2,37 Milliarden Euro umgesetzt, die Friedhofsfläche liegt bei 38.500 Hektar.

  4. 2025
    1,0 Millionen Sterbefälle

    Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren verteuern sich um 3,2 Prozent, Sozialbestattungen kosten 51,6 Millionen Euro in rund 15.400 Fällen.

  5. 31. Dezember 2025
    900 Auszubildende – Höchststand

    61 Prozent der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft sind Frauen.

  6. 26. Oktober 2026
    Pressemitteilung Nr. N073

    Das Statistische Bundesamt veröffentlicht in Wiesbaden die Zahlen zu Ausbildung, Preisen, Beschäftigung und kommunalen Einnahmen.

Friedhöfe belegen 0,1 Prozent der Fläche

Die Fläche dahinter ist groß: Bundesweit umfassen Friedhöfe rund 38.500 Hektar, etwa 0,1 Prozent der Bodenfläche Deutschlands. Waldbestattungsflächen kommen mit rund 2.500 Hektar hinzu.

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Einen Teil der Rechnung zahlen Kommunen und Sozialhilfeträger. 2025 gaben sie 51,6 Millionen Euro für rund 15.400 Sozialbestattungen aus, 2015 standen 61,7 Millionen Euro für knapp 23.400 Fälle in den Büchern. Ob die Preise weiter schneller steigen als die übrigen Lebenshaltungskosten und wer die Differenz am Ende trägt, ist mit den Zahlen für 2025 nicht entschieden.