Zoll Köln findet Rekordmenge von 57.000 Schmuggelzigaretten
Bild: KI-generiert
Flughafenkontrolle

Zoll Köln findet Rekordmenge von 57.000 Schmuggelzigaretten

Fast 57.000 unversteuerte Zigaretten, verteilt auf zwölf Gepäckstücke – so viel hat das Hauptzollamt Köln noch nie sichergestellt. Die 28-jährige Belgierin war mit ihrem siebenjährigen Sohn aus Istanbul eingereist; ihre Mutter war Ende August am selben Flughafen mit 15.000 Zigaretten aufgegriffen worden.

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Knapp 57.000 unversteuerte Zigaretten hat der Kölner Zoll am Flughafen Köln/Bonn entdeckt – ein Rekordwert für das Hauptzollamt Köln. Die Ware verschiedener Marken ist sichergestellt. Gegen die 28-jährige Belgierin, in deren Gepäck sie steckte, läuft ein Steuerstrafverfahren.

Die Frau war mit ihrem siebenjährigen Sohn aus Istanbul zurückgekehrt und wollte mit zwölf Gepäckstücken den grünen Ausgang passieren. Am 26. Oktober machte das Hauptzollamt den Fund öffentlich, wenige Tage nach der Kontrolle. Am Abend berichtete der WDR über den Schmuggelfall am Flughafen.

Kaum Kleidung, fast nur Tabak

Aufmerksam wurden die Beamten durch eindeutige Auffälligkeiten auf den Röntgenbildern der Koffer. Beim Öffnen fanden sie kaum etwas von dem, was sonst in Reisegepäck steckt. Was stattdessen zum Vorschein kam, beschreibt Pressesprecher Jens Ahland so:

„Nach eindeutigen Auffälligkeiten auf den Röntgenbildern der Koffer fanden meine Kolleginnen und Kollegen in dem Gepäck kaum Bekleidung oder persönliche Gegenstände, sondern fast ausschließlich diese enorme Menge unversteuerter Zigaretten verschiedener Marken. Selbst der Rucksack des Kindes war voll mit Schmuggelware.“
Jens Ahland, Pressesprecher Hauptzollamt Köln

Für das Hauptzollamt ist die Menge ein Rekord. Reiserückkehrer aus der Türkei mit zu vielen Zigaretten gehörten am Flughafen zum Alltagsgeschäft, sagt Ahland – aber vier große Koffer und acht weitere Gepäckstücke fast ausschließlich mit knapp 57.000 unversteuerten Zigaretten seien „für uns ein neuer Rekordwert“.

Die Mutter war im August schon aufgefallen

Die 28-Jährige ist in ihrer Familie nicht die Erste, die am Flughafen auffällt. Ihre Mutter war Ende August 2026 an derselben Stelle nach ihrer Rückkehr aus Istanbul mit rund 15.000 Schmuggelzigaretten aufgegriffen worden.

Der Sprecher verknüpft beide Fälle: Die Mutter der Schmugglerin sei seinen Kolleginnen und Kollegen „bereits Ende August 2026 an gleicher Stelle nach ihrer Rückkehr aus Istanbul mit rund 15.000 Schmuggelzigaretten ins Netz gegangen“. Zwischen den beiden Zugriffen liegen nur wenige Wochen.

Zigarettenmengen im Vergleich

Steuerfreie Freimenge und zwei Sicherstellungen am Flughafen Köln/Bonn

Quelle: Hauptzollamt Köln

Das 285-Fache der Freimenge

Für private Einfuhren aus Nicht-EU-Ländern gilt eine Freimenge von 200 Zigaretten oder 250 Gramm Rauch- beziehungsweise Wasserpfeifentabak. Die bei der 28-Jährigen sichergestellte Menge entspricht etwa dem 285-Fachen dieser Grenze.

Schon die 15.000 Zigaretten ihrer Mutter lagen beim 75-Fachen der Freimenge. Beide Frauen wurden an derselben Kontrollstelle des Flughafens Köln/Bonn gestellt – die Tochter mit fast vier Mal so viel Ware wie die Mutter wenige Wochen zuvor.

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Steuerstrafverfahren läuft

Die Zigaretten sind sichergestellt, gegen die Belgierin läuft ein Steuerstrafverfahren. Regionale und überregionale Medien griffen den Fall am 27. und 28. Oktober auf, darunter die „Rheinische Post“, RTL WEST und WELT.

FOCUS online berichtete über den Kinderrucksack voller Kippen des Siebenjährigen. Mit welcher Strafe die 28-Jährige rechnen muss und ob die Mitnahme ihres Sohnes das Verfahren beeinflusst, ist offen.