Hamas-Symbol verbreitet: Durchsuchung bei salafistischer Influencerin Hanna Hansen
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PanoramaRazzia in Köln

Hamas-Symbol verbreitet: Durchsuchung bei salafistischer Influencerin Hanna Hansen

Die Kölner Polizei hat die Wohnung der reichweitenstärksten salafistischen Influencerin Deutschlands durchsucht. Hanna Hansen soll ein Hamas-Symbol gepostet haben – und will ihren Kurs nicht ändern.

Razzia bei Hanna Hansen

Am 3. Juli 2026 durchsuchten Beamte der Kölner Polizei die Wohnung von Hanna Hansen. Der 42‑Jährigen wird vorgeworfen, auf einer öffentlichen Social‑Media‑Plattform ein rotes Dreieck – ein Kennzeichen der als Terrororganisation eingestuften Hamas – verbreitet zu haben.

Hansen gilt als Deutschlands reichweitenstärkste salafistische Influencerin. NRW‑Innenminister Herbert Reul (CDU) bestätigte diese Einschätzung in einer Mitteilung an den Landtag. Trotz der Vorwürfe kündigte sie an, ihre „öffentliche Arbeit“ unverändert fortzusetzen.

Vom Laufsteg zum Salafismus

Vor ihrer Radikalisierung führte Hanna Hansen ein glamouröses Leben: Geboren in Herford, wurde sie 2004 zweitplatzierte Miss Germany, arbeitete als Model und DJane und war Kickbox‑Weltmeisterin. Heute lebt sie in Köln und erreicht mit ihren Vorträgen und islamistischen Inhalten Hunderttausende.

Der nordrhein‑westfälische Verfassungsschutz widmet ihr im aktuellen Jahresbericht ein eigenes Kapitel. Sie wird als Ausnahmeerscheinung in der männlich geprägten salafistischen Szene beschrieben, die gezielt junge Frauen anspricht und für eine islamistische Weltanschauung wirbt.

Ermittlungen und Reaktionen

Die Durchsuchung erfolgte durch den Staatsschutz. Die Beamten stellten mehrere Datenträger sicher, deren Auswertung noch andauert. Der Tatvorwurf lautet auf Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

An meinen Überzeugungen und meiner Tätigkeit wird sich nichts ändern.
Hanna Hansen

Auf ihren Social‑Media‑Profilen kommentierte Hansen die Razzia süffisant: „Jeden Millimeter auseinandergenommen und trotzdem nichts gefunden.“ Gegenüber t‑online räumte sie die Durchsuchung ein, wollte sich aber inhaltlich nicht äußern.

Reul nannte sie die gefährlichste Islam‑Influencerin Deutschlands. Der Fall illustriert die Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden im Umgang mit extremistischer Propaganda auf den großen Plattformen.

Die Auswertung der sichergestellten Datenträger könnte weitere Beweise liefern. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen.

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