355.991 Euro offen: Gerichtsvollzieher pfändet Boris Beckers Uhr bei Bühnenauftritt
KI-Bild
PromisUnterhaltsstreit

355.991 Euro offen: Gerichtsvollzieher pfändet Boris Beckers Uhr bei Bühnenauftritt

Im eskalierenden Unterhaltsstreit zwischen Boris und Lilly Becker kam es am Sonntag zu einer peinlichen Szene: Vor einem Bühnenauftritt wurde die Armbanduhr des Ex-Tennisstars gepfändet. Der Grund: Becker schuldet seiner Ex-Frau mehr als 355.000 Euro Kindesunterhalt.

Ein Gerichtsvollzieher durchsuchte Boris Becker am Sonntagmittag während eines öffentlichen Auftritts und pfändete seine Luxusuhr im Wert von rund 6.000 Euro. Der ehemalige Tennisstar war als Stargast zum Event „30 Jahre Wohnmobilpark“ nach Bad Honnef eingeladen, als plötzlich drei Polizeibeamte und ein Gerichtsvollzieher das Firmengelände betraten.

Hintergrund der Pfändung: Beckers Ex-Frau Lilly Becker fordert 355.991,28 Euro an rückständigem Kindesunterhalt für den gemeinsamen Sohn Amadeus (16). Bereits 2018 hatte ein Londoner Gericht monatliche Zahlungen von 8.000 Pfund (rund 9.200 Euro) festgesetzt. Seit seiner Haftentlassung 2022 soll Becker jedoch keinen Unterhalt mehr geleistet haben.

Taschen auf links gedreht

Der Einsatz erfolgte mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Königswinter, wie die Bunte berichtete. Amtsgerichtsdirektor Oliver Schoenijahn erklärte, der Gerichtsvollzieher habe Boris Becker „die Taschen auf links drehen“ müssen. Da Becker kein Bargeld mitführte, griff der Vollstrecker auf sichtbare Wertsachen zu – die teure Armbanduhr am Handgelenk.

Becker reagierte kooperativ

Der Tennisstar zeigte sich den Angaben zufolge höflich und kooperativ. Das Publikum der Veranstaltung bekam von der Pfändungsaktion nichts mit – Becker kehrte lediglich mit etwa 20 Minuten Verspätung für die geplante Tombola auf die Bühne zurück. Ein Gast filmte die Szene, löschte die Aufnahme jedoch auf Aufforderung.

Jahrelanger Streit um Sohn Amadeus

Der Unterhaltsstreit schwelt seit Jahren. Das Londoner Urteil von 2018 verpflichtete Boris Becker zur Zahlung, doch nach eigenen Angaben stellte er die Überweisungen mit Beginn seiner Haftstrafe ein. Lilly Beckers Münchner Anwalt Michael Scheele bezifferte die ausstehende Summe auf mehr als 355.000 Euro. Erst im Januar 2026 bestätigte das Amtsgericht München die Vollstreckbarkeit des britischen Titels, eine Beschwerde Beckers beim Oberlandesgericht München wurde Anfang Juni 2026 zurückgewiesen. Eine Äußerung Beckers in der Talkshow „Markus Lanz“, er habe „nicht eine Mark“ Schulden, nannte Lilly Becker einen „Schlag ins Gesicht“.

Wir haben auch die Zwangsvollstreckung in Italien eingeleitet. Er wird nicht drumherum kommen zu bezahlen.
Michael Scheele, Anwalt von Lilly Becker

Die Uhr am Handgelenk – und was nun passiert

Die gepfändete Armbanduhr wird nun zunächst verwahrt. Boris Becker kann Einspruch einlegen oder die offenen Forderungen begleichen, um die Uhr auszulösen. Andernfalls kommt es zur Versteigerung, der Erlös fließt an Lilly Becker. Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Ex-Eheleuten – ob in Deutschland oder Italien – dürften damit noch lange nicht beendet sein.

Mehr aus

Promis