George Clooney nimmt bis zu 5.000 Dollar pro Lesungsplatz
Bild: KI-generiert
Benefiz-Lesung

George Clooney nimmt bis zu 5.000 Dollar pro Lesungsplatz

Ein Kuss vor dem Seaview Studio, 5.000 Dollar für den teuersten Platz und ein Stück über Desinformation: George Clooney hat in New York einen einzelnen Theaterabend in Geld für die Wahlkämpfe der US-Bundesstaaten verwandelt – zwei Tage vor den Midterms.

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Zwei Tage vor den US-Midterms hat George Clooney (65) einen einzelnen Theaterabend in New York zur Geldquelle für die Wahlkämpfe in den Bundesstaaten gemacht. Am Abend des 1. November 2026 wurde er mit Ehefrau Amal Clooney (48) beim Kuss vor dem Seaview Studio fotografiert, kurz bevor dort die einmalige Benefiz-Lesung des Stücks „Smear“ begann.

Für Clooney ist es eine Rückkehr auf die Bühne, zumindest für einen Abend. An seiner Seite spielte Clark Gregg, sein Kollege aus „Good Night, and Good Luck“ und Autor des satirischen Stücks über einen Wahlkampf um einen Kongresssitz in North Carolina. Fotos von der Ankunft gingen anschließend durch die Medien, wie BILD über den Kuss in New York berichtet.

500 bis 5000 Dollar pro Platz

Die Plätze waren gestaffelt: 500, 1.000 und 5.000 Dollar kostete ein Ticket für den Abend im Seaview Studio, wie aus der Ankündigung der einmaligen Lesung bei Time Out hervorgeht. Die Einnahmen liefen über die Plattform Oath an The States Project und The States Forum, zwei Organisationen, die sich auf Gouverneurs- und Parlamentswahlen auf Bundesstaatsebene konzentrieren.

Der Termin war bewusst gewählt: Zwischen Lesung und Wahlabend lagen nur zwei Tage, am 3. November 2026 wurde in den USA gewählt. Wer 5.000 Dollar zahlte, finanzierte also nicht nur einen Abend mit einem Hollywoodstar, sondern die Kampagnenarbeit in den Bundesstaaten – auf der Ebene, auf der über die Regeln der Wahlen entschieden wird.

Was ein Platz bei Clooneys Benefiz-Lesung kostete

Ticketpreise für die einmalige Lesung von „Smear“ im Seaview Studio

Quelle: Time Out New York, 27. Oktober 2026

Was das Paar über seine Ehe sagt

Amal Clooney, Menschenrechtsanwältin und seit zwölf Jahren mit dem Schauspieler verheiratet, hat auf die Frage nach dem Rezept ihrer Ehe eine klare Antwort: „Wenn man die unglaublichste Person wählt, läuft danach alles gut.“ George Clooney konterte: „Sie sah mich an. Sie sprach natürlich über sich selbst.“

Dann wurde er ernster: „Wir fühlen uns einfach sehr glücklich, dass wir uns gefunden haben.“ Über ihre Ehe sprechen die Clooneys öffentlich immer wieder – im Oktober bei der Gala „The Albies“ in London, jetzt vor dem Studio in New York. Der Kuss ist dabei auch ein Gegenbild zu anderen Schlagzeilen dieses Jahres, etwa zu Amal Clooneys Klage über die Ehe.

Von Venedig zur Benefiz-Lesung nach New York

  1. 2013
    Kennenlernen über einen gemeinsamen Freund

    George Clooney und Amal Alamuddin treffen sich zum ersten Mal.

  2. September 2014
    Hochzeit in Venedig

    Beginn der Ehe, die zwölf Jahre später den Rahmen des Kusses bildet.

  3. 2017
    Die Zwillinge kommen zur Welt

    Ella und Alexander werden geboren.

  4. 2025
    Broadway-Rolle und Tony-Nominierung

    Clooney spielt in „Good Night, and Good Luck“ am Broadway.

  5. 9. Oktober 2026
    Gala „The Albies“ in London

    Die Clooneys sprechen öffentlich über das Rezept ihrer Ehe.

  6. 26. Oktober 2026
    Lesung wird öffentlich angekündigt

    Cast, Ticketpreise und Empfängerorganisationen werden bekannt.

  7. 1. November 2026
    Kuss vor dem Seaview Studio

    Um 19 Uhr beginnt die einmalige szenische Lesung von „Smear“.

Gregg warnt vor dem Kampf um die Wahrheit

Worum es in „Smear“ geht, erklärte Autor Gregg selbst: Im Stück sei von Juri Besmanow die Rede, einem KGB-Mann, der vor Jahrzehnten übergelaufen sei und gesagt habe, man wolle das Land nicht übernehmen, sondern nur Desinformation streuen, bis niemand mehr wisse, was wahr ist – „und dann werden sie sich alle hassen“. „Wenn man dann KI dazunimmt, beschleunigt das die Sache auf Lichtgeschwindigkeit, und die Dunkelheit hat jetzt einen ganzen Haufen furchterregender Werkzeuge.“

Das Stück ist eine Satire auf einen Wahlkampf um einen Kongresssitz in North Carolina. Mit der Lesung zwei Tage vor dem Wahltermin bekam der Abend einen doppelten Zweck: einmal die Bühne für Greggs Text – und gleichzeitig der Geldhahn für die Ebene, auf der Gregg zufolge die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.

Wo die Macht liegt: die Landesparlamente

Diese Ebene beschrieb Daniel Squadron, Mitgründer von The States Project und früherer Staatssenator: „Die Parlamente der Bundesstaaten haben enorme Macht über die wichtigsten Fragen unseres Landes und über unsere Demokratie selbst.“ Bei der Integrität der Wahlen, beim Auskommen der Menschen, bei individuellen Rechten – „die Entscheidungen, die das Leben der Amerikaner in den nächsten Jahren prägen, hängen alle davon ab, welche Ideen aus den Bundesstaaten kommen.“

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Ob ein einzelner Abend mit Tickets zwischen 500 und 5.000 Dollar an den Mehrheiten in den Landesparlamenten etwas ändert, zeigt die Auszählung nach den Midterms vom 3. November. Für die Organisatoren ist der nächste Test, ob sie ihren Ansatz wiederholen – und ob andere Prominente bei den kommenden Wahlen nachziehen.