Trump greift ein: FIFA hebt Balogun-Sperre auf
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SportNach Präsidenten-Anruf

Trump greift ein: FIFA hebt Balogun-Sperre auf

Der US-Präsident rief persönlich bei Gianni Infantino an – kurz darauf darf Folarin Balogun doch im WM-Achtelfinale gegen Belgien spielen. Der belgische Verband tobt.

Die umstrittene Rote Karte

Am 1. Juli 2026 sah US-Stürmer Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte. Nach einem Zweikampf mit Tarik Muharemovic und VAR-Review entschied Schiedsrichter Raphael Claus auf schweres Foulspiel. Die automatische Ein-Spiel-Sperre hätte das Aus für den dreifachen Torschützen im nächsten Match gegen Belgien bedeutet – ein herber Schlag für die USA.

Trump greift zum Telefon

Dann schaltete sich US-Präsident ein. Wie der Guardian und die New York Post berichten, rief Trump zwischen dem 1. und 5. Juli insgesamt drei Mal FIFA-Chef Gianni Infantino an. Er verlangte eine Überprüfung der Sperre. Das Weiße Haus bereitete parallel eine rechtliche Eskalation vor – notfalls bis vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

Trump und Infantino pflegen ein enges Verhältnis. Der FIFA-Boss schenkte Trump VIP-Tickets für das WM-Finale und verlieh ihm den ersten FIFA-Friedenspreis.

FIFA gibt nach

Am 5. Juli die überraschende Wende: Die FIFA setzte Baloguns Sperre auf Bewährung aus. Gestützt auf Artikel 27 des Disziplinarkodex, wird die Strafe für ein Jahr ausgesetzt – ein Novum bei dieser WM. Balogun ist damit für das Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt.

Thank you to FIFA for doing what was right, and reversing a great injustice!
Donald Trump auf Truth Social

Belgien tobt

Der belgische Fußballverband (RBFA) reagierte mit einer scharfen Erklärung: Man sei „fassungslos“. In der Stellungnahme, über die Sporting News berichten, heißt es, die Entscheidung verstoße gegen klare Regeln. Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia wurde noch deutlicher.

I didn't know that July 5 was equal to April 1 at FIFA. It's April Fools.
Rudi Garcia, Trainer Belgiens

Torhüter Thibaut Courtois zeigte sich vom späten Zeitpunkt überrascht: „Es kam am Tag vor dem Spiel, das war eine Überraschung. Wäre es früher passiert, hätten wir uns besser vorbereiten können.“

Pochettinos Verteidigung

US-Trainer Mauricio Pochettino verteidigte die FIFA-Entscheidung: „Wir sind hier nicht die Bösen. Ich verstehe nicht, wie Leute überrascht sein können. Das ist schon früher passiert.“ Er verwies auf Präzedenzfälle wie Cristiano Ronaldo und Brasiliens Garrincha bei der WM 1962. Zudem kritisierte er den VAR-Einsatz grundsätzlich.

The problem is not VAR. It's how we are going to use it. Who's going to drive the Ferrari or Mercedes?
Mauricio Pochettino

Politische Einflussnahme?

Der Vorgang wirft Fragen auf: Wie unabhängig ist die FIFA? Belgien prüft rechtliche Schritte, doch ob der CAS angerufen wird, ist offen. Die Entscheidung vom 5. Juli hat bereits jetzt das Vertrauen in die Regelgerechtigkeit des Turniers erschüttert.

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