Zverev ist erstmals Nummer eins – als zweiter Deutscher nach Becker
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Zverev ist erstmals Nummer eins – als zweiter Deutscher nach Becker

Mit einem 6:4, 7:5 gegen Tallon Griekspoor macht Alexander Zverev in Wien den Sprung an die Spitze perfekt: Ab Montag ist er Nummer eins der Welt, als zweiter Deutscher nach Boris Becker. Gegen den Landsmann teilt er prompt aus.

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Wien, Donnerstagabend: Alexander Zverev hat am 29. Oktober 2026 im Achtelfinale der Erste Bank Open den Niederländer Tallon Griekspoor mit 6:4 und 7:5 bezwungen. Damit ist fix, was vor dem Turnier nur eine Frage der Zeit war – ab Montag, 2. November 2026, führt der Deutsche die Tennis-Weltrangliste an, erstmals in seiner Karriere.

Es ist ein Meilenstein mit Seltenheitswert: Zverev ist der zweite Deutsche nach Boris Becker (1991) an der Spitze und erst der 30. Spieler überhaupt seit Einführung der Rangliste 1973. Vor dem Matchball löste sich eine Platte in der Bande, grelles Licht blendete ihn, ein Zuschauer half mit einem Handtuch aus. Sekunden später beendete er die Partie mit einem Ass.

Instagram · @alexzverev123

Der lange Weg zur Spitze

Mit dem Sieg holte Zverev seinen 583. ATP-Matchgewinn. Nach dem Matchball lief er zu seiner Box, in der Freundin Sophia Thomalla saß, und gab ihr einen Handkuss. Bei der Siegerehrung auf dem Centre Court standen neben Thomalla sein Vater Alexander senior, Physiotherapeut Bastian Arnold und Weggefährte Marcelo Melo – auf dem Platz eine riesige „Eins“.

Der Weg dorthin war steinig: 2022 brach sich Zverev im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal den Knöchel, es folgte eine lange Zwangspause – Zverevs Weg an die Weltspitze war von Rückschlägen gepflastert. 2026 folgten der French-Open-Titel in Paris und der US-Open-Titel in New York, seine ersten beiden Grand-Slam-Erfolge. Am 12. Oktober bestätigte die ATP den Saison-Endstand als Nummer eins.

Auf die Frage, warum er nach einem Achtelfinalsieg so ausgelassen jubelte, antwortete er: „Ich bin die neue Nummer 1 der Welt! Es ist unfassbar, und es ist ein besonderes Gefühl zu wissen, dass ich am Montag die Nummer 1 der Welt bin.“

Von der Knöchelverletzung zur Nummer eins

  1. Oktober 2021
    Beziehung mit Sophia Thomalla wird öffentlich

    Zverev und Thomalla machen ihre Verbindung publik – sie sitzt später bei seinem größten Erfolg in der Box.

  2. Juni 2022
    Knöchelbruch im French-Open-Halbfinale

    Gegen Rafael Nadal verletzt sich Zverev schwer, es folgt eine lange Zwangspause.

  3. Juni 2026
    Erster Grand-Slam-Titel in Paris

    Zverev gewinnt die French Open – sein erster großer Titel.

  4. September 2026
    US-Open-Titel in New York

    Der zweite Grand-Slam-Erfolg des Jahres.

  5. 12. Oktober 2026
    ATP bestätigt den Saison-Endstand

    Der Verband verkündet, dass Zverev die Saison 2026 als Nummer eins abschließen wird.

  6. 29. Oktober 2026
    Achtelfinalsieg in Wien

    6:4, 7:5 gegen Griekspoor, der 583. ATP-Matchgewinn – und damit die Nummer eins ab 2. November.

Seitenhieb Richtung Becker

Am Abend wurde Zverev auf der Pressekonferenz mit Boris Becker konfrontiert, dem ersten deutschen Weltranglistenersten von 1991. Sein Spruch gegen den Landsmann war eine kleine Rechnung.

„Eine Woche mehr als Boris? Sehr gut. Dann hat sich ja der Sieg gelohnt.“
Alexander Zverev, Tennisspieler

Der Satz zielt auf die Dauer an der Spitze: Nach Zverevs eigener Rechnung bleibt er eine Woche länger Weltranglistenerster als Becker 1991. Der 29-Jährige weiß, dass der Platz nicht allein aus einem Turnierfolg folgt, sondern aus einem ganzen Jahr.

Rückendeckung kommt aus der Konkurrenz. Carlos Alcaraz, Nummer 3 der Welt, sagte: „Beim Tennis geht es nicht nur darum, an einem Tag sein bestes Tennis zu spielen, sondern um die Konstanz während des gesamten Jahres.“ Spieler mit höherem Niveau und besserer Form gebe es – Zverev sei „beides“.

Was jetzt kommt

Sportlich geht es am Freitag weiter: Im Viertelfinale von Wien trifft Zverev auf den Briten Arthur Fery. Am Abend nach dem Achtelfinale hatte er einen Videozusammenschnitt mit dem Titel „World No. 1“ veröffentlicht, von Kindheitsszenen bis in die Gegenwart; dazu gratulierten Sportgrößen wie Matthias Steiner, Nico Rosberg, Lothar Matthäus und Oliver Kahn.

Am Montag wird die neue Rangliste veröffentlicht – dann steht die Eins offiziell neben seinem Namen, als zweitem Deutschen nach Becker. Wie lange er die Spitze hält, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

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