Wut am Internationalen Frauentag
Mit scharfen Worten hat die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner am 8. März 2026 den Umgang der AfD mit Frauen kritisiert. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau zeigte sie sich wütend über die anhaltende Diskriminierung und den politischen Rollback.
Die AfD geht respektlos und furchtbar mit Frauen umFranziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
Vergiftetes Klima im Bundestag
Seit die AfD stärkste Oppositionsfraktion ist, habe sich die Atmosphäre im Parlament dramatisch verschlechtert. „Unanständig ist noch das freundlichste Wort, was einem zum Verhalten der AfD-Fraktion einfällt“, so Brantner. Zudem sinke der Frauenanteil im Bundestag – je dominanter die AfD, desto weniger Frauen säßen im Plenum.
Rückschritte bei Gleichstellung
Gleichzeitig verwies Brantner auf die hohe Gewalt gegen Frauen in Deutschland, die jüngst eine Dunkelfeldstudie erneut belegt habe. „Rechte Kräfte versuchen, erkämpfte Verbesserungen für Frauen wieder zurückzudrehen“, kritisierte sie. Das sei kein Automatismus, müsse aber entschieden bekämpft werden.
Wut empfinde sie auch über die Situation von Frauen in vielen Bereichen. Doch diese Wut könne in Tatkraft umschlagen, so Brantner: „Wir sind nicht ohnmächtig. Es lohnt sich zu kämpfen.“
Keine reine Status-Quo-Verteidigerin
Brantner betonte, sie wolle nicht nur Erreichtes verteidigen, sondern auch weiter vorangehen. Die jüngsten Wahlerfolge rechter Parteien sieht sie als Weckruf: „Man muss einerseits Errungenschaften verteidigen, aber auch nach vorne kämpfen.“
Mit ihrer kämpferischen Haltung am internationalen Aktionstag stellt sie sich bewusst gegen ein politisches Klima, das sie als frauenfeindlich empfindet. Wie die Bundestagsdebatten nach den jüngsten Übergriffen weitergehen, bleibt offen.





