Kunze kritisiert öffentliche Körperkritik
Janine Kunze hat im ZDF-Morgenformat „Volle Kanne“ scharfe Kritik an der zunehmenden öffentlichen Bewertung von Frauenkörpern geübt. Besonders die Reaktionen auf Heidi Klums Auftritt bei den Filmfestspielen in Cannes empörten die Schauspielerin. „Ich glaube, dass wir auch immer denken, wir sind open-minded, und Bodyshaming gibt es nicht mehr“, sagte Kunze. „Aber wenn du mich fragst, gibt es das mehr denn je.“
Heidi Klum war am 12. Mai 2026 zur Premiere von La Vénus Electrique in Cannes erschienen – in einem peachfarbenen, körperbetonten Kleid von Elie Saab. In sozialen Netzwerken hagelte es Kritik an ihrem Aussehen. Kommentare wie „Gerade gut im Futter“ oder Spekulationen über eine Gewichtszunahme machten die Runde, wie Bunte berichtete.
Ich glaube, dass wir auch immer denken, wir sind open-minded, und Bodyshaming gibt es nicht mehr. Aber wenn du mich fragst, gibt es das mehr denn je.Janine Kunze
Kunze selbst sprach offen über ihre Erfahrungen mit der Menopause. Sie falle in ein „Loch“, sehe die Wechseljahre aber als Chance für einen Neustart. „Unser Körper verändert sich ein Leben lang und das ist gut“, betonte sie. Vor diesem Hintergrund sei die Häme gegenüber Klum für sie nicht nachvollziehbar.
Auch Demi Moore, die in Cannes mit durchtrainierten Armen auftrat, fand Kunze „nicht gesund“. Für sie sei das ein weiteres Indiz dafür, dass die Gesellschaft Frauenkörper ständig bewerte, anstatt deren natürliche Entwicklung zu akzeptieren.
Klum kennt Body-Shaming seit Jahrzehnten
Heidi Klum selbst hatte bereits in früheren Interviews bekannt, von klein auf mit Gewichtskommentaren konfrontiert worden zu sein. „Mir wurde immer gesagt, dass ich zu fett bin“, erklärte sie. Dass sie nun mit über 50 Jahren erneut öffentlich für ihren sich verändernden Körper angegriffen werde, füge sich in das von Kunze beklagte Muster.
Kunzes Appell: mehr Gelassenheit und Respekt für die natürliche Entwicklung weiblicher Körper – besonders in den Wechseljahren. Die Diskussion dürfte mit weiteren Promi-Auftritten nicht abreißen.





