Amira Aly will Kinder-Accounts auf Social Media verbieten lassen
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Amira Aly will Kinder-Accounts auf Social Media verbieten lassen

In ihrem Podcast rechnet Amira Aly mit Eltern ab, die ihre Kinder im Netz vermarkten – und fordert ein Verbot. Für ihre eigenen drei Kinder verlangt sie das Gegenteil von Aufmerksamkeit.

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Amira Aly (34) will Kinder-Accounts auf Social Media verbieten lassen. In der neuen Folge ihres Podimo-Podcasts „Amira + 1“ sagt die Moderatorin über Eltern, die ihre Töchter und Söhne im Netz vermarkten: „Diese Eltern sind alle auf Profit aus.“

Eigentlich geht es in der Episode um Hasskommentare, Hate Speech und fehlende Moderation unter Beiträgen. Gesprächspartnerin ist die Social-Media-Expertin und Autorin Vivian Pein. Aly nutzt das Gespräch für eine Abrechnung mit einer Gruppe, die von der Reichweite ihrer Kinder lebt.

„Diese Eltern sind alle auf Profit aus. Es gibt keinen anderen Grund, ein 14-jähriges Mädchen auf Social Media zu irgendwelchen Liedern tanzen zu lassen oder irgendwelche Videos zu posten. Es gibt keinen Mehrwert außer in finanzieller Hinsicht und das ist fahrlässig. Das sollte verboten werden.“
Amira Aly, Moderatorin

Kreißsaal-Fotos und anzügliche Kommentare

Aly geht mehrere Formen von Kinder-Content durch. Kreißsaal-Fotos von Neugeborenen nennt sie „lächerlich“. Kommentare Erwachsener unter Fotos von Kindern, die sie als anzüglich beschreibt, nennt sie „widerlich“. Ihr Vorwurf an die Eltern bleibt derselbe: Sie lassen es zu.

Was mit einem Kinderfoto im Netz passiert, können Kinder nach ihrer Überzeugung nicht erfassen. „In diesem Moment gibst du dein Gesicht ab, deine Identität auch irgendwo, und ein Kind kann das gar nicht greifen“, sagt Aly. Auf die Frage nach dem Warum folgt Wut: „Wozu, verdammt noch mal? Da steigt in mir die Wut auf.“

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Ihre eigenen Kinder bleiben unsichtbar

Aly ist selbst dreifache Mutter. Sie hat zwei Söhne aus der Ehe mit Oliver Pocher; am 27. Oktober 2026 gab sie die Geburt ihrer Tochter bekannt, des ersten gemeinsamen Kindes mit Partner Christian Düren (36). Bereits im August hatte sie im Podcast die Erwartung eines Mädchens nach zwei Söhnen bestätigt.

Für die eigenen Kinder fordert sie das Gegenteil von Aufmerksamkeit: Abschottung. „Ich werde alles dafür tun, sie so lange wie möglich von Social Media fernzuhalten“, sagt sie in der Folge.

„Das ist Gift für Kinder.“
Amira Aly, Moderatorin

Gesichter und Namen der drei Kinder sind nicht öffentlich. Über den feststehenden, aber geheim gehaltenen Babynamen hat sie im Podcast nur so viel gesagt: Er steht fest, verraten wird er nicht.

Erste Berichte am 27. Oktober

Promiflash griff die Podcast-Passage am 27. Oktober 2026 zuerst auf, am selben Tag, an dem Aly die Geburt ihrer Tochter bekannt gab. Am 28. Oktober folgten unter anderem Kritik an Eltern, die mit Kindern Geld verdienen, die Berliner Zeitung, Express und der Kölner Stadt-Anzeiger sowie Prisma (teleschau).

Am 29. Oktober machten der Kölner Bericht über die Verbotsforderung und die BUNTE-Fassung „Das sollte verboten werden“ die Aussage zum Aufmacher. In den Berichten wird Vivian Pein als Social-Media-Expertin und Autorin benannt.

Was ein Verbot leisten müsste

Konkrete Regeln nennt Aly nicht. Sie sagt nicht, ob Plattformen Konten sperren, der Gesetzgeber einschreiten oder Eltern selbst verzichten sollen. Ihre Forderung bleibt ein Satz im Gespräch über fehlende Moderation: „Das sollte verboten werden.“

Die Grenze zieht sie nicht zwischen öffentlich und privat, sondern zwischen sich und ihren Kindern. Über Schwangerschaft und Alltag spricht sie in ihrem Podcast, die Gesichter ihrer Kinder zeigt sie nicht.

Ob Plattformen oder Politik auf die Forderung reagieren, ist bislang nicht überliefert. Für Aly zählt die eigene Konsequenz: Ihre am 27. Oktober geborene Tochter soll von Social Media fernbleiben, so lange es geht.