Kurt Russell schildert Polizeieinsatz beim ersten Date mit Hawn
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Hollywood-Liebe

Kurt Russell schildert Polizeieinsatz beim ersten Date mit Hawn

Kurt Russell hat für Goldie Hawn 1983 eine Haustür aufgehebelt – dann standen Polizisten mit Taschenlampe im leeren Schlafzimmer. Im Interview erzählt er die Geschichte nun deutlich zahmer als noch 2017.

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Polizisten mit Taschenlampe unterbrachen das erste Date von Kurt Russell und Goldie Hawn – in einem leeren Haus, dessen Tür Russell zuvor selbst aufgehebelt hatte. Im FAZ-Interview über das erste Date erzählt Russell (75) die Nacht von 1983 so zurückhaltend wie nie zuvor.

Der Anlass des Gesprächs, das am 31. Oktober 2026 erschien, ist eine Serie: In „The Madison“ von Taylor Sheridan spielt Russell an der Seite von Michelle Pfeiffer das Paar Preston und Stacy Clyburn, dessen Leben der Tod des Ehemanns und Vaters umwirft. Die Paramount+-Produktion läuft seit dem 14. März 2026. Im Juni ehrte ihn das Festival von Monte Carlo mit dem Crystal Nymph.

Drei Stunden im Playboy Club

1983 drehten beide „Swing Shift“, einen Film über den Zweiten Weltkrieg. Hawn war der Star und produzierte, Russell spielte den Mann an ihrer Seite. Beide waren frisch getrennt: sie von Musiker Bill Hudson, er von Season Hubley, mit der er Sohn Boston hat. Für eine Tanzszene bat Russell um gemeinsame Proben – und trieb die einzige Swingband auf, die er finden konnte. Sie spielte im legendären Playboy Club.

Eine Tanzstunde wurde daraus nicht. Russell beschreibt den Abend als Beginn der Beziehung:

„Wir gingen also dorthin, theoretisch, damit sie mir zeigt, was ich tun muss – und dann saßen wir drei Stunden da und redeten. Wir standen nicht ein einziges Mal von unseren Stühlen auf. Seitdem sind wir zusammen.“
Kurt Russell, Schauspieler

Ein aufgehebeltes Haus und eine Taschenlampe

Weil Russell damals noch bei seinem Ex-Schwager wohnte, fuhren die beiden anschließend zu Hawns Haus. Sie renovierte gerade und wollte es ihm zeigen – doch alles war abgeschlossen. Russell sagte laut eigener Erinnerung großspurig, er schaffe das schon: „Also habe ich herumgehebelt, bis die Tür offen war.“

Sie gingen durch das leere Haus bis nach oben, wo das Schlafzimmer entstehen sollte. Es gab keine Möbel, gar nichts. Mitten in der Zweisamkeit blendete die beiden plötzlich eine Taschenlampe – Polizisten fragten: „Was ist hier los?“

„Goldie sagte: „Jungs, alles gut – das hier ist mein eigenes Haus.“ Und ich sagte in etwa: „Hat euch die Show gefallen?“ Da mussten die Cops grinsen, wir lachten auch und entschuldigten uns … und das war's.“
Kurt Russell, Schauspieler

2017 klang die Geschichte anders

Der Polizeieinsatz ist keine neue Anekdote – aber die Fassung von 2026 ist die zahmste. Am 21. April 2017 erzählte Russell in der Talkshow „Harry“, die beiden hätten im „imaginären Schlafzimmer“ echten Sex gehabt, als die Polizei hereinstürmte. Vanity Fairs Rückblick auf das erste Date zitiert ihn: „It was a lot of fun.“ Die New York Daily News fasste zusammen, die Story enthalte „a break-in, sex and the police“.

Von der ersten Szene zum Polizeieinsatz

  1. 1966
    Erste gemeinsame Szene

    Kurt Russell (16) und Goldie Hawn (21) stehen für den Disney-Film „The One and Only, Genuine, Original Family Band“ vor der Kamera.

  2. 1983
    Playboy Club und Polizei

    Bei „Swing Shift“ kommen sie sich näher: drei Stunden Gespräch, dann der Einbruch in Hawns renovierungsfertiges Haus.

  3. 21. April 2017
    Die explizite Fassung

    In der Talkshow „Harry“ sagt Russell, die Polizei sei hereingestürmt, als sie Sex hatten.

  4. 14. März 2026
    Serienstart

    „The Madison“ mit Michelle Pfeiffer und Russell als Ehepaar Clyburn läuft bei Paramount+.

  5. Juni 2026
    Crystal Nymph

    Monte Carlo ehrt Russell mit der höchsten Auszeichnung des Festivals, Hawn sitzt bei der Abschlusszeremonie neben ihm.

  6. 31. Oktober 2026
    Das Interview erscheint

    Die Frankfurter Allgemeine druckt Russells Erzählung in der zurückhaltendsten Version.

No bullshit: Fliegen, Wein und Goldie Hawn

Auf die Frage, welche Leidenschaft ihn lebensklug gemacht habe, nennt Russell nicht die Schauspielerei, sondern das Fliegen. Mit 34 begann er damit, 30 Jahre lang flog er „mit allen möglichen Flugzeugen“. Die Lektion: sein Leben ehrlich und kompromisslos leben, nach der Devise „No bullshit“. Ein Flugzeug interessiere sich nicht für Ausreden und Egos: „Wenn du aber dem Flugzeug mit deinem Bullshit kommst, geht es schief. Du kommst um.“

Seit 18 Jahren macht Russell Wein – Pinot Noir und Chardonnay im burgundischen Stil, die Assemblage erledigt er weiter selbst. Sein Label heißt „Gogi“, sein Kindheits-Spitzname. Der erste Jahrgang galt seiner Schwester Jody, die gegen einen Hirntumor kämpfte: Aus „For Baz“ wurde „Forbaz“. Die Pinots tragen die Spitznamen der Familie: „Birdie“ für Kate und „Southpaw“ für Oliver.

Zur Liebe sagt der Mann, der seit 43 Jahren mit Hawn zusammen ist und sie nie geheiratet hat: „Wenn zwei Menschen sich wirklich lieben, gewinnt die Liebe am Ende. Das ist das Einzige, was ich mit Sicherheit weiß.“ Eine Formel für die lange Beziehung habe er nicht – man stehe gemeinsam auf, gehe gemeinsam durch den Tag.

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