Boris Becker beendete 1999 wegen Noahs Einschulung seine Karriere
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Radio-Premiere

Boris Becker beendete 1999 wegen Noahs Einschulung seine Karriere

Bei der Premiere von „Einfach Franzi“ sagt Boris Becker, er würde ein Leben ohne Öffentlichkeit sofort unterschreiben – und nennt den eigentlichen Grund für sein Karriereende 1999: die Einschulung von Sohn Noah in München.

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Boris Becker (58) würde sofort einen Vertrag unterschreiben, der ihm ein Leben ohne Öffentlichkeit zusichert – und sagt im selben Atemzug, ein Leben ohne Tennis könne er sich nicht vorstellen. Ausgerechnet zum Start einer neuen Radio-Sendung legt er damit offen, wie eng bei ihm Rampenlicht und Rückzug zusammenhängen.

Am Sonntag, 1. November 2026, feierte „Einfach Franzi“ von Franziska van Almsick (48) Premiere bei Radio Regenbogen, immer sonntags von 9 bis 11 Uhr. Erster Gast war Becker, wie Auszüge aus dem Premieren-Gespräch bei Radio Regenbogen zeigen. Warum sie das Mikrofon übernimmt, erklärt die Ex-Schwimmerin selbst:

„Meine Kinder sind größer geworden, ich bin selber ein bisschen ruhiger geworden, ich bin vielleicht ein Stück weit erwachsener geworden.“
Franziska van Almsick, Ex-Schwimmerin und Radiomoderatorin

Der eigentliche Grund für das Karriereende

1999 beendete Becker seine Profikarriere. Den Ausschlag gab der Familienkalender, wie Becker nun schildert. Die Regel habe er sich lange vorher selbst gesetzt:

„Sobald Noah eingeschult wird, hört der Becker auf zu spielen.“
Boris Becker, ehemaliger Tennisprofi

Becker hielt sich daran. „Dass mein ältester Sohn dann mit sechs Jahren in München eingeschult wurde, war auch der Grund, warum ich definitiv aufgehört habe.“ Der Satz fällt in einer Sendung, in der es sonst viel um private Details geht – und er verschiebt den Blick auf eine Entscheidung, die Becker nicht dem Sport überließ.

Wimbledon 1985 gegen die erste Windel

In einer „Entweder-oder“-Runde musste sich Becker zwischen zwei Wendepunkten entscheiden: seinem ersten Wimbledon-Sieg 1985 mit 17 Jahren und dem Moment, erstmals Vater zu werden. Er wählte die Vaterschaft. „Dann schon zum ersten Mal Papa werden.“

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Der Blick auf die eigene Jugend ist heute streng: „Wenn ich mir heute vorstelle, meinen 16-jährigen Sohn so um die Welt zu schicken, würde ich das nicht zulassen. Dann hätte ich Angst um ihn“, sagt Becker. Schon mit 19 Jahren habe er sich gefragt: „Ist das jetzt für die nächsten zehn Jahre mein Leben oder kommt da noch etwas anderes?“ Seine Antwort damals: Er brauche etwas neben dem Tennis, „weil ich sonst eingehe“.

Aus der Nachteule wird ein Frühaufsteher

Zu Hause hat sich der Tagesrhythmus gedreht. Tochter Zoë Vittoria, im November 2025 geboren, hat aus der „Nachteule“ einen Frühaufsteher gemacht. Becker und Ehefrau Lilian de Carvalho Monteiro wechseln sich bei der Betreuung ab. Wie sehr die Kleine den Alltag bestimmt, zeigten bereits Zoës erste Schwimmversuche im Mailänder Pool.

Über sein Privatleben spricht Becker in dem Gespräch ausführlich. Mit Lilian de Carvalho Monteiro ist er seit September 2024 verheiratet, gefeiert wurde in Portofino, getanzt zu Lionel Richie: „Unser Hochzeitstanz war Lionel Richies ‚All Night Long‘.“ Wie viel Familienselbstbild er inzwischen teilt, zeigte Boris Beckers Liebeserklärung zum zweiten Hochzeitstag.

Kontrolle statt Rampenlicht

Beim Thema Öffentlichkeit wird Becker grundsätzlich. Auf die Frage, ob er auf ein Leben in der Öffentlichkeit verzichten würde, antwortet er mit einem doppelten Satz – Zustimmung und Bedingung in einem:

„Ohne Öffentlichkeit würde ich sofort unterschreiben. Ein Leben ohne Tennis kann ich mir nicht vorstellen.“
Boris Becker, ehemaliger Tennisprofi

Nachgeschoben hat Becker die Einschränkung: „Aber mittlerweile habe ich Kontrolle über mein Privatleben.“ Diese Kontrolle ist der Teil, den er sich zurückgeholt hat. Für die nächsten Ausgaben von „Einfach Franzi“ sind Mario Barth und Heiner Lauterbach angekündigt, ein weiterer Auftritt Beckers bislang nicht. Ein weiterer Auftritt Beckers ist bislang nicht angekündigt.