Jennifer Saro (30) lässt ihren Kindsvater in ihrer eigenen Wohnung übernachten – obwohl sie nach eigener Aussage „sehr viel Hass“ gegen ihn empfunden hat.
In einem am 2. November 2026 veröffentlichten Instagram-Reel erklärt die ehemalige „Bachelorette“, dass Nico sie einmal im Monat für ein komplettes Wochenende besucht. Bei diesen Besuchen schläft er auf der Couch. So soll der Vater ohne weite Anreise Zeit mit dem gemeinsamen Sohn verbringen.
Der Junge wird auf Social Media „Keksi“ genannt und kam 2022 zur Welt. Sein Gesicht ist in dem Reel unkenntlich gemacht.
Ein Wochenende pro Monat auf der Couch
Das Arrangement folgt einem einfachen Prinzip: Der Vater soll möglichst unkompliziert Zeit mit dem Kind verbringen, statt Anreise und Absprachen zum Streitthema zu machen. Dass er dafür im Haus der Mutter übernachtet, konkretisiert eine Absprache, die Saro bereits Anfang 2026 öffentlich gemacht hatte.
Saro begründet das damit, dass das Kind über ihren eigenen Gefühlen stehe. Auch der Bericht über die Übernachtungen des Kindsvaters stützt sich auf ihre Aussagen aus dem Reel.
„Aber ich bin tatsächlich in Therapie gegangen. Genau deswegen, weil ich finde, dass ein Kind immer an erster Stelle stehen sollte. Und meine Gefühle müssen da einfach hinten anstehen.“
Hass, Therapie und ein Kind, das vorgeht
Saro macht aus der belasteten Vorgeschichte keinen Hehl: Sie habe den Hass auf den Vater nicht einfach weggesteckt, sondern sich gezielt Hilfe gesucht.
„Und ich würde auch lügen, wenn ich sagen würde, ich habe nicht sehr viel Hass empfunden.“
Der Antrieb ist demnach nicht Versöhnung mit dem Ex, sondern das Wohl des Sohnes. Jede familiäre Konstellation müsse für sich betrachtet werden, betont Saro; sobald ein Kind betroffen sei, sollten alle Beteiligten ihr Ego zurückstellen.
Wer Nico ist – und warum es keine Eifersucht gibt
Hinter dem Vornamen Nico steckt Nicolas Lazaridis (31), besser bekannt als YouTuber Inscope21. Er lebt in Baden-Württemberg, Saro wohnt mit dem Sohn und ihrem Partner, BVB-Torhüter Alexander Meyer, in Nordrhein-Westfalen.
Zwischen den Eltern gab es nach Saros Darstellung nie eine Beziehung. Sie wurde 2022 nach einem One-Night-Stand schwanger, der über gemeinsame Freunde entstanden war – trotz Verhütung und anschließender „Pille danach“. Aus religiösen Gründen kam eine Abtreibung für sie nicht infrage.
Der Sohn lebt mit dem Angelman-Syndrom, einer seltenen genetischen Besonderheit; zuvor war öffentlich von einer Fehldiagnose (Prader-Willi-Syndrom) berichtet worden. Saro spricht offen über die Behinderung und den Alltag mit dem Kind.
Genau darin liegt für Saro der Grund, warum das Modell heute ohne Drama läuft. „Es gibt keine Eifersucht. Es gab keine Liebe. Es gab keine Trennung“, sagt sie über das Verhältnis zu Nico. Weil nie romantische Gefühle im Spiel waren, könne sie die Situation rationaler betrachten – im Mittelpunkt stehe der Kontakt zwischen Vater und Kind.
Von der Funkstille zur Annäherung
Über Jahre war der Vater in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit abwesend. In der Schwangerschaft und bei der Geburt war er nicht für Saro da, nach der Geburt brach der Kontakt ab.
Im April und Mai 2025 eskalierte der Streit öffentlich. Saro wandte sich mit „Es reicht!“ an die Öffentlichkeit; Beobachter unterstellten Lazaridis, er kümmere sich wegen der Behinderung des Kindes nicht um seinen Sohn. Er widersprach dem Vorwurf.
Im Juni 2025 folgte die Wende: In einem gemeinsamen YouTube-Video bekannte sich Lazaridis erstmals öffentlich als Vater, räumte eigene Fehler ein und sagte, er habe nicht die „Eier“ gehabt, das Gespräch zu suchen. Saro reagierte versöhnlich.
Anfang 2026 konkretisierte sie die Absprache: Vater und Sohn sehen sich „in der Regel einmal im Monat an einem Wochenende“, bei wichtigen Entscheidungen stimmen sich die Eltern ab.
Saro sprach damals von einem „schönen Schritt in Richtung einer entspannten, respektvollen Patchwork-Konstellation“. Dem Bericht über die Annäherung der Eltern zufolge war man gemeinsam essen und dachte über eine gemeinsame Urlaubswoche nach; den Umgang aller Erwachsenen nannte sie „überraschend harmonisch“.
Vom One-Night-Stand zum Wochenendgast
- 2022Sohn „Keksi“ kommt zur Welt
Saro wird nach einem One-Night-Stand mit Nicolas Lazaridis schwanger – trotz Verhütung und „Pille danach“. Der Vater ist in der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht präsent.
- 2023Saro wird als zehnte „Bachelorette“ bekannt
Sie geht als erste Kandidatin der Show mit einem Kleinkind in die Dreharbeiten nach Thailand.
- April/Mai 2025Öffentlicher Schlagabtausch
Saro wendet sich mit „Es reicht!“ an die Öffentlichkeit; Lazaridis wehrt sich gegen den Vorwurf, er verstoße sein Kind wegen dessen Behinderung.
- Juni 2025Lazaridis bekennt sich als Vater
In einem gemeinsamen YouTube-Video spricht er erstmals öffentlich über seinen Sohn und räumt eigene Fehler ein.
- Januar 2026Absprache zu monatlichen Besuchen
Vater und Sohn sehen sich „in der Regel einmal im Monat an einem Wochenende“.
- 2. November 2026Nico übernachtet im Haus der Mutter
Im Reel erklärt Saro, dass der Vater bei den Wochenendbesuchen auf ihrer Couch schläft.
Was das Reel jetzt neu zeigt
Bislang war öffentlich nur von den monatlichen Wochenendbesuchen die Rede. Neu ist die Konkretisierung, dass Nico dafür im Haus der Mutter übernachtet, und die Deutlichkeit, mit der Saro früheren Hass und begonnene Therapie benennt.
Dahinter steht eine strikt entkoppelte Elternschaft: kein Paar, kein Trennungsdrama, keine Eifersucht – aber ein gemeinsames Wochenende pro Monat unter einem Dach. Saro kündigte an, ihre Community künftig häufiger an ihrem Alltag als Mutter teilhaben zu lassen.
Andere Promi-Eltern gehen ähnliche Wege, wie Eric Stehfest wohnt mit vier Kindern zeigt. Bei Saro bleibt der Rahmen enger: Der Vater ist Gast, nicht Teil des Haushalts.
Offen ist, wie weit die Annäherung noch geht. Saro hatte eine gemeinsame Urlaubswoche mit Vater, Kind und ihrem Partner als Möglichkeit genannt – ein Schritt, der über das Wochenende auf der Couch hinausführen würde. Ein Termin dafür steht bislang nicht fest.
