Crystal Hefner (40) beschuldigt ihren verstorbenen Ehemann Hugh Hefner der Vergewaltigung. In der am 27. Oktober ausgestrahlten Episode des Podcasts „Lisa Guerrero Unleashed“ beantwortete die Witwe des Playboy-Gründers die Frage der Moderatorin, ob sie glaube, von Hefner vergewaltigt worden zu sein, mit einem Satz, der als Zustimmung gelesen werden muss.
Lisa Guerrero, frühere Investigativjournalistin, hatte nachgefragt, ob Hefner sie gegen ihren Willen zum Sex gedrängt habe. Crystal Hefner antwortete ausweichend und deutlich zugleich:
„Ich glaube schon, dass ich getan habe, was er von mir wollte. Und wenn Sex dazugehörte, dann habe ich eben getan, was er wollte.“
Guerrero zog daraus die Konsequenz und sagte: „Das klingt nach Vergewaltigung.“ Hefner ist 2017 im Alter von 91 Jahren gestorben, strafrechtlich kann ihm nichts mehr passieren. Die Vorwürfe treffen dafür ein Projekt, das gerade erst entsteht: einen Spielfilm über das Leben im Playboy-Kosmos.
Was sie über die Nächte in der Mansion sagt
Die Schilderungen, die Crystal Hefner in derselben Episode ergänzt, sind konkret. „Es gab Zeiten, die waren im Schlafzimmer wirklich unangenehm für mich“, sagte sie. „Im Schlafzimmer passierten Dinge, die am Ende einfach nicht in Ordnung waren.“
Nach den Begegnungen sei sie körperlich schmerzend zurückgeblieben, während Hefner längst schlief: „Er ist nicht sanft. Danach schnarcht er, und ich versuche nach dem, was passiert ist, zu schlafen, und mein Körper schmerzt.“ Sie sagt außerdem: „Nichts an ihm war intim.“
Crystal Hefner behauptet zudem, Hefner habe sie und andere Frauen mit sichtbar verschmutzten Sexspielzeugen malträtiert. Diese Darstellung steht unter anderem in dem Bericht von Page Six über die Vorwürfe.
Eine der Szenen, die sie beschreibt, führt zwei Frauen zusammen. Crystal Hefner sagt, sie habe nicht gewollt, dass die beiden so etwas miteinander tun: „Das ist Inzest. Das ist widerwärtig. Ich wollte nicht, dass sie so etwas miteinander machen müssen. Das war sehr, sehr schwer.“
Von der Party 2008 zur späten Anklage
Crystal Harris war 21, als sie Hugh Hefner 2008 auf einer Halloween-Party in der Playboy Mansion kennenlernte; er war 82. 2011 sagte sie die geplante Hochzeit ab, ein Jahr später heirateten sie doch – sie wurde seine dritte Ehefrau. Offen spricht sie inzwischen darüber, dass sie die Ehe bereut: Crystal Harris bereut die Ehe mit Hugh Hefner.
Hefner starb im September 2017 mit 91 Jahren an Herzstillstand und Atemversagen. 2024 beschrieb sie ihn in ihren Memoiren „Only Say Good Things“ als kontrollierend. Im Februar 2026 forderte sie mit Anwältin Gloria Allred bei einer Pressekonferenz Untersuchungen der Hugh M. Hefner Foundation. Im August 2026 sprach sie erstmals von sexuellem Missbrauch.
Die Vorgeschichte der Vorwürfe
- 2008Erste Begegnung in der Mansion
Crystal Harris ist 21, Hugh Hefner 82, als sie sich auf einer Halloween-Party kennenlernen.
- 2011Crystal Harris sagt die Hochzeit ab
Sie erklärt, das sei nicht der Lebensstil für sie.
- September 2017Hugh Hefner stirbt
Der Playboy-Gründer stirbt mit 91 Jahren an Herzstillstand und Atemversagen.
- 2024Die Memoiren erscheinen
In „Only Say Good Things“ beschreibt sie Hefner als kontrollierenden Mann.
- 17. Februar 2026Pressekonferenz mit Gloria Allred
Crystal Hefner fordert Untersuchungen der Hugh M. Hefner Foundation; Hefners Söhne Cooper und Marston weisen Missstände zurück.
- 8. Oktober 2026Die Nachricht an Jessica Biel
Crystal Hefner fordert die Schauspielerin auf, ihre Rolle im geplanten Film „Playmates“ zu überdenken.
- 27. Oktober 2026Die Podcast-Episode
Bei „Lisa Guerrero Unleashed“ bejaht sie die Frage, ob sie glaube, von Hefner vergewaltigt worden zu sein.
Der Streit um den Film „Playmates“
Wenige Wochen vor der Podcast-Episode wandte sich Crystal Hefner direkt an eine Schauspielerin. Am 8. Oktober schickte sie Jessica Biel (44) eine Nachricht über Instagram und forderte sie auf, ihre Rolle in dem geplanten Film „Playmates“ zu überdenken. Sie sprach dabei von sexuellem, emotionalem, finanziellem und körperlichem Missbrauch.
„Bitte überdenk es, Hugh Hefners „Ehefrau“ zu spielen, wenn dieser Film ihn oder die Playboy-Welt verklären soll. Ich war tatsächlich seine Frau, und ich habe in dieser Beziehung sexuellen, emotionalen, finanziellen und körperlichen Missbrauch erlebt.“
Damit verschiebt sie den Streit von der Strafe für einen Toten auf die Erzählung über ihn. Der Appell richtet sich an eine Schauspielerin, die in dem Projekt die Ehefrau an Hefners Seite spielen soll – eine Rolle, für die Crystal Hefner die Deutungshoheit beansprucht: Sie war von 2012 bis zu seinem Tod seine Frau.
Wer antwortet – und wer schweigt
Reaktionen auf die neuen Vorwürfe sind dünn. Ein Sprecher der Shannon-Zwillinge reagierte auf Anfrage nicht. Karissa Shannon hatte schon früher erklärt, Sex mit Hefner sei „wie eine Vergewaltigung“ gewesen – eine Aussage, die nun neben Crystal Hefners Bericht steht.
Hefners Söhne Cooper und Marston hatten im Februar 2026 Missstände in der Stiftung zurückgewiesen. Strafrechtlich ist nichts mehr zu klären: Hefner starb 2017 an Herzstillstand und Atemversagen, ein Verfahren gegen ihn ist ausgeschlossen.
Am 28. Oktober griffen Medien die Vorwürfe international und im deutschsprachigen Raum auf, darunter Promiflash mit einem Überblick zu den Missbrauchsvorwürfen. Offen ist, ob Jessica Biel oder die Produzenten von 'Playmates' auf die Forderung aus der Podcast-Episode eingehen.
