10.000 Franken Strafe: Pleins Ex muss sechs Lügen auf Instagram widerrufen
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Plein vs. Ex

10.000 Franken Strafe: Pleins Ex muss sechs Lügen auf Instagram widerrufen

Das Amtsgericht Lugano verurteilt Lucia Bartoli zur öffentlichen Entschuldigung bei Philipp Plein. Weigert sie sich, drohen ihr über 10.000 Euro Strafe.

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Gericht ordnet beispiellose Instagram-Richtigstellung an

Der erbitterte Rosenkrieg zwischen Modedesigner Philipp Plein (48) und seiner Ex-Freundin Lucia Bartoli (33) erreicht einen neuen Höhepunkt. Das Amtsgericht Lugano hat die Britin am 13. Juli 2026 zu einer beispiellosen Instagram-Entschuldigung verpflichtet. Sie muss auf ihrem Profil @xluciabartoli sechs konkrete, schwerwiegende Anschuldigungen gegen Plein Punkt für Punkt widerrufen, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Vergleich mit Jeffrey Epstein: Diese Vorwürfe muss Bartoli zurücknehmen

Laut dem gerichtlichen Schriftstück, das ThePik im Wortlaut zitiert, muss Bartoli klarstellen, dass Philipp Plein kein Pädokrimineller ist, keine Gefahr für seine eigenen Kinder darstellt, nicht an der Anwerbung von Minderjährigen beteiligt ist, sich nicht sexuell abartig gegenüber seinen Kindern äußert, nicht psychisch gestört und gefährlich ist und schließlich keine Person ist, die mit Jeffrey Epstein vergleichbar wäre. Der Vergleich mit dem verurteilten Sexualstraftäter sowie die Darstellung Pleins als pädokriminelle Gefahr für die eigenen Kinder bildeten den Kern der Verleumdungsklage.

Kommt Bartoli der Aufforderung nicht nach, droht ihr ein Strafgeld von bis zu 10.000 Schweizer Franken, umgerechnet rund 10.820 Euro. Die Anordnung erging im Rahmen eines Zivilverfahrens wegen Persönlichkeitsverletzung und übler Nachrede.

Plein: „Die Wahrheit ist stärker als Hass“

Philipp Plein zeigte sich tief erleichtert. Gegenüber der Bild erklärte er: „Dieses Urteil bedeutet für mich weit mehr als einen juristischen Erfolg. Es bedeutet, dass die Wahrheit stärker ist als Hass, Lügen und Diffamierung.“

Wenn jemand versucht, den Vater meiner Kinder zu zerstören, greift er auch meine Familie und meine Kinder an.
Philipp Plein

Die monatelange Belastung habe tiefe Spuren hinterlassen, so Plein: „Die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen. Kein Urteil kann die Belastung für meine Familie oder den Schmerz meiner Kinder vollständig rückgängig machen.“ Er betonte zudem die gesellschaftliche Dimension: „Meinungsfreiheit endet dort, wo bewusst Unwahrheiten verbreitet, Menschen öffentlich zerstört und Familien zum Ziel von Hasskampagnen gemacht werden.“

Jahrelanger Sorgerechtsstreit als Hintergrund

Das Paar hatte sich im Frühjahr 2023 nach rund fünf Jahren Beziehung getrennt. Aus der Beziehung stammen die Söhne Rocket (4) und Rouge (2). Im Oktober 2025 sprach das Amtsgericht Lugano Plein das alleinige Sorgerecht zu; Bartoli darf ihre Kinder nur noch unter Aufsicht sehen. Plein berichtete bei einer Pressekonferenz im Juni 2026 von Morddrohungen gegen seinen 13-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung und warf Bartoli eine koordinierte Hasskampagne via Instagram vor.

Neben dem Verleumdungsverfahren laufen gegen Bartoli weitere Strafverfahren – unter anderem wegen Veruntreuung von rund 100.000 Euro und widerrechtlicher Tonaufnahmen. Sie selbst hatte sich als mittellos dargestellt und eine Spendenaktion mit einem Ziel von 576.000 Euro gestartet.

Das Urteil verpflichtet nun erstmals eine Privatperson zur öffentlichen Korrektur auf einer Social-Media-Plattform. Es bleibt abzuwarten, ob Bartoli der Anordnung fristgerecht nachkommt oder ob das Gericht das Zwangsgeld tatsächlich verhängen muss.

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