45-Jähriger zündet Mutter an – 76-Jährige stirbt, 103-jährige Großmutter schwer verletzt
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PanoramaTödlicher Familienstreit

45-Jähriger zündet Mutter an – 76-Jährige stirbt, 103-jährige Großmutter schwer verletzt

In Hünfelden-Kirberg eskalierte ein Streit tödlich: Ein 45-Jähriger soll seine Mutter angezündet und vor den Augen der Großmutter schwer verletzt haben. Die 76-Jährige starb noch am Tatort.

Tödlicher Familienstreit in Hünfelden-Kirberg

Eine 76-jährige Frau ist am Nachmittag des 9. Juli 2026 in Hünfelden-Kirberg von ihrem eigenen Sohn getötet und eine 103-Jährige schwer verletzt worden. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft Limburg und Polizei Westhessen war der 45-Jährige im Streit auf seine Mutter losgegangen und hatte sie vorsätzlich in Brand gesetzt. Als Feuerwehr und Polizei gegen 17:20 Uhr zu dem brennenden Wohnhaus alarmiert wurden, fanden sie die leblose 76-Jährige in einer Kellerwohnung. Die 103-jährige Großmutter musste die Tat mutmaßlich mit ansehen und wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Großfahndung mit Hubschrauber und Spezialeinheit

Der 45-Jährige flüchtete unmittelbar nach dem Angriff aus dem Haus. Die Polizei löste eine der größten Fahndungen der Region aus. Ein Polizeihubschrauber kreiste über Kirberg, mehrere Hundestaffeln durchkämmten das Gebiet, und eine Spezialeinheit des hessischen Polizeipräsidiums unterstützte die Suche.

Rund drei Stunden später, gegen 20:00 Uhr, gelang den Beamten der Zugriff. Der Tatverdächtige wurde in weniger als zwei Kilometern Entfernung vom Tatort festgenommen. Er leistete keinen Widerstand. Die Polizei sperrte den Fundort weiträumig ab und sicherte Spuren.

Hintergründe des Streits weiterhin unklar

Zu den Ursachen der Eskalation machten die Ermittlungsbehörden zunächst keine Angaben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und befragt Zeugen aus dem Umfeld der Familie. Die 103-jährige Großmutter wird weiterhin im Krankenhaus behandelt; ihr gesundheitlicher Zustand ist nach Auskunft der Polizei ernst, aber stabil.

Die Tat löste in der rund 2.400 Einwohner zählenden Gemeinde große Bestürzung aus. Viele Bewohner reagierten fassungslos auf die familiäre Tragödie. Die Polizei sprach von einem außergewöhnlich brutalen Gewaltverbrechen.

Ermittlungen und rechtliches Vorgehen

Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft nun, ob der 45-Jährige einem Haftrichter vorgeführt wird. Ihm wird versuchter Mord und Mord vorgeworfen. Mit einer Entscheidung über die Untersuchungshaft ist in Kürze zu rechnen. Die genauen Hintergründe des Familienstreits bleiben Gegenstand weiterer Ermittlungen.

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