Heidi Klum dementiert Müll-Gerücht und hortet alle Kostüme
Bild: KI-generiert
Halloween-Party

Heidi Klum dementiert Müll-Gerücht und hortet alle Kostüme

Seit Jahren heißt es, Heidi Klums aufwendige Halloween-Looks landen nach der Party im Müll. Die Moderatorin widerspricht – und erklärt, in welchen Kisten ihr Grusel-Archiv lagert.

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Heidi Klum (53) hat ein Gerücht beendet, das sich jahrelang hielt: Ihre Halloweenkostüme landen nicht im Müll. Die Moderatorin sagte, sie besitze noch jedes einzelne Outfit ihrer seit dem Jahr 2000 ausgerichteten Partys. Damit widerspricht sie der Annahme, die aufwendigen Verwandlungen würden nach dem Auftritt entsorgt.

„Ich habe immer noch alle meine Kostüme. Neulich habe ich etwas gesehen, wo die Leute meinten: „Oh, die landen alle im Müll.“ Aber das tun sie nicht.“
Heidi Klum, Model und Moderatorin

Klum äußerte sich am Rande ihrer eigenen Feier im Gespräch mit dem Magazin PEOPLE. Auslöser war eine Darstellung, die sie nach eigenen Worten neulich gesehen hatte und in der behauptet wurde, die Kostüme gingen in den Müll. Sie hielt das für falsch.

Instagram · @heidiklum

Wohin die Looks stattdessen wandern, beschrieb sie ebenfalls: Sie würden alle eingelagert und lägen in einer Kiste im Lager, wie sie die Aufbewahrung im PEOPLE-Interview beschrieb. Ein Kostüm sei nach dem Ausziehen nicht komplett ruiniert, deshalb wandere alles in die Kisten statt in den Container.

Kisten statt Müllcontainer

Seit 2000 richtet Klum jedes Jahr eine Halloween-Party aus, 2026 zum 25. Mal. Weil die Verwandlungen mit Prothesen, Kunstblut und aufwendigen Konstruktionen arbeiten, hielten viele ein Kostüm für ein Einmalprodukt. Klum selbst sagt, sie komme aus einem Auftritt heraus, ohne dass dieser komplett ruiniert sei.

Aus den Jahren ist so ein umfangreiches Grusel-Archiv geworden: ein Lagerbestand aus mehr als zwei Jahrzehnten Verwandlung, der nach jeder Feier um ein Stück wächst. Für die Party 2026 hat Klum nun erstmals öffentlich gemacht, dass sie die Stücke behält.

Vom ersten Kostüm 2000 bis zur Riesenhand 2026

  1. 2000
    Erste Halloween-Party

    Heidi Klum richtet ihre erste Party aus, der Grundstein für das Kostüm-Archiv.

  2. 2020 und 2021
    Zwangspause in der Pandemie

    Die Party fällt aus, Klum dreht stattdessen Horror-Kurzfilme mit ihrer Familie.

  3. 2022 bis 2025
    Wurm, Pfau, E.T., Medusa

    Jedes Jahr ein neuer Look; 2025 erscheint sie als Medusa mit animatronischen Schlangen.

  4. 31. Oktober 2026
    Riesenhand zur 25. Party

    In New York erscheint Klum als blutige, abgetrennte Nachbildung ihrer linken Hand, gefertigt mit Maskenbildner Mike Marino.

  5. 2. November 2026
    Klarstellung im Interview

    Klum sagt, sie habe noch alle Kostüme; sie lagerten in Kisten und würden nicht weggeworfen.

Prothesen überleben den Auftritt nicht

Eine Einschränkung betrifft das Gesicht: Die Prothesen-Teile, die Klum für ihre Verwandlungen trägt, bleiben nicht intakt. Die Stücke, die ihr Gesicht für eine Nacht in ein Monster, einen Wurm oder eine Medusa verwandeln, überstehen den Auftritt nicht.

Laut dem Bericht über den Verbleib der Kostüme erhält sie für das vollständige Archiv Repliken dieser Teile. Die Looks bleiben damit komplett – nur eben mit Kopien statt mit dem Original-Abdruck ihres Gesichts.

Eine Riesenhand mit Ehering und Tattoo

Anlass der Debatte ist Klums bislang radikalster Auftritt: Zur 25. Ausgabe am 31. Oktober 2026 erschien sie im Restaurant Cathédrale im Moxy East Village in New York als überdimensionale, blutige, abgetrennte linke Hand. Aus dem Handgelenk hingen Sehnen und Nervenstränge, die riesigen Finger trugen rote Nägel und Ringe.

Die Ringe waren originalgetreue Nachbildungen ihres Verlobungs- und ihres Eherings, dazu kam ein Tattoo mit dem Namen ihres Mannes Tom Kaulitz. Klums Gesicht schaute blutig geschminkt aus der Handfläche. Die Ankunft inszenierte sie wie einen Horrorfilm: Ein mit roten Gefahrenschildern beklebter Lastwagen fuhr vor, Helfer in gelben Schutzanzügen hoben die Hand von der Ladefläche.

Am blauen Teppich wurde Kunstblut im Gesicht des Models verteilt. Die Idee stammte von Klum selbst: Sie habe ihre Hand betrachtet und sich gefragt, ob sie in eine Hand hineinpassen könnte, sagte sie. Für die Umsetzung holte sie den auf Prothesen spezialisierten Maskenbildner Mike Marino; ihre Arme wurden zu weiteren Fingern, der Körper verschwand im Inneren der Konstruktion. Die Maske dauerte rund sechs Stunden, die Vorbereitung zog sich über Monate.

Eine Sammlerin, die ihr Haus Museum nennt

Die Aufbewahrung passt zu dem, was Klum über ihren Umgang mit Dingen sagt. Gegenüber der Times bezeichnete sie sich als „Hoarder“ – als jemanden, der nicht an sich halten kann, wenn er Gegenstände sieht, die aus einem früheren Leben zu stammen scheinen. „Unser Haus ist im Laufe der Jahre wie ein Museum geworden“, sagte sie.

Auf die Frage, wer sie in früheren Existenzen gewesen sei, antwortete sie, sie sei immer Männer gewesen – das erste Mal sei sie nun eine Frau. Die Kisten mit den Kostümen sind damit Teil einer Sammlung, die deutlich über die eigene Party hinausreicht.

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Die Riesenhand wandert in die Kiste

Der in diesem Jahr entstandene Hand-Look wird also nicht im Müll landen, sondern im Lager verschwinden – wie die Medusa mit animatronischen Schlangen (2025), E.T. (2024), der Pfau (2023) und der Wurm (2022), davor Jessica Rabbit (2015), Prinzessin Fiona (2018) oder die Promi-Klone (2016).

Ausgesetzt hatte Klum die Serie nur 2020 und 2021, als die Party ausfiel und sie stattdessen Horror-Kurzfilme mit ihrer Familie drehte. Ob die Kisten jemals öffentlich zu sehen sein werden, ist offen – angekündigt ist dazu nichts. Bis dahin bleibt die Riesenhand das, was alle ihre Vorgänger sind: ein Stück in einem Lager, das nur Klum selbst betritt.