Torsten Sträter: Nach Tumor und Diabetes – „Ich bin zufrieden“
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Torsten Sträter: Nach Tumor und Diabetes – „Ich bin zufrieden“

Nach monatelangem Rätselraten um seine abgesagte Tour spricht Comedian Torsten Sträter offen: Er hat einen Tumor und Diabetes überstanden. Für den Herbst plant er bereits neue Shows.

Die kryptische Absage und das wahre Geständnis

Anfang 2026 ließ Torsten Sträter alle geplanten Auftritte seiner Tournee „Mach mal das große Licht an“ streichen. Sein Management sprach von einer „längerfristigen Regenerationsphase“. Fans und Medien spekulierten sofort über einen Rückfall in seine seit Jahren offen kommunizierte Depression. Erst am 14. April lüftete der 59-Jährige das Geheimnis selbst: „Dummerweise ist es ein Tumor.“

In einer kurzen Mitteilung auf seiner Webseite beruhigte er die Anhänger: Es seien keine Depressionen, sondern „physischer Natur“. Er werde engmaschig behandelt, die Ärzte seien „hervorragend“. Gleichzeitig bat er um Respekt für seine Privatsphäre und kündigte an, ab Mai in verkürzten Shows zurückzukehren.

Krebsfrei, aber mit einer zweiten Diagnose

Sträter hielt Wort: Schon im Mai stand er wieder auf der Bühne, etwa in Jülich, und war in der neuen Staffel von „LOL: Last One Laughing“ bei Amazon Prime Video zu sehen. Doch das ganze Ausmaß seiner gesundheitlichen Krise wurde erst Monate später klar.

Im Juli berichtete er im „1Live Comedy-Talk“ bei Felix Lobrecht detailliert über die vergangenen Monate. „Tumor gehabt, in Behandlung gegangen, Glück gehabt, weil geile Ärzte – natürlich wieder alles Kölner“, fasste er lakonisch zusammen. Er durchlief eine Chemotherapie und gilt heute als krebsfrei, auch wenn eine endgültige Heilungsbewertung erst nach fünf Jahren möglich ist.

Während der Krebstherapie stellten die Mediziner zudem Diabetes fest. Sträter strich konsequent Zucker aus seiner Ernährung und nahm dadurch „unverhältnismäßig viel“ ab. Er betonte jedoch: „Dass sie dieses Dünn verbinden mit, er ist jetzt todkrank, das ist falsch. Mir geht’s wirklich gut.“ Seine Ärztin sei mit der Entwicklung sehr zufrieden, weil der Diabetes so beherrschbar werde.

Ich bin zufrieden
Torsten Sträter (Comedian)

Neue Pläne und ein offener Umgang mit der Krankheit

Die erzwungene Pause von der Bühne sei für ihn eine Tortur gewesen. „Die Bühne ist kein Job, sondern Leidenschaft“, erklärte er. Nun kündigte er für den Herbst die Tournee „Die Zyklopen von Saint-Tropez“ an – und präsentierte sich dabei ohne seine markante Mütze und mit längerem Bart.

Öffentlich über den Krebs zu sprechen, sei ihm nicht leichtgefallen. Die Krankheit sei ähnlich stigmatisiert wie Depressionen, „dabei erwischt es statistisch gesehen fast jeden zweiten Menschen“. Sein Bekenntnis sollte vor allem eines verhindern: dass Fans denken, er hätte nur „eingewachsene Fußnägel“.

Ob der Komiker seinen optimistischen Kurs halten kann, hängt von den nächsten Kontrolluntersuchungen ab. Für den Herbst 2026 hat er jedenfalls große Pläne – und ein Publikum, das seinen Kampfgeist feiert.

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