Sarah Kuttners Brustkrebs hat nicht gestreut, Operation steht an
Dreieinhalb Wochen Untersuchungen, jetzt die Entwarnung: Sarah Kuttners Brustkrebs hat nicht gestreut. Doch ob vor der Operation eine Chemotherapie nötig wird, ist offen – die Entscheidung fällt Mitte November.
Sarah Kuttner (47) kann aufatmen: Ihr Brustkrebs hat nicht gestreut. Das ergaben die Untersuchungen der vergangenen dreieinhalb Wochen, wie die Autorin und Moderatorin am Mittwoch in der zehnten Folge der 18. Staffel ihres Podcasts „Das kleine Fernsehballett“ mitteilte.
Damit ist die drängendste Frage seit der Diagnose Mitte Oktober beantwortet – erledigt ist die Sache nicht. Der Tumor soll in den kommenden Wochen operativ entfernt werden. Offen ist allein, ob Kuttner vorher eine Chemotherapie braucht. Darüber soll Mitte November entschieden werden.
Von der ersten Absage bis zur Entwarnung
1. Oktober 2026
Lesung und Aufzeichnung abgesagt
Nach einem Vorsorgetermin beim Frauenarzt sagt Kuttner eine Lesung und eine Podcast-Aufzeichnung ab.
13. Oktober 2026
Komplette Lesetour abgesagt
Nach einer Biopsie mit fünf Gewebeproben sagt sie ihre Lesetour ersatzlos ab.
14. Oktober 2026
Brustkrebs-Diagnose im Podcast
Tumor in der rechten Brust, knapp drei Zentimeter, „mittelgroß, mittelgefährlich“. Sie kündigt an, danach nicht weiter über die Krankheit sprechen zu wollen.
22. Oktober 2026
Künstlich in den Wechseljahren
Die Antihormontherapie hat sie in die Wechseljahre versetzt; vermutlich hat sie ihre letzte Menstruation erlebt.
28. Oktober 2026
Entwarnung: Der Krebs hat nicht gestreut
In Folge 10 der 18. Staffel nennt sie den Befund „wirklich gut übersichtlich“. Der Tumor soll in den kommenden Wochen operiert werden.
Dreieinhalb Wochen Untersuchungen
Seit dem 14. Oktober lief die Untersuchungsphase: erst die Biopsie mit fünf Gewebeproben, dann bildgebende Verfahren, weitere Gespräche, weitere Befunde. In der Folge vom 21. Oktober sagte Kuttner noch, die Termine liefen. Jetzt steht fest, dass der Tumor in ihrer rechten Brust begrenzt geblieben ist. Wie sie das Ergebnis selbst einordnet:
„Man möchte es nicht die langweiligste Variante nennen, aber es ist eine wirklich gut übersichtliche.“
Sarah Kuttner, Moderatorin und Autorin
Chemo nur „semi-realistisch“
Seit Wochen bekommt Kuttner eine Antihormontherapie. Sie soll das Tumorwachstum bremsen und den Tumor verkleinern. Der Preis ist deutlich: Die Behandlung hat die 47-Jährige künstlich in die Wechseljahre versetzt. Vorige Woche berichtete sie, vermutlich ihre letzte Menstruation erlebt zu haben.
Ob vor der Operation zusätzlich eine Chemotherapie nötig wird, ist weiter offen. Bei ihrer Tumorart sei das ohnehin nur „semi-realistisch“, sagte Kuttner. Mitte November erwartet sie die Entscheidung. Für den weiteren Verlauf zeigte sie sich verhalten optimistisch.
Zwei Hände voll Tabletten
Bis dahin nimmt sie nach eigener Schilderung „zwei Hände voll“ Tabletten. Darunter sind auch ihre Antidepressiva, die sie zuvor „aus Eitelkeit“ abgesetzt hatte. Die Medikamente sind kein Nebenschauplatz: Kuttner beschreibt die Belastung ausdrücklich als seelische.
„psychisch ein Haufen Scheiße“
Sarah Kuttner, Moderatorin und Autorin
Der Satz relativiert das Bild der Frau, die alles wegscherzt. Am 14. Oktober hatte Kuttner angekündigt, nach der Operation nicht weiter öffentlich über die Krankheit sprechen zu wollen. In der aktuellen Folge des Podcasts „Das kleine Fernsehballett“, die rund 64 Minuten läuft, spricht sie nun erneut ausführlich darüber.
Der kürzeste Krebs der Welt
So schwer die Diagnose sie psychisch trifft, über den Eingriff selbst spricht Kuttner mit Galgenhumor. Sie erwartet, dass die Operation das Problem weitgehend erledigt – und macht daraus einen Scherz, der die Anspannung der vergangenen Wochen löst:
„Eigentlich hat man schon nach der OP keinen Krebs mehr. Der kürzeste Krebs der Welt, quasi.“
Sarah Kuttner, Moderatorin und Autorin
Entscheidung Mitte November
Hinter dem Scherz steht ein Fahrplan. Der Tumor soll in den kommenden Wochen operativ entfernt werden. Kommt eine Chemotherapie hinzu, müsste sie zuerst laufen, der Eingriff würde sich verschieben. Die Entscheidung darüber fällt Mitte November. Sie bestimmt, wie lang die Behandlung am Ende dauert.
Der Tumor in Kuttners rechter Brust ist knapp drei Zentimeter groß; Mitte Oktober hatte sie ihn selbst als „mittelgroß, mittelgefährlich“ beschrieben, wie der Bericht über Kuttners Entwarnung im Podcast festhält. Über die Krankheit sprechen will sie nach der Operation nicht mehr, so hatte sie es angekündigt. Offen ist vorher nur noch eine Frage: Kommt die Chemotherapie vor den Eingriff – oder nicht?