Der 18-Jährige aus Burgau-Unterknöringen ist tot. Vier Tage nach seinem Aufbruch zur Bergtour entdeckte eine Polizeibesatzung im Hubschrauber seinen Leichnam unterhalb des 2.224 Meter hohen Nebelhorn-Gipfels bei Oberstdorf – in steilem, hochalpinem Gelände.
Der Körper wies Verletzungen auf, die nach Einschätzung eines Polizeisprechers auf einen Absturz hindeuten. Die genaue Todesursache war damit aber noch nicht geklärt.
Um 7.30 Uhr verlässt er das Elternhaus
Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte der junge Mann am Sonntag, 1. November, gegen 7.30 Uhr die elterliche Wohnung verlassen und war mit dem Zug nach Oberstdorf gefahren, um dort eine Bergtour zu unternehmen. Am Abend kehrte er nicht wie vereinbart zurück.
Nach Einschätzung der Ermittler war er allein unterwegs. Polizei und Bergwacht Oberstdorf begannen am Montag mit umfangreichen Suchmaßnahmen im Raum Oberstdorf – zunächst ohne Ergebnis. Am Dienstag, 3. November, veröffentlichte die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Vermissten.
Suche an Klettersteigen, mit Drohnen und Hunden
Die Einsatzkräfte suchten tagelang, unter anderem an möglichen Klettersteigen. Im Einsatz waren Polizei, Bergwacht Oberstdorf, ein Polizeihubschrauber, Drohnen und ausgebildete Spürhunde. Auch nach der Öffentlichkeitsfahndung vom Dienstag blieb die Suche ergebnislos.
Fund in steilem, hochalpinem Gelände
Erst am Donnerstag, 5. November, brachte die Suche Gewissheit. In den Mittagsstunden entdeckte eine Polizeibesatzung im Hubschrauber den Leichnam des 18-Jährigen unterhalb des Gipfels. Damit endete die Ungewissheit nach vier Tagen.
Die Polizei wertet den Fall als Bergunfall, wie aus dem Bericht der Augsburger Allgemeinen zum tödlichen Absturz hervorgeht.
Bestätigung erst am Freitag
Am Freitag, 6. November, bestätigte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West den Fund und beendete die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Vermissten, wie dem BR-Bericht über den Fund am Nebelhorn zu entnehmen ist. Aus dem Vermisstenfall war damit offiziell ein Bergunfall geworden.
Zur genauen Todesursache machte die Behörde keine Angaben. Unklar ist bislang, wann die Polizei Ergebnisse vorlegt und ob sie den Hergang unterhalb des Gipfels noch genauer rekonstruiert.
