Lucas Cordalis: „Nur noch Stau“ auf Mallorca – Einheimische verdrängt
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PromisVerkehrskollaps Mallorca

Lucas Cordalis: „Nur noch Stau“ auf Mallorca – Einheimische verdrängt

Der Schlagersänger beobachtet auf seiner Wahlheimat ein tägliches Verkehrschaos. Weil Einheimische aus den Urlaubsorten vertrieben werden, verstopfen Autokolonnen die Straßen.

Lucas Cordalis, der seit über zwei Jahrzehnten auf Mallorca lebt, schlägt Alarm: Das einstige Inselparadies versinkt seiner Meinung nach im Dauerstau. In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ fand der 58-Jährige deutliche Worte:

Was ich früher wahnsinnig geschätzt habe, war, dass die Straßen nie voll waren. Es gab nie Stau. Jetzt gibt es nur noch Stau, von morgens bis abends.
Lucas Cordalis

Diese subjektive Wahrnehmung deckt sich mit amtlichen Daten. Wie das Mallorca Magazin unter Berufung auf die Inselverwaltung berichtet, hat der Fahrzeugverkehr dramatisch zugenommen. Besonders betroffen sind zentrale Verkehrsachsen: Auf der Umgehungsstraße in Richtung Flughafenautobahn wurden zuletzt 166.506 Fahrzeuge täglich gemessen, auf der Strecke Manacor – Porto Cristo 24.738. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen einige Straßen einen Anstieg von mehr als 5.000 Fahrzeugen pro Tag.

„Krass“: Einheimische können sich Touristenorte nicht mehr leisten

Für Cordalis liegt die Ursache klar auf der Hand: die extreme Verteuerung von Wohnraum. Die Preise seien so stark gestiegen, dass viele Spanier aus den Zentren verdrängt werden und weite Arbeitswege in Kauf nehmen müssen.

Das hat damit zu tun, und das finde ich ehrlich gesagt richtig krass, dass die Leute es sich nicht mehr leisten können in den Touristenorten zu leben. Die leben woanders und müssen zum Arbeiten dorthin fahren. Das finde ich keine schöne Entwicklung.
Lucas Cordalis

Tatsächlich haben sich die Immobilien- und Mietpreise vor allem in Palma und im Südwesten der Insel in den vergangenen Jahren massiv erhöht – angetrieben durch die hohe internationale Nachfrage. Einheimische Normalverdiener werden so gezwungen, in günstigere Randlagen auszuweichen, was die Pendlerströme anschwellen lässt.

Proteste gegen „Massifizierung“

Diese Entwicklung stößt bei vielen Inselbewohnern auf wachsenden Widerstand. Seit geraumer Zeit kommt es immer wieder zu Protesten gegen den Massentourismus und die damit verbundene Überlastung von Infrastruktur und Wohnungsmarkt.

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Ob und wie die Balearen-Regierung auf den zunehmenden Unmut reagieren wird, ist offen. Klar scheint nur: Das Paradies, das Cordalis vor über 20 Jahren kennenlernte, existiert so nicht mehr. Er lebt mit seiner Frau Daniela Katzenberger und der gemeinsamen Tochter in Santa Ponça – und erlebt die neue Realität täglich im Stau.

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