Sarah Kuttner muss nach neuem Befund doch zur Chemotherapie
Ein knapp überschrittener Wert im Onko-Test beendet Sarah Kuttners Hoffnung auf einen milden Verlauf: Die Moderatorin muss doch eine viereinhalbmonatige Chemotherapie machen – und rechnet damit, an Heiligabend keine Haare mehr zu haben.
Bei Sarah Kuttner (47) hat ein knapp überschrittener Testwert die Rechnung gekippt: Statt Antihormontherapie und Operation steht jetzt doch eine Chemotherapie an. In der Podcast-Ausgabe „Das kleine Fernsehballett" vom Mittwoch sagte die Moderatorin, ihr Onko-Test liege gerade eben über der Marke, von der an eine Chemo nötig wird – die Kehrtwende nach der Krebsdiagnose.
Geplant waren bislang nur die Antihormontherapie und die Operation des rund drei Zentimeter großen Tumors in der rechten Brust. Nun ist der Tumor aggressiver als zunächst gedacht. Kuttner sagte dazu: „Mein Tumor ist ein bisschen rumpeliger, als man dachte."
Vom „kürzesten Krebs der Welt“ zur Chemo
Am 28. Oktober hatte im Podcast noch der mildeste Fall gegolten: Der Krebs hatte nicht gestreut, eine Operation stand an – Kuttner sprach vom „kürzesten Krebs der Welt“. Im Rahmen der Antihormontherapie war sie nach eigenen Worten „künstlich in die Wechseljahre versetzt“ worden. Drei Tage später klingelte an Halloween das Telefon.
Am Apparat war ihr Onkologe. Eine halbe Stunde später saß Kuttner im Krankenhaus, wurde über die Chemotherapie aufgeklärt, der Tumor per Ultraschall untersucht und ein Metallmarker eingesetzt. Ihre Beschreibung dafür: „Jetzt habe ich so einen Bill-Gates-Chip in der Brust." Schon Ende September hatte sie ihre Lesetour nach einem auffälligen Befund abgesagt.
Von der Diagnose zur Chemotherapie
30. September 2026
Lesung in Göttingen abgesagt
Nach einem Vorsorgetermin bei ihrer Frauenärztin sagt Kuttner eine Lesung ab und spricht in einem Video von „schlechten Nachrichten“.
14. Oktober 2026
Brustkrebsdiagnose öffentlich
Der Tumor sitzt in der rechten Brust und ist rund drei Zentimeter groß. Zuvor hatte sie ihre Lesetour ersatzlos abgesagt.
28. Oktober 2026
„Der kürzeste Krebs der Welt“
Im Podcast meldet Kuttner, der Krebs habe nicht gestreut, eine Operation stehe an.
31. Oktober 2026
Anruf des Onkologen an Halloween
Eine halbe Stunde später ist Kuttner im Krankenhaus, wird über die Chemotherapie aufgeklärt, der Tumor per Ultraschall untersucht und ein Metallmarker gesetzt.
4. November 2026
Grenzwert überschritten
Kuttner verkündet die viereinhalbmonatige Chemotherapie, der erste Teil der Tour 2027 wird abgesagt.
Viereinhalb Monate, immer mittwochs
Die Chemotherapie soll rund viereinhalb Monate dauern, immer mittwochs. Noch in dieser Woche wird Kuttner ein Port gelegt, über den die Infusionen laufen. Erst danach ist die operative Entfernung des Tumors vorgesehen – aus dem Eingriff, der eben noch der nächste Schritt war, wird ein Termin im Jahr 2027.
„Jetzt muss ich eine Chemo machen und das geht rappelschnell. Diese Woche wird mir ein Port gelegt.“
Sarah Kuttner, Moderatorin und Autorin
Vor den Nebenwirkungen hat sie Respekt: „Ich hab so ein bisschen Sorge, hat man natürlich schon vor all den gruseligen Nebenwirkungsgeschichten“, sagte sie im Podcast. Viereinhalb Monate Chemo, danach die Operation – dazwischen liegt ein Weihnachtsfest, das anders wird als geplant.
An Heiligabend keine Haare mehr
Zwei Monate vor Heiligabend denkt sie schon an die Haare: „Also ich werde tatsächlich an Heiligabend keine Haare mehr haben, ich werde mir aber diese Woche noch neue kaufen.“ Die Rezepte für Perücke und Perückenständer hat sie bereits, in dieser Woche will sie den Haarersatz besorgen.
Die Hoffnung auf einen glimpflichen Verlauf hat sie sich selbst schon ausgeredet: „Könnte ich Kate Middleton sein, die nicht ihre Haare verliert unter einer Chemotherapie? Aber die, die ich kriege, die ist schon so eine mit Wumms und das geht auch superschnell.“ Der Vergleich mit dem royalen Fall macht klar, wie sie ihren eigenen einschätzt: nicht als Ausnahme, die glimpflich davonkommt.
Bühnentour im Frühjahr abgesagt
Die Diagnose hat auch ihren Kalender erreicht. Der erste Teil der für Frühjahr 2027 geplanten Bühnentour des Podcasts „Das kleine Fernsehballett“ mit Stefan Niggemeier ist abgesagt. Der Podcast selbst erscheint weiter – nur die Auftritte vor Publikum sind vorerst gestrichen.
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Offen ist, was nach den viereinhalb Monaten kommt. Die Operation ist für 2027 vorgesehen, ein fester Termin dafür existiert nicht. Ob der zweite Teil der Tour stattfinden kann, hängt am Verlauf der Therapie. Der nächste Chemo-Mittwoch ist für Kuttner nur noch Tage entfernt.