„Ich würde das Internet und Social Media streichen“
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PromisSchöneberger-Kritik

„Ich würde das Internet und Social Media streichen“

Barbara Schöneberger stellt den digitalen Fortschritt fundamental infrage und warnt vor einer KI, die Menschen überflüssig macht. Dabei moderiert sie regelmäßig Tech-Events – ein Widerspruch, den sie selbst benennt.

Sie moderiert hochdotierte Veranstaltungen für Technologiekonzerne – doch privat hält Barbara Schöneberger nicht viel von der digitalen Welt. Im Podcast „Frühstück bei Barbara“ gestand die 52-Jährige ihrem Gast Jochen Schropp: „Wenn du mich jetzt fragst, ich würde das Internet und Social Media streichen.“

Die Moderatorin, die sich selbst als sonst sonnig beschreibt, leidet nach eigenen Worten unter den sozialen Netzwerken: „Social Media regt mich so auf.“ Dass solche Aussagen angesichts ihres Berufs irritieren, ist ihr bewusst. „Es ist ganz schlecht, dass ich so was sage, denn ich moderiere ja auch viele so Technologiekonzern-Geschichten“, räumte sie direkt ein.

„Alles schlechter geworden“

Schöneberger geht noch weiter: Der gesamte technische Fortschritt, so ihre Diagnose, „führt nicht zum Besseren.“ Besonders alarmiert sie die Künstliche Intelligenz. Sie warnt eindringlich davor, blind in eine Zukunft zu stolpern, in der Algorithmen das Leben bestimmen.

Wir rasen sehenden Auges in eine KI-Welt, von der wir wissen, dass sie nichts Gutes bringt, weil wir einfach alle obsolet werden, unsere Kinder auch obsolet werden, es keine Ausbildungsplätze mehr gibt und alles ja nur noch schlechter wird.
Barbara Schöneberger im Podcast „Frühstück bei Barbara“

Auch Schropp hat Angst

Jochen Schropp teilt die Befürchtungen: „Mir macht das auch große Angst“, sagte er. Allerdings sieht er auch die Schwierigkeit, sich komplett zu verweigern: „Es ist schwierig, dann zu sagen: ‚KI – nicht mit mir!‘ Es gehört halt dann irgendwann dazu.“

Mir macht das auch große Angst.
Jochen Schropp

Plädoyer für das echte Leben

Als der Gast von negativen Erfahrungen beim Online-Dating berichtete, empfahl Schöneberger die analoge Alternative: sich einfach in ein Café setzen. Zwar könne das in Berlin vielleicht nicht so gut funktionieren wie in süddeutschen Städten – aber der direkte Kontakt sei Plattformen vorzuziehen. Ein klares Bekenntnis zu realen Begegnungen und Abstand zu digitalen Lösungen.

Ob Schöneberger ihre radikale Kritik auch bei ihren nächsten Moderationen für Tech-Unternehmen vorbringen wird, ließ sie offen. Der Widerspruch zwischen öffentlichem Engagement und privater Überzeugung bleibt vorerst unaufgelöst.

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