Der Besuch von Angela Merkel zur feierlichen Einweihung des Barack Obama Presidential Center in Chicago am 18. Juni 2026 hat den deutschen Steuerzahler mit fast 12.000 Euro belastet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner hervor, die der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorlag.
Demnach wurden für die An- und Abreise sowie die Übernachtung der Altkanzlerin 6.593,38 Euro abgerechnet. Weitere 5.030,75 Euro fielen für ihre Begleitung an. Die Gesamtsumme beträgt 11.624,13 Euro.
Hochkarätige Gästeliste in Chicago
Die Reise erfolgte anlässlich der Eröffnung des 850-Millionen-Dollar-Projekts. Merkel zählte zu einer Riege internationaler Politgrößen, darunter Kanadas Ex-Premier Justin Trudeau, Italiens ehemaliger Regierungschef Matteo Renzi sowie die früheren US-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Joe Biden.
Laut einem Bericht der Deutschen Welle zog das Event auch zahlreiche amerikanische Prominente an. Das Obama Presidential Center soll als Bibliothek, Museum und Diskussionsforum dienen und wurde von Barack Obama als „Hub for civic life“ konzipiert.
Kritik und Verteidigung
Stephan Brandner, der die Kosten durch seine Anfrage öffentlich machte, zeigt sich empört. Er und die AfD kritisieren seit Langem, dass die Amtsausstattung von Ex-Kanzlern zu üppig sei und Steuergeld verschwendet werde. Das Bundeskanzleramt hingegen erklärte, Merkel habe „anlässlich der Reise weitere nachamtliche Geschäfte wahrgenommen“.
Brandner sieht in den Ausgaben einen Beleg für aus seiner Sicht unnötige Privilegien. Er forderte eine lückenlose Offenlegung aller Reisekosten und verwies darauf, dass Merkel solche Veranstaltungen problemlos privat finanzieren könnte.
Die nun bekannten 11.624,13 Euro decken allerdings nur die unmittelbaren Reise- und Übernachtungskosten ab. Kosten für Personenschutz oder logistische Vorbereitungen sind in dieser Summe nicht enthalten und werden gesondert abgerechnet – mitunter aus Sicherheitsgründen unter Verschluss gehalten.





