Heino setzt mit Anwalt den alten Titel für Wörthersee-Film durch
Heino (87) hat den Streit um den gegenderten Titel des Wörthersee-Films gewonnen: Nach einem Anwaltsschreiben lenkte Produzentin Stefanie Mayer ein und strich das Genderzeichen. Der Sänger fordert nun, sich „für immer von diesem Blödsinn“ zu verabschieden.
Heino (87) hat den Streit um den gegenderten Titel des Wörthersee-Films gewonnen – mit dem Anwalt. Die Produktion nahm das Genderzeichen aus dem Namen der Pilotfolge zurück. Öffentlich wurde der Fall am 29. Oktober.
Statt „Die Rettungsschwimmer:innen vom Wörthersee“ heißt das Projekt wieder „Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee“. Dem Sänger ging es dabei um mehr als ein Wort: Er hatte mit Ausstieg gedroht und schließlich seinen Anwalt eingeschaltet.
Öffentlich wurde der Vorgang zuerst durch die „Bild“-Zeitung, danach griffen österreichische und deutsche Medien den Fall auf. Im Zentrum steht eine Produzentin, die weiterhin zur gendergerechten Sprache steht – und den Titel trotzdem geändert hat.
Ultimatum am Drehort in Velden
Vom 24. bis 27. August 2026 stand Heino in Velden am Wörthersee vor der Kamera, unter anderem im Falkensteiner Schlosshotel. In der Pilotfolge der Mockumentary-Serie spielt er sich selbst, soll ein Konzert geben und aus Seenot gerettet werden.
Schon beim Dreh störte sich der Sänger am gegenderten Arbeitstitel und nannte ihn „Blödsinn“. Sein Manager Helmut Werner stellte Produzentin Stefanie Mayer ein Ultimatum: alter Titel oder Drehabbruch. Mayer erklärte zunächst, es handle sich nur um einen Arbeitstitel.
Am letzten Drehtag, dem 27. August, legte Heino nach. Bei einem gegenderten Titel dürfe seine bereits gedrehte Szene keine Verwendung finden, kündigte er an – und dass er den Titelsong nicht singen werde.
Vom Arbeitstitel zum Anwaltsschreiben
Mitte August 2026
Produktion wirbt mit Genderzeichen
Die Pilotfolge wird als „Die Rettungsschwimmer:innen vom Wörthersee“ beworben, Regie und Produktion: Stefanie Mayer.
24. August 2026
Drehstart in Velden
Vier Drehtage am Wörthersee, unter anderem im Falkensteiner Schlosshotel. Heino spielt sich selbst.
27. August 2026
Letzter Drehtag mit Drohung
Heino will seine Szene bei gegendertem Titel sperren und den Titelsong nicht singen.
Oktober 2026
Der Anwalt schreibt
Heino erfährt, dass der fertige Film Sendern weiter unter dem gegenderten Titel angeboten wird. Sein Anwalt untersagt die Verwertung allen Materials mit ihm.
Kurz vor dem 29. Oktober 2026
Titel wird zurückgenommen
Mayer kehrt zum Namen „Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee“ zurück. Heino bleibt Teil des Films.
29. Oktober 2026
Fall wird öffentlich
Die „Bild“-Zeitung berichtet über Anwaltsschreiben und Titeländerung, österreichische und deutsche Medien folgen.
Anwalt untersagt jede Verwertung
Im Oktober erfuhr Heino, dass der fertige Film Fernsehsendern weiterhin unter dem gegenderten Titel angeboten wurde. Laut Kurier-Bericht über Heinos Anwaltsschreiben untersagte sein Anwalt der Produktion die Verwertung, Veröffentlichung und Verbreitung jeglichen Materials mit ihm.
Für die Produktion war das eine Zerreißprobe: Am gegenderten Titel festzuhalten hätte bedeutet, Heino vollständig aus dem Film zu schneiden. Mayer lenkte ein und kehrte zum alten Namen zurück, Bericht über Heinos Titelstreit.
Die Produzentin begründet den Schritt mit dem Erfolg des Projekts, nicht mit Einsicht.
„Ich habe mich als Produzentin und Regisseurin entschieden, den Arbeitstitel unseres Films in ‚Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee‘ zu ändern. Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass ich weiterhin zur gendergerechten Sprache und zu meinen persönlichen Überzeugungen stehe. Aber für mich steht jetzt der Erfolg des Filmprojekts im Vordergrund.“
Stefanie Mayer, Produzentin und Regisseurin
„Gendern ist mit mir nicht zu machen“
Heino sieht sich bestätigt. Sein Anwalt hat den Titel gekippt, jetzt geht der Sänger weiter: Er will das Gendern insgesamt beendet sehen – nicht nur im Namen einer Fernsehserie.
„Das Gendern brauchte nie jemand, es wollte nie jemand und es hat unsere schöne, deutsche Sprache verschandelt. Es wird Zeit, dass wir uns für immer von diesem Blödsinn verabschieden.“
Heino, Schlagersänger
In dem Zitat wendet sich Heino gegen das Gendern allgemein, nicht nur gegen einen Serientitel. Mayer hat den Namen geändert, ihre Haltung zum Gendern aber verteidigt – entschieden ist der Streit damit nur an einer Stelle.
Bereits am Set hatte Heino argumentiert: „Sehe keine Notwendigkeit, dass man einen Filmtitel gendern muss – das ist Blödsinn!“ Damals drohte er mit dem Ausstieg; heute verlangt er, das Gendern insgesamt zu beenden.
Wie es mit dem Wörthersee-Film weitergeht
Die Pilotfolge war als Auftakt einer Serie angelegt; im August war von zehn geplanten Folgen die Rede. Ob ein Sender zugreift, ist offen.
Offen ist auch, ob der alte Name dauerhaft hält. Mayer hat die Rückkehr zum ursprünglichen Titel mit dem Erfolg des Projekts begründet, nicht mit einer Abkehr vom Gendern. Bei einer Serienbestellung könnte die Frage erneut aufbrechen.
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Heino lässt an seiner Position keinen Zweifel. Ob der Kompromiss von Velden trägt, zeigt sich erst, wenn ein Sender zusagt und die nächsten Folgen einen Namen brauchen.