Ariel trifft bei der Bachelorette auf 14 Kandidaten
Fischernetz, Disney-Kostüm, Silbermaske: Beim Staffelstart der Schweizer „Bachelorette“ setzten Ariels Männer fast alle auf Verkleidung – und kassierten ein vernichtendes Urteil. Rosen gab es trotzdem, die Entscheidung blieb offen.
Mit Fischernetz, Disney-Kostüm und silberner Maske versuchten sich Ariels Männer beim Staffelstart der „Bachelorette“ zu inszenieren – und kassierten dafür ein vernichtendes Urteil. Am Montagabend lief Folge 1 auf dem Schweizer Sender 3+ um 20.15 Uhr, Ariel (23) aus Basel traf auf 14 Kandidaten. „Cringe. Wirklich cringe“, sagte sie.
Die 23-Jährige machte in der ersten Folge klar, was sie sucht: einen emotional intelligenten Mann mit Führerschein, Auto, eigener Wohnung – und Geld. Ihre Tochter Ileyna Amani (2) war bei den Dreharbeiten in Thailand dabei und wurde von Ariels Tante betreut, ein Novum im Format. Der Vater ist die Reality-TV-Bekanntheit Giuliano Hediger, von dem sich Ariel 2024 trennte; später erklärte sie ihren Kroatien-Urlaub mit Nikola Grey als Rache an Giuliano.
Aquaman, Prinz Eric und eine Silbermaske
Für die Blamage von Ariels Männern beim ersten Date sorgte zuerst Arlind (21) aus Frauenfeld TG: Er stieg mit Fischernetz und Latschen aus dem Meer, inszenierte sich als König der sieben Weltmeere und nannte die Konkurrenz „kleine Fischli“. Ariel war „verwirrt“ und „angecringt“ und schätzte den Mann auf 40 Jahre. Auf seine Ankündigung, sie als Geschenk mitzunehmen, entgegnete sie: „Mich muss man verdienen.“
Besser lief es für Chris, der als Content Creator unter dem Namen „Chyna“ auftritt. Er erschien im Kostüm von Prinz Eric aus dem Disney-Film „Arielle, die Meerjungfrau“, eine Anspielung auf Ariels Namen. Sie stellte klar: „Ich bin auf der Suche nach meinem König, nicht nach meinem Prinzen, weil ich bin eine Queen und ich brauche einen König.“ Mit Muschelkette und Glitzer versöhnte er sie und holte die zweite Rose.
Mit einer silbernen Maske trat Lionel an, Promoter aus Basel. Er erklärte, die anderen Kandidaten seien „alle fake“, er selbst habe seine Maske abgelegt und sei nun ganz real, nur für Ariel. In der Fragerunde, in der jeder eine Frage stellen durfte, wollte er wissen, ob Ariel Pizza lieber mit oder ohne Oliven esse; auch das fand sie „cringe“. Beim Abgang legte er einen Breakdance-Move hin.
„Der ganze Auftritt war eine Katastrophe.“
Ariel, Bachelorette in der Schweiz
Sixpacks, ein Outing und Streit um Follower
Für Skepsis sorgte das österreichische Brüderpaar Daniel und Elias aus Bruck an der Leitha, das oben ohne und in Shorts mit Ariel-Print vorfuhr. Ariel sagte: „Die Sixpacks sind ja nicht zu übersehen, aber ich hoffe, die sind wirklich für mich da und nicht nur für eine gute Zeit in Thailand unter Brüdern.“ Daniel bestätigte das prompt: Thailand sei für ihn Grund Nummer eins. Elias sagte: „Ich bin hier, weil du mein Crush bist.“
Der Berner Oberländer Dani aus Thun erzählte seinen Mitstreitern offen, dass er bisexuell ist. Nicht alle reagierten entspannt: Es folgten Fragen, ob er auch an ihnen interessiert sein könnte, einer wollte daraufhin nicht mehr mit ihm das Bett teilen. Ariel hakte nach, ob er monogam lebe, und sagte anschliessend: „Ich bin sehr froh, dass Dani so ehrlich zu mir war und so offen mit mir sprach.“
Das eigentliche Drama machten die Männer untereinander. Schon beim Einzug wurde um zu wenige Betten gestritten, teils per Armdrücken, beim ersten Spiel wurde geschummelt. Dann eskalierte der Streit zwischen Dani und „Chyna“ darüber, wer wirklich wegen Ariel und wer nur wegen Aufmerksamkeit, Followern oder einer Rap-Karriere in Thailand ist. Ariel fragte fassungslos: „Wieso schreien die so?“
„Ich liebe ja eigentlich Drama, aber bei Männern hat es so eine Grenze von Drama und Peinlichkeit.“
Ariel, Bachelorette in der Schweiz
Vier Rosen, vier neue Männer, ein Cliffhanger
In der ersten „Nacht der Rosen“ vergab Ariel bereits Rosen, Elias und Chris/„Chyna“ können aufatmen. Mitten in der Zeremonie, als Don vor ihr stand, tauchten vier weitere Männer auf; die Folge endete vor der Entscheidung, ein Ausscheidender steht noch nicht fest. Von den 21 angekündigten Kandidaten traten nur 14 an: Folge 2 am 2. November bringt Diego, Eric, Leandro und Massimo, Folge 3 drei weitere.
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In der Kritik schnitt der Auftakt zwiespältig ab. Der „Blick“ befand, Ariel habe deutlich weniger Sendezeit erhalten als erwartet, die erste Stunde sei mit der Zimmervergabe vertane Zeit gewesen: „etwas mehr Ariel hätte der Sendung richtig gutgetan“. Das watson-Review zum Auftakt der Staffel spricht von einem „absurden Spektakel zwischen Grössenwahn und Kindergarten“. Einen Favoriten auf die letzte Rose hat der erste Abend nicht hervorgebracht; welcher Mann in Folge 2 ohne Rose bleibt, ist die erste echte Entscheidung.