Bushidos Nannys erhalten trotz Anwalt keine Aufenthaltserlaubnis
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Visastreit

Bushidos Nannys erhalten trotz Anwalt keine Aufenthaltserlaubnis

Monatelang betrauert die Familie den Abschied ihrer Nannys. Jetzt sagt Anna-Maria Ferchichi: Gretchen und Phemi mussten gehen, weil Deutschland ihnen keine Aufenthaltserlaubnis gab – trotz Anwalt und trotz geplantem Arbeitsvertrag.

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Gretchen und Phemi dürfen nicht nach Deutschland zurückkehren – auch ein Anwalt hat daran nichts geändert. Am 27. Oktober erklärte Anna-Maria Ferchichi (44) in ihrer Instagram-Story, der Weggang der beiden Nannys sei nicht freiwillig gewesen.

Trotz anwaltlicher Unterstützung hätten die beiden Philippinerinnen keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland erhalten, sagte die Unternehmerin und Ehefrau von Bushido (48). Damit führt Ferchichi den Abschied, den die Familie seit dem Sommer betrauert, auf die deutschen Visabestimmungen zurück. Die Hintergründe des Nanny-Abschieds schilderte Ferchichi selbst.

Ursprünglich wollte die Familie zwischen Deutschland und Dubai pendeln. Dann entschied sie sich, dauerhaft in Deutschland zu bleiben – und wickelte ihr Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten binnen rund eines halben Jahres ab. Für die beiden Frauen war in diesem Plan kein Platz mehr.

Erst Pendlerleben, dann der endgültige Umzug

Gretchen und Phemi hatten vier Jahre lang mit Bushido, Anna-Maria Ferchichi und den acht Kindern in Dubai gelebt. Anfang 2026 zog die Familie zurück, die beiden Kindermädchen kamen mit und blieben einige Monate. Eine dauerhafte Beschäftigung scheiterte dann an den Visabestimmungen.

In Dubai war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, wie es für die beiden weitergehen sollte: keine neue Stelle, sondern Ruhestand. Der Weg dorthin lässt sich Schritt für Schritt nachzeichnen.

Von Dubai über Deutschland zurück auf die Philippinen

  1. 2022 – 2025
    Vier Jahre als Nannys in Dubai

    Gretchen und Phemi kümmern sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten um die acht Kinder von Bushido und Anna-Maria Ferchichi.

  2. Anfang 2026
    Umzug nach Deutschland

    Die Familie zieht zurück, die beiden Philippinerinnen kommen mit und bleiben zunächst einige Monate.

  3. Frühjahr 2026
    Keine Aufenthaltserlaubnis

    Eine dauerhafte Beschäftigung scheitert an den Visabestimmungen, Gretchen und Phemi müssen ausreisen.

  4. 14. August 2026
    Podcast-Folge macht den Fall publik

    Bushido und Anna-Maria Ferchichi erklären den erzwungenen Abschied und kritisieren die Behörden.

  5. 15. bis 17. August 2026
    Der Fall geht durch die Medien

    Bushido nennt die Visaregeln eine „absolute Frechheit“, das Paar betont, keine Partei zu unterstützen.

  6. 27. Oktober 2026
    Ferchichi schildert die Hintergründe

    In ihrer Instagram-Story sagt sie, der Abschied sei nicht freiwillig und trotz Anwalt gescheitert.

Bushido spricht von einer Frechheit

Mitte August machte das Paar den Fall in seinem Podcast „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ öffentlich. Bushido sagte dort, man sei bereit gewesen, ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einzurichten – eine Möglichkeit habe es dennoch nicht gegeben. Er sprach von einer „absoluten Frechheit“ des deutschen Staates; Bushidos Wut auf die deutschen Behörden wurde damit erstmals öffentlich.

Konkret ging es um ein Arbeitsverhältnis, das die Familie einrichten wollte: „Wir hätten sie offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen können, wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten. Alles an Lohnsteuer und Krankenkasse wäre abgeführt worden.“

In den folgenden Tagen griffen mehrere Medien den Fall auf. Ferchichi verwies auf Spanien als Vorbild, das Paar betonte, es unterstütze keine Partei. An der Entscheidung der Behörden änderte die öffentliche Kritik nichts – die beiden Frauen mussten das Land verlassen.

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Rente statt neuem Job

Die Entscheidung für den Ruhestand fiel bereits in Dubai. Anna-Maria Ferchichi und Bushido wollten die beiden Frauen nach dem Ende der Zusammenarbeit direkt in den Ruhestand schicken und ihnen eine Art Rente zahlen – aus Angst, sie könnten bei einem neuen Arbeitgeber schlecht behandelt werden.

Zunächst hätten die Frauen das Angebot abgelehnt, sagte Ferchichi. Bushido hält die Lösung dennoch für richtig und verteidigt sie bis heute – auch gegenüber Zweifeln, ob eine solche Versorgung ein Ersatz für den Job sein kann.

„Ich habe zu jeder Sekunde ein gutes Gefühl, dass wir da echt tolle Menschen unterstützen, die es auch verdient haben.“
Bushido, Rapper

Zurück auf den Philippinen

Gretchen und Phemi leben inzwischen wieder auf den Philippinen und erhalten nach eigenen Angaben eine Art Rente. Ferchichi beschrieb, dass die Rückkehr für die beiden durchaus beängstigend war.

„Die hatten auch ein bisschen Angst, zurückzugehen. Das habe ich gemerkt. Angst vor dieser Distanz zu ihren Ehemännern. Wenn du irgendwie acht Jahre im Ausland warst, neun Jahre, zehn Jahre, dann warst du nicht bei deiner Familie.“

Für die Ferchichis bleibt der Abschied ein Verlust – in einem Haushalt mit acht Kindern war das Thema Familienzeit ohnehin ein Dauerbrenner: zehn Jahre Streit um Familienzeit prägten die Ehe.

Ferchichi selbst fasst den Verlust in einen kurzen Satz, der die vier gemeinsamen Jahre in Dubai zusammenfasst und den Schlussstrich betont.

„Wir vermissen sie menschlich jeden Tag und es waren wundervolle Jahre! Doch alles hat seine Zeit“
Anna-Maria Ferchichi, Unternehmerin und Ehefrau von Bushido

Offen ist, ob Gretchen und Phemi jemals wieder nach Deutschland einreisen dürfen – dafür müsste sich die Visapraxis ändern. Bis dahin zahlen Bushido und Ferchichi die Versorgung der beiden weiter und machen den Staat für die Trennung verantwortlich.